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Bis ans Ende der Geschichte Roman

Kundenrezensionen (44)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10217-6

Erschienen: 31.08.2015
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Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

"Eine feinfühlige Geschichte um Schuld und Gerechtigkeit, Strafe und Gnade."

Grazia (03.09.2015)

Jodi Picoult (Autorin)

Jodi Picoult, geboren 1967 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Tieren in Hanover, New Hampshire.

"Eine feinfühlige Geschichte um Schuld und Gerechtigkeit, Strafe und Gnade."

Grazia (03.09.2015)

„Es gibt Bücher, die sind gut recherchiert, und Bücher, die sind gut erzählt - Jodi Picoult gelingt es, beides zu verbinden.“

Münchner Merkur (31.08.2015)

„Jodi Picoult schreibt beherzt, sprachlich gewandt, gefühlvoll und schmerzhaft realistisch. Sie wirft Fragen auf, die unter die Haut gehen.“

Aachener Zeitung (15.01.2016)

„Vielschichtig und hochemotional.“

Kölner Stadtanzeiger Magazin (02.10.2015)

„Picoult wagt einen erweiterten Blick auf Täter und Opfer im Zweiten Weltkrieg. Sie fragt nicht nur, wie aus Menschen gewissenlose Monster werden konnten, sie bietet auch Antworten.“

Kurier am Sonntag (13.09.2015)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Elfriede Peschel
Originaltitel: The Storyteller
Originalverlag: Emily Bestler Books / Atria Books (Simon & Schuster), New York 2013

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 560 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-10217-6

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen: 31.08.2015

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Schuld und Sühne leicht verpackt *** Vorsicht Spoiler ***

Von: Detlef M. Plaisier Datum: 22.03.2016

lesekabinettleipzig.com

Schuld und Sühne sind verlässlich wiederkehrende Motive der Literatur. Jodi Picoult nimmt sich dieses Themas anhand zweier sehr unterschiedlicher Menschen an. Beide tragen eine tatsächliche Schuld mit sich herum, die jedoch gefühlt viel größer ist. Beide wünschen sich Vergebung und Erlösung, doch wer soll ihnen vergeben, wenn die, die es könnten, tot sind?

Die Außenseiterin und der alte Mann
Sage Singer ist eine junge Frau, die ihre Leidenschaft im Backen gefunden hat. Brötchen, Striezel, Brote, Kuchen, sie mischt Teige, backt und verziert. Sie arbeitet nachts, damit am Morgen jeder frisches Gebäck kaufen kann – und damit sie den Menschen aus dem Weg gehen kann. Denn sie trägt eine Narbe von einem Autounfall, die niemand sehen soll, von der niemand wissen soll; zu sehr schmerzt die Erinnerung an dieses Ereignis. Eines Abends kommt der pensionierte Deutschlehrer Josef Weber in die Bäckerei. Zwischen Sage und Josef entsteht sofort eine tiefe Freundschaft. Beide verbindet eine Schuld, die niemals gesühnt wurde.

Als Josef Sage sein schreckliches, lange verborgenes Geheimnis offenbart und Sage gleichzeitig bittet, ihm beim Sterben zu helfen, stürzt diese in einen tiefen Gewissenskonflikt. Josef, der in Nazi-Deutschland viele Menschen getötet hat, möchte endlich von seinen Qualen erlöst werden. Aber darf und kann Sage überhaupt entscheiden, ob ihm diese Erlösung zu teil werden kann? Anhand ihres inneren Konfliktes beginnt Sage schließlich, auch für sich zu begreifen, dass Schuld und Strafe nicht immer absolut sein müssen.

Das ewige Thema Nazi-Deutschland
Für viele amerikanische Autoren sind die Nationalsozialisten ein faszinierender Stoff für immer wieder neue Geschichten. Es ist das große Verdienst von Jodi Picoult, in ihrem Buch differenzierter zu agieren als viele andere amerikanische Autoren. Ihre Protagonisten sind nicht nur gut oder nur böse, sie offenbaren zwei Seiten und werden durch ihr soziales Umfeld geformt. Durch die Schilderung der Situationen aus dem Blickwinkel von Tätern, Opfern und weiteren Beteiligten lässt Picoult ein Bild entstehen, das viel tiefer greift als der „übliche Nazi-Roman“. Die Integration einer Geschichte in der Geschichte hilft viel mehr als jede Beschreibung zu begreifen, wie sehr Gut und Böse in jedem von uns wohnen.

