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Das digitale Debakel Warum das Internet gescheitert ist - und wie wir es retten können

Kundenrezensionen (2)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04647-5

Erschienen: 19.01.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Das Internet bringt den Menschen mehr Demokratie, wirtschaftlichen Wohlstand und kulturelle Vielfalt. Es ist ein Raum der Transparenz, Offenheit und Gleichberechtigung. Ein Erfolg auf der ganzen Linie. Wer das glaubt, sagt Silicon-Valley-Insider Andrew Keen, liegt völlig falsch. Nicht die Gesellschaft profitiert von einer „hypervernetzten“ Welt, sondern eine elitäre Gruppe junger weißer Männer. Was ihnen immer mehr Reichtum beschert, macht uns in vielerlei Hinsicht ärmer.

Das Internet vernichtet Arbeitsplätze, unterbindet den Wettbewerb und befördert Intoleranz und Voyeurismus. Es ist kein Ort der Freiheit, sondern ein Überwachungsapparat, dem wir kosten- und bedenkenlos zuarbeiten. Kurzum: Das Internet ist ein wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Debakel. Andrew Keen liefert eine scharfe, pointierte Analyse unserer vernetzten Welt und zeigt, was sich ändern muss, um ein endgültiges Scheitern des Internets zu verhindern.

"Warum das Internet (bisher) ein Desaster ist": Veranstaltungsbericht auf tagesspiegel.de

"Wer von der Digitalisierung profitiert" - Besprechung in Deutschlandradio Kultur

"Der Silicon Valley-Übermensch ist ein Raubritter" - spiegel.de

Blog-Beitrag auf gutjahr.biz

»Die Stärken des spannend geschriebenen Buches liegen unzweifelhaft in der scharfzüngigen Auseinandersetzung mit den Fehlentwicklungen der Internetökonomie.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (24.08.2015)

Andrew Keen (Autor)

Andrew Keen, 1960 in Hampstead geboren, studierte Geschichte und Politikwissenschaft in London, Sarajevo und an der University of California. Er lehrte an mehreren US-amerikanischen Universitäten und gründete 1995 ein erfolgreiches Internetunternehmen im Silicon Valley. Der britisch-amerikanische Autor, Redner und Unternehmer zählt weltweit zu den einflussreichsten Kritikern des Internets. Andrew Keen lebt mit seiner Familie in Berkeley, er veröffentlicht einen stark frequentierten Weblog.

»Die Stärken des spannend geschriebenen Buches liegen unzweifelhaft in der scharfzüngigen Auseinandersetzung mit den Fehlentwicklungen der Internetökonomie.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (24.08.2015)

»Scharfzüngig, vorwurfsvoll und emotionsgeladen zertrümmert der Brite die wichtigsten Internet-Mythen mit aktuellen Zahlen. […] Einzigartig ist seine unbarmherzige und fundierte Analyse.«

Deutschlandradio Kultur - Buchkritik, 17.01.2015

»Es liest sich, obwohl es ein Sachbuch ist, so spannende wie ein Roman.«

3sat - scobel, 07.05.2015

»Keen möchte zum Umdenken anregen - weg von einem digitalen Fortschrittsglauben, der sich idealistisch tarnt.«

kress.de, 19.01.2015

»Wenn der politische Wille da ist, kann man viel verändern, davon ist Keen überzeugt. […] Eine anregende Lektüre.«

Handelsblatt, 23.01.2015

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Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer
Originaltitel: The Internet is not the Answer
Originalverlag: Atlantic Books

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04647-5

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 19.01.2015

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Eine schonungslose Abrechnung

Von: Norbert Schreiber aus Lindberg Datum: 05.04.2015

www.facesofbooks.de

Eine schonungslose Abrechnung mit der Realität im Netz und mit den Zukunftsaussichten. In der total vernetzten Welt verzerrt das Internet die Wirklichkeit, die Milliardäre aus Silicon Valley machen die Gewinne und wir alle liefern den Daten-Wust dafür. Es höhlt die Mittelschicht aus, und macht die Kluft zwischen arm und reich immer größer. Voyeurismus und Narzissmus feiern fröhliche Urständ. Das www. produziert statt Aufklärung die Herrschaft des Pöbels. Wir schicken Datenpakete im Netz hin und her und merken nicht, wie wir von den sozialen Netzwerken ausgenutzt und immer abhängiger werden. Fast 300 Milliarden Nachrichten werden pro Jahr im Netz verschickt. 78 Prozent davon sind nutzlose Spams. Amazon, Google, Twitter, Facebook müssen von der Politik kontrolliert werden, denn die Menschen werden zu bloßen Annoncen im Werbegeschäft gemacht. Der Autor fordert von uns verantwortungsvolle Selbstbeschränkung: “Aber die Regierungen müssen nicht nur Google die Stirn bieten.“ Andrew Keen reitet im Parforceritt eine Attacke gegen die Internet-Giganten. Seine Analyse ist faktenreich, präzise klar, doch wie wir den coolen Kapitalismus in der „grenzenlosen“ Zukunft bändigen, da bleiben die Rezepte des Autors etwas dünn und dürftig. Dennoch gehört das kritische Buch in die Hand aller digitalen Analphabeten, vor allem der Politiker.

