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(Hrsg.), (Hrsg.)

Dada-Almanach Vom Aberwitz ästhetischer Contradiction
Textbilder, Lautgedichte, Manifeste

Kundenrezensionen (3)

€ 39,95 [D]
€ 41,10 [A] | CHF 48,50*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch, Pappband ISBN: 978-3-7175-4091-5

Erschienen: 11.01.2016
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Zürich 1916: Im von Exilanten gegründeten «Cabaret Voltaire» spielt sich Unerhörtes ab. Erwachsene Frauen und Männer stülpen sich skurrile Papprollen über den Kopf, geben Urlaute von sich, hampeln wie Maschinen herum und proklamieren im Brustton der Überzeugung Nonsens. DADA ist geboren!

Diese repräsentative, typographisch originell gestaltete Auswahl feiert die Geburtsstunde des Dadaismus und lässt die bekannten Haupt- und Oberdadaisten zu Wort kommen, wartet aber auch mit so manchem Ingenium an der Peripherie auf. Ob es sich um berühmte Lautgedichte handelt, um Textbilder oder Manifeste – der DADA-Almanach ist eine würdige Reminiszenz zum 100. Jahrestag und eine Fundgrube für alle, die die genial-radikale Revolte gegen den herrschenden Ungeist bis heute fasziniert. Mit exklusiven DADA-Biographien sämtlicher Protagonisten!

Interview mit dem Herausgeber H. M. Compagnon Zum Special

"Ein akustischer Streifzug durch die Welt des Dadaismus" - radiobremen.de

Rezension in der-zauberberg.eu

"Die Höhepunkte des DADA-Jahrs" - art-magazin.de

"Gegen alle Regeln der Kunst" - mdr.de

Rezension, Fotos und ein DADA-Gedicht auf frischgelesen.de

«Die Verlage bringen pünktlich zum Jubiläum einen ganze Reigen heraus. Besonders gelungen ist der ‹Dada-Almanach›.»

Die Welt, Beilage "Literarische Welt" (30.01.2016)

«Die Verlage bringen pünktlich zum Jubiläum einen ganze Reigen heraus. Besonders gelungen ist der ‹Dada-Almanach›.»

Die Welt, Beilage "Literarische Welt" (30.01.2016)

«typographisch besonders hübsch: der ‹Dada-Almanach›, erschienen bei Manesse»

DIE ZEIT, Sven Behrisch (05.02.2016)

«Typografisch originell gestaltete Auswahl von Dada-Werken – eine Fundgrube für alle, die bis heute von der dadaistischen Revolte fasziniert»

art Magazin, Februar 2016

«typographisch wunderbar gestaltet»

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (07.02.2016)

«repräsentative Auswahl feiert die Geburtsstunde, lässt die bekannten Haupt- und Oberdadaisten zu Wort kommen, wartet aber auch mit so manchem Ingenium an der Peripherie auf.»

architekturbuch.de (04.02.2016)

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31.05.2016 | 19:00 Uhr | München

Gä weida dada. 100 Jahre Dada und München

Dada dahoam - Eröffnungsveranstaltung

Mit Andreas Trojan und Bernhard Rusch
Begrüßung: Michael Stephan, Elisabeth Tworek und Holger Pils
Rezitationen: Stefan Wilkening

Eintritt frei

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Mehr Infos

Münchner Stadtarchiv, Rotunde
Winzererstr. 68
80797 München

Weitere Informationen:
Stiftung Lyrik Kabinett

Gebundenes Buch, Pappband, 176 Seiten, 22,0 x 22,0 cm

ISBN: 978-3-7175-4091-5

€ 39,95 [D] | € 41,10 [A] | CHF 48,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 11.01.2016

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Rezension: Andreas Trojan (Hrsg.), H. M. Compagnon (Hrsg.) Dada-Almanach – Vom Aberwitz ästhetischer Contradiction – Textbilder, Lautgedichte, Manifeste

Von: nettebuecherkiste Datum: 30.03.2016

https://nettebuecherkiste.wordpress.com/

Dada wird 100! Aus diesem Anlass sind in diversen Medien Artikel erschienen, die mich darauf aufmerksam machten und mich die Frage stellen ließen: Dada, was ist das eigentlich? Sicherlich hatte ich schon davon gehört, hatte aber keine genaue Vorstellung dieser Kunstrichtung. Wikipedia sagt dazu: “Im Wesentlichen war es eine Revolte gegen die Kunst von Seiten der Künstler selbst, die die Gesellschaft ihrer Zeit und deren Wertesystem ablehnten. Traditionelle Kunstformen wurden deshalb satirisch und übertrieben verwendet.”

