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Der letzte Engel

Kundenrezensionen (5)

€ 16,99 [D]
€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-15459-5

Erschienen: 01.10.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

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Virtuos, vielschichtig, überraschend - ein abgründiger fantastischer Thriller von SPIEGEL Bestsellerautor Zoran Drvenkar!

Motte ist sechzehn Jahre alt, als der Tod an seinem Fenster kratzt. An einem harmlosen Wochenende kurz nach Mitternacht bekommt er eine anonyme E-Mail:

sorry für die schlechte nachricht

aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein

wir wollten nur, dass du das weißt

Mieser Scherz, denkt Motte, wird aber dennoch ein wenig nervös und beschließt, die Nacht durchzumachen. Natürlich schläft er ein und natürlich wacht er auf - und fühlt sich wie immer.

Bis darauf, dass sein Herz nicht mehr schlägt. Und dann sind da noch diese zwei Flügel auf seinem Rücken ...

"Ein bizarrer Thriller voller Fantasy und schwarzer Romantik."

Kulturzeit, 3SAT (05.10.2012)

DIE BÜCHER DES AUTORS IM ÜBERBLICK

Die JanBenMax-Reihe

Drei Brüder im Reich der Fantasie: Witzig, tollkühn und unglaublich einfallsreich. Ab 7 Jahre.

Der letzte Engel

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Zoran Drvenkar (Autor)

Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller und schreibt Romane, Gedichte und Theaterstücke über Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zoran wurde für seine Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und lebt heute in der Nähe von Berlin in einer ehemaligen Kornmühle.

"Ein bizarrer Thriller voller Fantasy und schwarzer Romantik."

Kulturzeit, 3SAT (05.10.2012)

"Zoran Drvenkar wirbelt in seinem tollkühnen Thriller Raum und Zeit durcheinander."

NZZ (05.12.2012)

"Nichts für Zartbesaitete, aber überirdisch spannend und schön."

Stuttgarter Nachrichten (28.12.2012)

"Wer einen anspruchvollen, abwechslungsreichen und spannenden Thriller sucht, ist bei Der letzte Engel genau richtig."

Westdeutsche Zeitung (Miriam, 15 Jahre) (15.12.2012)

"Raffiniert konstruierte Erzählstränge!"

Büchermarkt, Deutschlandfunk (24.11.2012)

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ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 432 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-15459-5

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbj

Erschienen: 01.10.2012

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Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

zieht so manchen Glauben in Bezug auf Engelswesen, ihren Ursprung und ihre Aufgabe in eine zweifelhafte Position

Von: Schattenkämpferin Datum: 08.09.2015

www.schattenwege.net

Eine richtige Zusammenfassung des Inhalts scheint auch nach mehreren Tagen des Sackenlassens nahezu unmöglich, daher sei vorab nur folgendes gesagt: "Der letzte Engel" ist ganz sicher nicht das, was der Leser gemäß Klappentext erwarten würde. Selbst der genannte Protagonist Motte trägt in diesem Buch, das offensichtlich nur der erste Band einer mehrteiligen Reihe ist, nur einen kleinen Teil zur Geschichte bei. Vielmehr wird der Leser auf eine interessante und spannende Weise angefüttert und fragt sich schon während des Lesens, wohin denn all das führen soll und wann eigentlich mit Nachschub zu rechnen ist. Beide Fragen werden während der knapp vierhundertdreißig Seiten nicht geklärt – denn wenn "Der letzte Engel" eines ganz sicher schafft, dann ist das das Wecken einer unstillbaren Neugierde auf die Fortsetzung.
Was sowohl vom Verlag als auch vom Autor eine ziemlich raffinierte Strategie ist, denn bisher hat Zoran Drvenkar nichts darüber verlauten lassen, dass man von ihm eine mehrteilige Fantasy-Thriller-Reihe erwarten kann, und auch der Verlag vermittelt beim Bewerben vom neuesten Werk des Autors nicht den Eindruck auf weitere Teile. Doch beim Lesen wird ziemlich schnell klar, dass die Thematik, die in Der letzte Engel angeschnitten wird, unmöglich in diesem einen Buch zufriedenstellend abgehandelt werden kann und auf jeden Fall noch einiges folgen muss. In welcher Form das passieren wird, bleibt auch nach Beendigung des Buches offen – lediglich ein “Ende vom ersten Teil“ wird dem Leser hier zugestanden – und so weit war er inzwischen dann auch schon gekommen.