Mein Fazit
Die unterschiedlichen Handlungsstränge führen zu spannender Unterhaltung, werden doch die Verflechtungen der Schicksale damit erst nach und nach sichtbar. Dennoch ist das Gesamtkonstrukt zu berechenbar, doch etwas zu sehr typisch amerikanischer Roman mit Happy End und Liebesgeschichte. „Bis ans Ende der Geschichte“ ist damit ein netter, leicht zu lesender Roman, der sich mit seiner differenzierten Betrachtungsweise der Charaktere wohltuend abhebt.

Rezensent Harry Pfliegl ist Autor im Netzwerk von [Der Mann für den Text] Detlef M. Plaisier Leipzig

Keine leichte Kost

Von: Michaela G. Datum: 09.03.2016

www.gutowsky-online.de

Jodi Picoult erzählt in diesem Roman die Geschichte eines jungen Mädchens und eines 90 Jahre alten Mannes, die beide nach Vergebung suchen. Zwischen den beiden entwickelt sich zunächst eine ungewöhnliche Freundschaft. Während Sage´s Schuldgefühle am Tod ihrer Mutter völlig haltlos sind, sind die von Josef Weber tatsächlich schwerwiegend. Denn er trägt ein furchtbares Geheimnis in sich und bitte Sage um einen schrecklichen Gefallen.
Zunehmend kann der Leser und Zuhörer in dieser Geschichte beobachten, wie sich die moralische Schraubzwinge immer enger zuzieht und die Spannung steigt enorm.
Durch diverse Nebenhandlungen und Rückblenden bleibt die Geschichte fesselnd allerdings fällt der Spannungsbogen aber auch immer wieder einmal ab. So lässt die Handlung auch genug Raum zum Durchatmen und sacken lassen. Diese Atempausen benötigte ich auch denn mit viel Tiefgang und Feingefühl stellt Jodi Picoult ein schweres Verbrechen in der Vergangenheit dar, dass mir persönlich sehr nahe ging.
Es gibt vier verschiedene Erzählperspektiven, die wirklich alle sehr interessant sind und nicht aufgrund ihrer Anzahl verwirren.
Die eindringliche Beschreibung ermöglicht einen bildhaften Ablauf, was die Handlung für mich um so entsetzlicher machte.
Dadurch geriet ich selbst in einen Zwiespalt, meine Gedanken sprangen hin und her und ich setzte mich auch im Nachhinein noch sehr lange mit dieser Geschichte auseinander.

Figuren
Die Personen werden wirklich ausreichend beschrieben. Ob es sich um die junge Sage, Josef oder auch einen Detective handelt, alle Figuren wirken glaubwürdig.
Besonders sympathisch war mir natürlich Sage, während Josef sehr oft einen negativen Eindruck hinterließ, der allerdings auch prima zu seiner Rolle passte.
Doch auch die anderen Figuren sind sehr interessant in ihren Entwicklungen.

Sprecher
Es gibt fünf verschiedene Sprecher und Sprecherinnen, die diese Geschichte allesamt sehr gut vertont haben und sich in die unterschiedlichen Charaktere gut hineinversetzen konnten.
Emotionen werden außerordentlich gut dargestellt und übertragen.

Fazit
„Bis ans Ende der Geschichte“ ist eine bewegende und tragische Geschichte, intensiv in ihrer Erzählung und daher auch keine leichte Kost.
Sie lässt noch lange Zeit nachdenklich zurück und wirft die Frage auf, wie viel ein Mensch ertragen und ob er vergeben kann oder muss.
© Michaela Gutowsky

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

Von: Katrin Gesterding aus Hamburg Datum: 24.08.2015

Buchhandlung: Buchhandlung am Sand

Jodi Picoult ist meine Lieblingsautorin. Immer wieder überrascht sie mich mit ihren Themen aufs Neue. Durch ihren Stil, ihre guten Recherchen, die Blickwinkel und die Themen. Und: sie bewertet nicht. Jedes Mal denke ich, es ihr bestes Buch. Und immer wieder steigert sie sich, unglaublich. Auch dieses Mal ist es wieder so. „Bis ans Ende der Geschichte“ hat mich tief berührt und bewegt. Ein Roman den ich noch lange in mir trage und dem ich eine große Leserschaft wünsche.

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