Auch im Bücher-Magazin gab es einen Artikel, der meine Neugier endgültig weckte, sowie mehrere Buchempfehlungen. Offensichtlich handelt es sich um eine Kunstform, der man sich am besten über die Werke selbst nähert, also sollte es für mich der Dada-Almanach sein.

Die Entscheidung für dieses Werk war genau richtig. Ohne Einführung, ohne Theorie, präsentiert es dem Leser die verschiedenen Ausprägungen des textlichen Dada (oder Dadaismus): Laut- und Simultangedichte, Textbilder und Ideogramme, Totentänze und Lamentos, Liebesoden und Couplets, Krippen und Gauklerspiele, Miszellen und Prosa, Aperçus und Annoncen, Manifeste und Standpauken. Lediglich ein kurzer Text ist diesen Kapiteln vorangestellt, nämlich eine “Anleitung” von Tristan Tzara, wie man ein dadaistisches Gedicht macht. Und das ist die denkbar beste Einleitung, denn hier und in den darauf folgenden Lautgedichten zeigt sich der “Unsinn” hinter Dada, die Ablehnung des Wortes, der Sprache, der etablierten Kunst. Bekanntestes Beispiel hierfür ist wohl das Gedicht “Karawane/Zug der Elefanten” von Hugo Ball.

Doch nicht alle Dada-Werke sind sinnfrei, so lautet etwa die letzte Zeile des Gedichts “Totentanz 1916”, ebenfalls von Hugo Ball:

“Wir danken dir, wir danken dir,

Herr Kaiser für die Gnade,

Weil du uns zum Sterben erkoren hast.

Schlafe nur, schlaf sanft und still,

bis dich auferweckt,

Unser armer Leib, der den Rasen deckt.” (Seite 49)

Das ist natürlich eine eindeutige, zynische Abrechnung mit Kaiser und Militär, die Deutschland in den Krieg geführt haben. So eindeutig ist das mit Dada also wohl doch nicht.

Überhaupt stelle ich fest: Die Werke von Hugo Ball, dem “magischen Dada-Bischof” (Seite 156), gefallen mir am besten. Über “Ein Krippenspiel. Bruitistisch” muss ich laut lachen. Humor ist für mich unwiderstehlich.

Auch sinnleere Wortneuschöpfungen anhand bestehender Wörter sind typisch für Dada und bereiten mir großes Vergnügen, etwa in “Röhrensiedlung oder Gotik” von Johannes Theodor Baargeld:

“Das Institut beabsichtigt mit einer Aufzahl Entwachsungen, abnormer Haarungen, Kotsteinerungen und Perlbildungen am weiblichen Akt den Ornamentalkanon der Röhrenaphrotektur auszukauen.” (Seite 96″).

Indes bin ich nicht mit allem, wofür Dada steht, einverstanden:

“Es kann nicht hingenommen werden, dass ein Mensch Spuren seines Daseins auf der Erde hinterlässt” (André Breton: “Geographie Dada”, Seite 139).

Warum denn nicht?

Die “Manifeste und Standpauken”, Texte der Dadaisten zur Erläuterung des Dadaismus, sowie der “Dada-Appendix”, in dem die Herausgeber schließlich den Begriff “Dada”, seine verschiedenen (örtlichen) Ausprägungen sowie die verschiedenen Dada-Persönlichkeiten erläutern, stehen ganz zu Recht am Schluss des Dada-Almanachs und sind kurz gehalten, sodass der Laie keine langen, überkopften Theorien fürchten muss. Sie an den Anfang zu stellen, wäre nicht im Sinne von Dada, den man über die Werke selbst kennenlernen sollte.

Gelungen ist auch die Gestaltung des Almanachs, die Herausgeber haben sich Mühe gegeben, die dadaistischen Texte auch optisch richtig in Szene zu setzen.

Aber was ist denn nun Dada? Theo van Doesburg sagt es so:

“Alles in unserer Zeit ist Dada, nur die Dadaisten nicht. Wenn die Dadaisten Dadaisten wären, dann wären die Dadaisten keine Dadaisten. … Dadai ist undefinierbar. Doch weiß jeder, was Dada ist, weil er in Dada lebt.” (Seite 143).