Was dem Leser ebenfalls recht schnell auffällt, ist die unglaubliche Recherche, die Zoran Drvenkar für diesen Roman hinter sich haben muss. Denn es geht bei Weitem nicht nur um einen Jungen, der eine seltsame Mail erhält und am nächsten Morgen quasi tot aufwacht, dieser ist nur ein kleines Bruchstück in einem riesigen Gebilde aus phantastischen, historischen, biblischen und Thriller-Elementen. Allein die verschiedenen Schauplätze in unterschiedlichen Zeitepochen sind bewundernswert arrangiert, die agierenden und mitunter berühmten Charaktere allesamt authentisch dargestellt und die Geschichte verspricht bereits auf den ersten Seiten eine derartige Komplexität, dass dem Leser von den vielen Informationen schnell der Kopf schwirrt, er trotzdem nicht in der Lage ist, das Buch zur Seite zu legen. Denn Sprache und Aufbau der Story sind so rasant, was auch das Lesen sehr schnelllebig gestaltet, dass trotz der Verwirrung durch die Sprünge zwischen den verschiedenen Zeiten und Charakteren kaum ein Luftholen möglich ist. Konzentriertes und wiederholtes Lesen mancher Stellen ermöglicht schließlich auch das Entwirren einiger Knotenpunkte, insgesamt bleibt "Der letzte Engel" jedoch schwierig und eignet sich wahrscheinlich eher für erwachsene Leser als für Jugendliche.
Vor allem die Engelsthematik bekommt in Drvenkars Roman ein ganz neues Gesicht und stellt alles, was bisher dazu auf dem erzählerischen Buchmarkt zu finden ist, deutlich in Frage. Auffällig hierbei ist, dass es keinen offensichtlichen Bösewicht gibt, sondern vielmehr beide Seiten ihre guten und schlechten Argumente haben – und diese auch zur Genüge (und zur Unterhaltung des Lesers) betonen. Während am Anfang noch eine recht eindeutige Position bezogen werden kann, wird im Laufe des Buches immer undeutlicher, auf wessen Seite der Leser sich schlagen sollte. Denn sowohl die „Familie“ als auch die „Bruderschaft“ haben ihre Vorzüge, die sie gut zu inszenieren wissen. Und obwohl Motte als vermuteter Hauptcharakter von allen Figuren am wenigsten mitkriegt und erklärt bekommt, ist der Leser selbst immer auf aktuellem Stand. Auch diese Tatsache sorgt für einige Verwirrung, zeigt aber auf, dass Motte eben nicht die Hauptfigur des ganzen Gebildes darstellt.

Zoran Drvenkar hat sich wirklich Mühe gegeben, als er die Geschichte des letzten Engels entwickelt hat. Eine gründliche Recherche bringt dem Leser verschiedene Punkte näher und selbst Historikmuffel finden in "Der letzte Engel" so manche Information, die ihre Neugier zu wecken versteht. Die Mischung aus den verschiedensten Genre-Komponenten ist mit Bedacht ausgewählt und zusammengestellt – im Grunde gibt es kaum einen literarischen Bereich, den dieser Roman nicht abdeckt. Natürlich nicht in vollem Maße, das wäre beim verhältnismäßig geringen Umfang auch gar nicht möglich, es ist jedoch zu vermuten, dass der Großteil der Leser auf seine Kosten kommen wird. Ein Griff zum vermeintlichen Jugendbuch lohnt sich also in jedem Fall, nicht nur für die jungen Leser, auch wenn nach Beendigung so manche Frage offen bleibt und der hoffentlich baldigen Fortsetzung mit Ungeduld entgegen geblickt wird.

