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Ändere die Welt! Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen

Kundenrezensionen (2)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10256-5

Erschienen: 16.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Das provokante Debattenbuch des international
bekannten Globalisierungskritikers

Die Kriege sind zurück, Hunger und Not gehören auch in Europa wieder zum Alltag, aufklärungsfeindliches Denken gewinnt an Boden. Die Welt verfügt zum ersten Mal in ihrer Geschichte über die Ressourcen, Hunger, Krankheit, Tyrannei auszumerzen; und doch wird der Kampf um knappe Güter menschenverachtend in immer neuen Dimensionen ausgetragen. Jean Ziegler, der seit Jahrzehnten Elend, Unterdrückung und Ungerechtigkeit anprangert, blickt zurück und befragt sich selbst, was er mit seiner wissenschaftlichen und politischen Arbeit bewirkt hat. Warum gelang es den Menschen in den westlichen Gesellschaften bisher nicht, ihre inneren Ketten abzuschütteln, die sie hindern, frei zu denken und zu handeln? Ziegler ruft dazu auf, die Welt zu verändern und zu einer sozialen Ordnung beizutragen, die nicht auf Beherrschung und Ausbeutung basiert. Seine Hoffnung richtet sich auf eine neue weltumspannende Zivilgesellschaft, die antritt, die Ursachen der kannibalischen Weltordnung zu bekämpfen.

Mehr über die Bücher von Jean Ziegler

"'Ändere die Welt!' ist eine Begründung für all das, wofür Ziegler sich einsetzt. Eine Art Handbuch für den modernen Globalisierungskritiker und Intellektuellen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung (09.06.2015)

Jean Ziegler (Autor)

Jean Ziegler, geboren 1934, wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt. Der Soziologieprofessor an der Universität Genf war bis 1999 Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst. Zuletzt erschien der Besteller »Wir lassen sie verhungern« (2012) im C. Bertelsmann Verlag. Ziegler ist derzeit Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.

"'Ändere die Welt!' ist eine Begründung für all das, wofür Ziegler sich einsetzt. Eine Art Handbuch für den modernen Globalisierungskritiker und Intellektuellen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung (09.06.2015)

"Jean Ziegler ist ein Mann der klaren Worte."

Süddeutsche Zeitung (05.06.2015)

"Jean Ziegler ist noch immer voller Elan und engagiert, wenn es um die Ungerechtigkeit der Welt geht."

ARD "Morgenmagazin" (17.03.2015)

"Ein Mann, der auch mit 80 Jahren noch nicht die Hoffnung und den Glauben daran verloren hat, dass die Welt sich ändern lässt."

NDR "Das!" (16.03.2015)

"Jean Ziegler ist ein helvetisches enfant terrible. Mit den Mächtigen legt er sich immer dann an, wenn es darum geht, die Welt ein bisschen weniger ungerecht zu machen, seine Bücher sind regelrechte Anklageschriften. Bei Jean Ziegler fallen politisches Handeln und wissenschaftliches Erkennen in Eins."

ZDF "Blaues Sofa" (14.03.2015)

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01.09.2016

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Weitere Informationen:
Athesia Buch GmbH Buchhaus Bruneck

Tel. 0039/ 0474/413200, bruneck.buch@athesia.it

02.09.2016

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Athesia Buch GmbH Buchhaus Bruneck

Tel. 0039/ 0474/413200, bruneck.buch@athesia.it

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Französischen von Ursel Schäfer
Originaltitel: Retournez les fusils!
Originalverlag: Éditions du Seuil, Paris 2014

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-10256-5

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen: 16.03.2015

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interessant

Von: huckleberryfriendz Datum: 20.03.2016

https://huckleberryfriendz.wordpress.com/2016/03/20/interessant/

Jean Ziegler, Soziologe, emiritierter Professor der Universität Genf, ehemaliger Abgeordneter im Eidgenössischen Parlament und noch so vieles mehr, schildert aus seinen Erkenntnissen und Erlebnissen der letzten Jahrzehnte und Lehrmeinungen / Theorien vieler Jahrhunderte. Beleuchtet werden viele Aspekte, z.B. der Tauschwert des eigenen Lebens oder der Arbeitskraft, die Entäußerung aller sozialer und individueller Freiheiten, beschleunigte Akkumulation und die kontinuierliche Profitmaximierung u.v.m. in den Kapiteln „ Was nützt ein Intellektueller?“, „Die Ungleichheit zwischen den Menschen“, „Die Irrwege der Ideologien“, „Wissenschaft und Ideologie“, „Die Ketten in unseren Köpfen“, „Der Staat“, „Die Nation“, „Wie entsteht und entwickelt sich die Gesellschaft?“, „Die Völker des Schweigens“, „Die Bruderschaft der Nacht“ und zum Schluß „Auf welcher Seite stehst Du?“.

