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Doris Lessing

Das fünfte Kind

Roman

Mit Nachwort von Annette Mingels
Originaltitel: The Fifth Child
Aus dem Englischen von Eva Schönfeld

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2134-1
€ 17,90 [D] | € 18,40 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis

Verlag: Manesse

Erscheinungstermin: 17. März 2008
Dieser Titel ist lieferbar.

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» Taschenbuch

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Eine kluge Parabel auf den Einbruch des Schicksalhaft-Befremdlichen in ein rational geordnetes Dasein

Was macht den Menschen aus? Wo liegen seine naturgegebenen Grenzen? Und in welches tiefe moralische Dilemma kann konsequente Menschlichkeit führen? – Doris Lessings Roman ist der packende Psychothriller einer Durchschnittsfamilie, deren trautes Heim sich durch das fünfte Kind in die Hölle auf Erden verwandelt.

Harriet und David Lovatt haben sich gegen den Zeitgeist ihrer Generation, der 68er, den Traum eines gutbürgerlichen Lebensstils erfüllt. Luke, Helen, Jane und Paul heißen ihre vier Sprösslinge. Als noch ein Nachzügler in ihr Leben tritt, wird alles anders. Durch Ben sehen sie sich plötzlich mit dem konfrontiert, was sie bislang von sich fernhalten konnten: familiärer Zwist, Irritation, Abscheu, Gewalt. Sowohl äußerlich als auch von seiner Wesensart erscheint ihnen das Kind als Eindringling aus einer anderen Welt. Nach heftigen inneren Kämpfen ist es schließlich die Mutter, die sich ganz bewusst dem Unergründlichen aussetzt und ihr Schicksal mit allen Konsequenzen in Kauf nimmt.

In seiner Ambivalenz ist «Das fünfte Kind» eines der mitreißendsten Werke der Nobelpreisträgerin Doris Lessing (geb. 1919) – ein subtil erzähltes Familiendrama und zugleich eine hintergründige Parabel auf unsere Epoche, die alles Befremdliche auszublenden sucht und gerade deshalb von ihren düstersten Alpträumen heimgesucht wird. «Es ist das Verdienst des Romans», schreibt Annette Mingels in ihrem Nachwort, «alle einfachen Dichotomien von Gut und Schlecht, Richtig oder Falsch aufzulösen … Vor Ben versagen die Gewissheiten der Moderne.»

«Der Scheinwerfer dieser starken Prosa ist am Ende mehr und mehr auf eine Gesellschaft gerichtet, die Andersartige nicht verkraften kann oder will, und auf die Auswirkung unlösbarer moralischer Probleme … ‹Das fünfte Kind› ist … von einer seltenen Erzählenergie und einem humanen Engagement erfüllt, das den Lesenden angreift, nicht loslässt und die Stockholmer Wahl dieser Preisträgerin nachdrücklich bestätigt.»

Ruth Klüger, Literarische Welt (03.05.2008)

 
 
 
 

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