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»Böse Mutter - gute Mutter« von Sam Jolig

Böse Mutter - gute Mutter
 

Fünf Fragen an Sam Jolig zu

Warum haben Sie das Buch „Böse Mutter – gute Mutter“ geschrieben?
Auf meinem persönlichen Weg, mein eigenes Glück zu finden, in Freiheit und Liebe zu leben, bin ich immer wieder an Grenzen gestoßen. Meine eigenen Grenzen. Ich bin in Schwierigkeiten geraten und habe mich unnötig darin verstrickt. Auf der Suche nach „Handwerkszeug“ und Methoden, auf der Suche nach plausiblen Antworten auf meine Lebensfragen, bin ich durch meine Ausbildung zur Körperpsychotherapeutin und systemischen Prozessbegleiterin auf Antworten gestoßen, die ich durch mein Buch gerne mit vielen Menschen teilen möchte.
Als eine von vielen nutze ich das geschriebene Wort, um Gleichgesinnten zu begegnen und Lösungsversuche anzubieten.

Wie ist das Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrem Vater
Geklärt. Meine Eltern sind meine Eltern.
Wir sind als Familie verbunden und ich habe schon immer sehr direkt und unverblümt mit meinen Eltern sprechen können. Tiefe Gespräche über das Leben und das Philosophieren über meine Theorien sind für meine Eltern nicht neu. Auch kritische Gespräche können wir führen.
Ich kann sagen: Ich bin meine Eltern und ein bisschen mehr.

Warum ist die Beziehung zur eigenen Mutter so wichtig und so machtvoll?
Die Mutter ist die erste große Verbindung im Leben, die wir haben. Später wachsen wir heran und sehen mit großen Kinderaugen auf unsere Mutter. Fehlt sie, sind wir fokussiert auf den leeren Platz, den sie ausfüllen sollte. Wir orientieren uns an ihr, ob bewusst oder unbewusst.
Sind wir erwachsen, bleibt unsere Mutter doch immer die Frau, die uns das Leben geschenkt hat. Ist das nicht „Macht“ und damit kraftvoll genug?
Ich persönlich habe mit dem „Muttervorbild“ mein eigenes Muttersein justiert, habe selbst gelernt, mit der „Macht“, die eine Mutter hat, umzugehen.

Was verstehen Sie unter dem Begriff „böse Mutter“?

Mit dem Titel „Böse Mutter – gute Mutter“ habe ich bewusst etwas provoziert. Als wenig positiv, z.T. vielleicht auch böse, würde ich eine Frau bezeichnen, die ihr Kind bewusst unterdrückt, bewusst manipuliert und generell ist für mich Herzlosigkeit einem Kind gegenüber ein „No Go“. Vor allem Negationen, die wissentlich ausgelebt werden, sind für mich sehr böse.

Welche Eigenschaften hat Ihrer Meinung nach eine „gute Mutter“?
Eine Mutter, die ihr Kind nach besten Wissen und Gewissen aufzieht, die das Kind lehrt, seinen eigenen Weg zu gehen und die mit ihm in „Freiheit“ und Liebe verbunden ist.



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