Ich halte es für nahezu unmöglich, den Inhalt des Buches zusammenzufassen, denn die Informationen darin finde ich äußerst komprimiert; es häufen sich sehr viele Zitate und Schlagwörter. Streckenweise fand ich es sehr anstrengend, konzentriert zu lesen, denn diese Fülle hat mich schon etwas „erschlagen“ und außerdem habe ich manchmal den roten Faden verloren. Im Gegensatz zu seinen früheren Büchern enthält dieses relativ viele philosophisch-theoretische Elemente; obwohl es sehr interessant zu lesen war, fand ich einen Aspekt zu schwach ausgeleuchtet: Es ist schön zu wissen, warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen, aber sehr ich hätte mir Konkreteres gewünscht, wie ich denn die Welt verändern kann.

Aufruf

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 31.03.2015

www.rezensions-seite.de

„Der Kapitalismus setzt die Warenbeziehung als universelle Beziehung durch“.

Das ist einer der Kernsätze Zieglers und genau jene „Kannibalisierung der Welt“ durch das neo-liberale Verständnis des Kapitalismus, welches Ziegler als durchgehend „an der Macht“ kennzeichnet.

Eine Entäußerung aller sozialer und individueller Freiheiten und Möglichkeiten, die im Lauf der letzten Jahrhunderte teuer gerade in Europa erkauft wurden und in den letzten Jahren, seit dem (auch in Zieglers Augen gerechtfertigten) Zusammenbruch des „realen Sozialismus“ als Teil eines „bipolaren Systems“ 1991 rasant voranschreitet.

Während zu Zeiten der „Blöcke“ noch eine gewisse Angst und Zurückhaltung auf Seiten des enthemmten Kapitals herrschte (es bestand ja die Gefahr der Revolution zum „anderen System hin“), entfällt dieses (mangelhafte, aber vorhandene) Korrektiv seit 1991 nun.

Mit weitreichenden Folgen. Die Ziegler ruhig und sachlich beschreibt. Allein schon die „Rückkehr des Hungers nach Europa“ führt hier dem Leser vor Augen, was die realen Folgen der aktuellen „Weltordnung“ sind.

Eine reine Funktionalisierung des „Faktors Mensch“ auf den Faktor „Waren- Produktionszeit“, das menschliche Sein durchdekliniert im Sinne der Wirtschaft auf seinen „Tauschwert“. Bis hin zu durchgehend weiterer „Drängelei“, alles zu „privatisieren“ und damit als Gewinnmöglichkeit zu sichern, was nur denkbar ist.

Die „beschleunigte Akkumulation und die kontinuierliche Profitmaximierung“ entfremdet „alles von allem und jeden von jedem“. Womit Ziegler wie nebenbei auch die Folgen für die „Besitzer der Produktionsmittel“ selbst herausstellt.

Aktuell am Niedrigzins zu erkennen ist, wie ein Finanzsystem sich in dieser Hinsicht so gut wie selber zerlegt, weil die Firmen aufgrund der Rücklagen keine Kredite mehr benötigen und damit selbst „Geld“ als „reale Ware“ kaum mehr gefragt ist und nur noch der virtuellen Vermehrung eines abstrakten Profits zugeführt wird.

Und der Mensch, die Menschheit, zunächst die ärmeren Teile der Welt, zunehmend aber auch die „Kernzonen“ des Wohlstandes bleiben auf der Strecke.

Massenarbeitslosigkeit, die Wertlosigkeit des eigenen Lebens im Sinne eins „Tauschmittels“, zunehmend Mangel, realer Hunger, sich auflösende Sozialgemeinschaften, all das kennzeichnet Ziegler als Folge der „modernen“ Auffassung von „Leben als Gewinnstreben“ und neo-liberaler „Entgrenzung“ des Marktes.

Im Sinne Adornos stellt Ziegler somit eine „Entäußerung“ des Menschen fest. „Sich freiwillig von seiner eigenen Substanz trennen“.

Konstruktiv betont Ziegler auf der anderen Seite seinen Glauben an die „Kraft des Verstandes“, an die Rolle, die Universitäten, Kunst und Kultur noch spielen könnten, trotz der „Kraftlosigkeit“ von alternativen Staatsmodellen.
Und wird nicht müde, nicht nur in diesem Buch, mit aufrüttelnden Worten und klugen Analysen das Ungleichgewicht der Welt mitsamt seinen selbstzerstörerischen Gefahren zu benennen.

Auch wenn es kaum „einfach so“ umsetzbar erscheint, auch wenn oppositionelle Bewegungen in den letzten Jahren schnell an Kraft verlieren und auch wenn das vorherrschende gesellschaftliche Bild weltweit als „Rückkehr des Gladiators“ tatsächlich bezeichnet werden kann (der Stärkere gewinnt in der Arena des Profits, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne an die Wechselseitigkeit von Beziehungen zwischen Menschen auch nur einen Gedenken zu verschwenden), es ist und bleibt wichtig, dass Menschen wie Ziegler nicht müde werden, den Finger in die Wunde zu legen.

Ein kluges Buch, das in aller Breite die aktuelle Lage, den Niedergang des Sozialen und die Möglichkeiten der Veränderungen vor Augen führt. Und das in praktischen Beispielen am Ende aufzeigt, dass es tatsächlich ganz real noch anders geht und ginge. Sich in kleinen Schritten Sinn und Solidarität zurück zu erobern.

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