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Aussortiert und abkassiert Altwerden in Deutschland

Kundenrezensionen (1)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-579-08630-9

Erschienen: 22.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Alt sein in einer kalten, profitgierigen Gesellschaft

Ausgenommen von skrupellosen Finanzberatern, »entsorgt« in unzumutbaren Pflegeheimen, ausgegrenzt bei der Arbeitssuche, diskriminiert wegen ihres Alters – Michael Opoczynski deckt in seinem neuen, intensiv recherchierten Buch auf, was mit den »Alten« heute passiert.

Doch das aktive Leben muss im Alter nicht enden: Viele alte Menschen reisen gerne, wollen (müssen) noch arbeiten oder pflegen einen generationsübergreifenden Umgang miteinander. Michael Opoczynski beschreibt schonungslos die Lage der Alten. Als einer von ihnen weiß er genau, wovon er spricht. Eindringlich warnt er vor Missachtung und Willkür gegenüber alten Menschen und zeigt überzeugend, wie man sich wirkungsvoll dagegen wehren kann.

  • Das Buch klärt auf, warnt und bietet konkrete Hilfen

  • Hohes Identifikationspotenzial durch persönliche Betroffenheit des Autors

Der Blog von Michael Opoczynski zu "Krieg der Generationen". Diskutieren Sie mit!

Michael Opoczynski (Autor)

Michael Opoczynski, geboren 1948, studierte Politikwissenschaften, war Assistent von Hans Matthöfer, Pressesprecher der SPD in Hessen und Redakteur beim ZDF. Dort war er zuletzt Leiter der Wirtschaftsredaktion und Moderator der Sendung WiSo sowie Chef-Kommentator für Wirtschaftsfragen. Michael Opoczynski ist einer der bekanntesten und renommiertesten deutschen Wirtschaftspublizisten und erfolgreicher Buchautor.

www.michael-opoczynski.blog.gtvh.de/

08.09.2016 | 19:00 Uhr | Wiesbaden

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Alpha Buchhandlung Wiesbaden Lesen und Leben
Schwalbacher Straße 6
65185 Wiesbaden

Tel. 0611/300209, Wiesbaden@alpha-buch.de

Weitere Informationen:
KAB Katholische Arbeitnehmer Bewegung

diakon-detering@t-online.de

15.09.2016 | Taunusstein-Bleidenstadt

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Pfarrzentrum St.Ferrutius
Aarstr.46/Stiftshof
65232 Taunusstein-Bleidenstadt

Weitere Informationen:
Kath. Pfarrgemeinde St. Ferrutius

Tel. 06128-947047

26.10.2016 | 19:30 Uhr | Konz

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Stadtbibliothek
Konstantinstraße 50
54329 Konz

Tel. 06501-7888

09.11.2016 | 19:00 Uhr | Dorsten

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Bildungszentrum Maria Lindenhof
Im Werth 6
46282 Dorsten

Weitere Informationen:
Volkshochschule der Stadt Dorsten

24.11.2016 | 20:00 Uhr | Gomaringen

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-579-08630-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen: 22.02.2016

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Erschreckend überzeugend

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 21.03.2016

www.rezensions-seite.de

Als ehemaliger Leiter der Wirtschaftsredaktion des ZDF und, nicht zuletzt, als selbst betroffener Rentner nun leg Opoczynski mit diesem Buch einen weitreichenden Bogen der Betrachtung von Stellung und Umgehensweise mit „den Alten“ im Land vor.

Im Stil flüssig assoziativ, aus einem Guss formuliert, mäandert Opoczynski dabei sachlich und sprachlich keineswegs einfach so vor sich hin. Trotz der sehr umgangssprachlichen und flüssigen Schreibweise stellt Opoczynski zunächst grundlegende Beobachtungen zu den jeweiligen Themen (Gesundheitssystem, Multimorbididät, Finanzwesen um Alte heru, das „4. Alter“, die Situation der Pflege, die Umgangsweise der Mode mit den „Alten“, die finanzielle Situation der „Alten“ und was all die alltäglichen Lebenssituationen noch alles ausmacht) dar.

Diese unterfüttert der Autor mit vielfachen praktischen Beispielen, führt zudem Untersuchungen und Datenmaterial heran, bis er jedes der Themen mit einem knackigen, auf den Punkt formulierten Fazit schließen lässt, in dem er klare Handlungsausblicke formuliert.

Die einzelnen Themenbereiche sind dabei nicht unbedingt neu oder gänzlich unbekannt.

Fragen der medizinischen Versorgung im Alter, der nicht ausreichenden Deckung der Pflegeversicherung, der Überlastung von Mitarbeitern im Gesundheits- und Pflegedienst, der nicht ausreichenden Schulung auch vieler Ärzte (sehr interessant hier von den vielfachen Medikationen zu lesen und zugleich darauf hingewiesen zu werden, dass der Zusammenklang all dieser Medikamente höchst unzureichend nur bekannt ist) öffnen dabei genauso noch einmal leger im Stil und fundiert in der Sache den Blick auf die Repressionen des Alters, wie so ganz plötzlich im Leben die „UN-Farbe“ Beige in der Mode den Alten zugedacht zu sein scheint.

Auch wenn einige Formulierungen überspitzt wirken und wohl eher auf den Effekt zielen („Putz die Platte, Alter“, „Weg mit euch, ihr gehört ins Heim), sind die dahinterliegenden Unzulänglichkeiten doch gerade in der Gesamtschau, die Opoczynski im Buch vorlegt, erschreckend, vor allem aber beachtlich.

Wie das so ist mit dem „schönen Ruhestand“ und dem deutlich minderen Einkommen bei gleichzeitiger Lust, noch etwas zu tun oder der Hilflosigkeit vielfachen „Finanzdienstleitern“ gegenüber, die unseriös und allein auf den eigenen Ertrag gerichtet die Alten noch umschwärmen (als eine der wenigen Gruppen, die solches „aktive“ Interesse zeigen), das ist wichtig und aufrüttelnd zu lesen.

Der im Buch vorgenommene Vergleich zum Ende der Lektüre hin der verschiedenen Alterssicherungssysteme der Welt (Arbeit bis zum Schluss in Amerika, Verarmung in China usw.) zeigt dem Leser dabei, vor allem am schwedischen Modell, deutlich auf, dass Alternativen vorhanden sind. Dass mit politischem Interesse und, natürlich, einer gewissen Umverteilung an Finanzmitteln sowie einer anderen Wertigkeit mancher Arbeiten (gerade im Krankenhaus und in der Pflege) deutlich Verbesserungen erreicht werden können, die insgesamt der gesamten Gesellschaft nutzen würden.

Ein wichtiger Impuls, von Opoczynski laut und präzise für die schwerhörigen bis tauben Ohren der modernen Ausrichtung auf reine Gewinnmaximierung hin gerichtet, die hoffentlich breites Gehör findet.

Denn eins ist klar, so, wie aktuell (mit noch schwierigeren Aussichten für die Zukunft angesichts sinkender Renten und nicht ausreichend möglicher privater Vorsorge für einen hohen Teil der Bevölkerung) wird es nicht gut weitergehen, sondern eher sich all die negativen Aussichten, die Opoczynski als Status Quo der Gegenwart vor Augen führt, noch verstärken.

Eine interessante, wichtige und nachhaltige Lektüre.

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