das digitale Internet-Debakel

Von: Tintenbloggerin Datum: 10.03.2015

tintenbloggerin.de

Ich glaube, ich muss mich am Anfang dieser Rezension ein wenig selbst rechtfertigen: Ich liebe das Internet. Ich liebe die Möglichkeiten der Vernetzung, der Informationsbeschaffung und auch die Bequemlichkeit bei vielen Tätigkeiten. Umso gespannter war ich auf dieses Buch, welches mich doch vom Gegenteil überzeugen soll. Irgendwie, aber irgendwie auch nicht… Achso: diese Rezension ist einer Mischform aus Rezension und eigener Meinung zum Thema, nichts ist allgemeingültig sondern eben lediglich meine Meinung.

Andrew Keen teilt meine Meinung nicht, er ist nicht der Meinung, dass Google ein nettes Hilfwerkzeug ist. Im Gegenteil: Für ihn sind die Internetgiganten unser Untergang. Leider muss ich zugeben, dass sich das gerade total hochtrabend anhört und ich auch Mühe habe, Keen so widerzugeben, dass es verständlich ist.

Schauen wir uns mal die aktuellen Nachrichten in der Netzwelt an: Wie oft stoßen wir auf Debatten über Datenschutz (Ich sag nur Apple Watch…) und ähnliches? Im Grunde sollte uns das zu denken geben, auch wenn viele jetzt sagen: „Ich habe nichts zu verbergen“ – ich auch nicht, aber Daten können auch immer gegen einen verwendet werden (Im Apple Fall können z.B. Krankenkassen profitieren). Und viele von uns wissen, was wir für Möglichkeiten im Internet haben, aber wenn wir mal so darüber nachdenken: Welche Seiten nutzen wir wirklich? Google, Facebook, Instagram, Twitter, Blogger, Amazon? Im Prinzip kann ich nur für mich selbst sprechen, aber ich habe gerade 2 Seiten geöffnet, die eine Google, die andere Facebook. Und diese Internetriesen verdienen sich an uns und unseren Daten dumm und dämlich, im wahrsten Sinne – denn sie halten uns für dumm und dämlich, denn ansonsten würden wir ihnen unsere Daten nicht so bereitwillig geben.

So werden die großen immer größer und die kleinen immer kleiner – zu sehen an Amazon, welche z.B. gerade versuchen, unseren geliebten Buchhandel zu übernehmen, oder die Spielwaren-Branche, Drogerien und vieles, vieles mehr… Dadurch verlieren Millionen, wenn nicht Milliarden ihre Jobs. Immer mehr Dienste wechseln zu den Großen, die Alternativen werden dafür immer kleiner. Ein Monopol entsteht.

Andrew Keen gehörte selbst zum „Silicon Valley“, er weiß wie der Hase läuft (und laufen soll). Und genau das macht ihn glaubwürdig: er schildert seine Meinung nicht (wie ich) nur aufgrund vom hören-sagen, sondern er kennt die Ziele und Prognosen. Und „Angst-macherei“ hin oder her, ich hatte nicht den Eindruck, dass er dem Internet komplett negativ eingestellt ist – sondern dem, was wir daraus machen. Und genau das macht das Ganze so erschreckend. Er warnt, dass wir jetzt die Notbremse ziehen sollen, bevor es zu spät ist und uns das Internet weniger nutzt als schadet – finde ich völlig in Ordnung so.

Das Buch weckt einen auf, es zeigt, dass etwas passieren muss, sowohl in unserer Handlungsweise, Naivität aber auch in Wirtschaft und Politik.

Bisschen Kritik muss noch sein: Nicht nur die Großen sind an dem Dilemma schuld, denn uns allen ist bewusst, dass wenn wir dieses und jenes im Internet bestellen anstatt im örtlichen Geschäft, dass dieses Geschäft sich irgendwann nicht mehr halten kann – wenn wir bereit sind, diese Konsequenzen zu tragen, ist das auch unsere Schuld.
Ebenso hat das Internet Arbeitsplätze und Branchen zerstört – gleichzeitig aber andere aufgebaut (Webdesign usw.). Ich hätte mir gewünscht, dass Keen die positiven Aspekte mehr hervorhebt, denn ansonsten könnte man das Buch auch schnell als Hasstirade abstempeln (kam mir aber nicht so vor). Jede Medaille hat 2 Seiten, und ich habe den Eindruck, dass Internet hat 20 Seiten, oder sogar mehr.

Entschuldigt, dass dieses keine klassische Rezension ist. Dadurch, dass es keine Geschichte ist, kann ich Spannung und Co. nicht bewerten, da ich diese Debatte für eine reine Meinungsgeschichte halte, die man so einfach nicht abstempeln kann. Dennoch denke ich, dass ihr einen groben Überblick über den Inhalt bekommen konntet und freue mich über eure Meinungen! :)

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