Habe ich euch neugierig gemacht? Dann ist der Dada-Almanach genau das Richtige für euch.

100 Jahre Dada - Ich feiere mit dem „dada Almanach“ und einem Gedicht

Von: frischgelesen.de Datum: 27.02.2016

frischgelesen.de

Ich bin der Meinung, dass wir Kids uns nicht nur für Smartphones und lustige Youtube-Videos interessieren sollten. Aber ich denke, es fehlt sehr oft an jugendlicher Herangehensweise bei Themen wie zum Beispiel Literatur und auch Kunst. Und so bin ich immer auf der Suche nach Kunstbüchern, die auch uns Teens gefallen. Und wenn es dann noch um eine spannende Kunstrichtung wie dem Dadaismus geht, bin ich begeistert.

Bei Dada geht es um Kunst, aber um eine Art rebellierende Kunst. Vielleicht können wir es ein bisschen mit unserer Pubertät vergleichen, ohne dass wir jetzt annehmen, dass es sich bei den sogenannten Dadaisten um Künstler in der Pubertät handelt.

Nein, es waren Künstler, die sich gegen den Ersten Weltkrieg, aber auch gegen feste Richtlinien in der Kunst auflehnten. Klingt kompliziert, oder? Ist auch gar nicht so leicht zu erklären, der Schriftsteller Johannes Baader, ein Anhänger der Dada-Bewegung, hat schon 1919 behauptet: „Was Dada ist, wissen nicht einmal die Dadaisten, sondern nur der Ober-Dada, und der sagt es niemandem.“ Der Ober-Dada ist er übrigens selbst.

„Dada ist kein Stil, sondern eine Behauptung“ –Adrian Notz

Vor 100 Jahren haben sich Schriftsteller, Maler, Musiker und Tänzer in Zürich zusammengeschlossen um gegen den Ersten Weltkrieg zu protestieren. Sie wählten eine ganz eigene Art. Eine Art künstlerischen Unsinn.

Sie gründeten in Zürich das „Cabaret Voltaire“, wo sie auf der Bühne lautstark merkwürdige Lautgedichte vortrugen, in eigenwilligen Kostümen wild herumtanzten und teilweise auch das Publikum beschimpften. Sie wollten provozieren, sie wollten Reaktion.

Mich hat diese Kunstrichtung irgendwie neugierig gemacht. Und da ich nicht unbedingt einen dicken Wälzer mit Abhandlungen über die dadaistische Bewegung lesen wollte, sondern mich einfach die Kunst selbst interessierte, kam mir der „Dada Almanach“ von Andreas Puff-Trojas und H.M. Compagnon genau richtig.

Dieser Sammelband unterscheidet sich schon äusserlich sehr von herkömmlichen Kunstbüchern.
Der graue Einband ist aus stabiler Pappe und könnte vielleicht eine Anlehnung an die verrückten Pappkostüme der Dadaisten sein. Auf jeden Fall wirkt die Farbwahl und die grossen, ins Auge stechenden Buchstaben auf mich schon einmal sehr modern und zeitgemäß. Und das ist es auch, was Dada ausmacht: Dada ist irgendwie zeitlos.

Im „Dada Almanach“ findet man eine Menge dadaistischer Gedichte, Textbilder und die Kurzbiografien von zahlreichen Dadaisten, wie z.B. Kurt Schwitters, Emmy Hennings, Hugo Ball, Hans Arp und anderen. Auch einzelne Geschichten im Dadastil und die Dada Geografie zeigen wie sich diese Kunstrichtung auf die ganze Welt ausgewirkt hat. Denn nicht nur in Städten wie Paris und Berlin gab es ebenfalls eine Dada Anhängerschaft.

Mir persönlich gefällt der „Dada Almanach“ gerade deshalb, weil er anders ist. Denn genau das soll Dada sein. Immer noch, auch nach 100 Jahren ist Dada anders.

Die kunstvoll gestalteten Seiten im Buch sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch wahnsinnig inspirierend. So inspirierend, dass ich unbedingt auch ein Dada-Gedicht verfassen wollte. Und eine Anleitung dazu findet man ebenfalls im „Dada Almanach“ von Andreas Puff-Trojas und H.M. Compagnon.
Das entstandene Gedicht und auch ein paar Fotos meines dadaistischem Make ups findet ihr in meiner ausführlichen Rezension auf meinem Blog frischgelesen.de

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