Fazit:

Für ein Jugendbuch mit Empfehlung ab 14 Jahren ist "Der letzte Engel" sehr komplex und anspruchsvoll. Selbst erwachsene Leser könnten bei den Sprüngen zwischen Zeit und Charakteren ihre Probleme haben. Mit diesem offensichtlichen Reihenstart wirft Zoran Drvenkar jedoch nicht nur eine Menge Fragen auf, sondern zieht auch so manchen Glauben in Bezug auf Engelswesen, ihren Ursprung und ihre Aufgabe in eine zweifelhafte Position. Spannend zu betrachten ist also nicht nur die Entwicklung der Geschichte selbst, auch die kommenden Reaktionen darauf dürften einigen Staub aufwirbeln.

Wertung: 4 von 5 Schwertpaaren

Handlung: 3,5 / 5
Charaktere: 4,5 / 5
Lesespaß: 3,5 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5

Der letzte Engel

Von: Svanvithe Datum: 03.08.2015

svanvithe.blogspot.de

"Das Leben ist manchmal voller Zufälle, das Leben ist manchmal voller Absichten." (Seite 371)

Kannst du dir das vorstellen? Du denkst an nichts Böses, und dann bekommst du eine E-Mail, in der steht, dass du am nächsten Tag tot bist. Du glaubst, einer erlaubt sich einen Scherz mit dir und lachst, als du dich am nächsten Morgen noch lebendig fühlst. Und doch musst du begreifen, oder zumindest es versuchen, dass MOTTE, der du bisher warst, tatsächlich tot im Bett liegt und nicht mehr atmet. Und dass dir auf deinem Rücken Flügel wachsen.

Da vergeht dir echt das Lachen, und Verwirrung macht sich in dir breit. Denn deine Zukunft sieht nicht rosig aus: Du wirfst keinen Schatten, dein Herz schlägt nicht, und am nächsten Pinkelwettbewerb darfst du nicht teilnehmen, weil dir das Werkzeug fehlt. Da ist es ein schwacher Trost, dass dich dein bester Freund Lars sehen kann. Denn dein Vater kann es nicht.

Jetzt bist du DER LETZTE ENGEL.

Und es ist der Anfang von etwas Neuem.
Oder das Ende?
Oder das Mittendrin?
Jedenfalls ist es ein Hin und Her.
Eine Irrfahrt. Für dich. Für den Leser.
Zwischen die Zeiten.
Zwischen die Welten.
Zwischen die Interessen.

In ein Haus nach Irland, in dem acht Mädchen und ihre Gouvernanten gemeuchelt werden. Es gibt nur eine einzige Überlebende: MONA, die Erinnerungen der Person abrufen kann, die sie berührt. Und sich einen weiteren ENGEL damit an Land zieht: ESKO. Das ist der, der später die E-Mail schreibt. Aber das nur am Rande. Verantwortlich für das Massaker zeichnet LAZAR, ein Söldner, der aussieht wie Christopher Walken, ein schwer bis gar nicht zu durchschauender Typ.

Der Leser lernt viele weitere Protagonisten kennen, unter anderem zwei Gräfinnen, die Brüder Grimm und den Zaren in Sankt Petersburg. In einem Moment ist es 1815, dann wieder heute, und erneut wandert der Leser in die Vergangenheit. Fliegende Wechsel allenthalben. Daneben abstruse Experimente, viele sterbende Jungen, die meisten davon tun dies nicht freiwillig, eine Bruderschaft, die (sogenannte) Familie, über deren Zweck und Ziele der Leser wenig Klarheit erhält. Gleichzeitig lässt sich die Frage nach Gut oder Böse nicht beantworten. Eine ständige Ungewissheit liegt über dem Geschehen.

Die vielen unerwarteten Zeitsprünge und Positionswechsel und die Informationsdichte verlangen hohe Aufmerksamkeit vom Leser. Gekonnt werden nicht nur Zeitepochen und Schauplätze und Zeitformen, sondern auch das biblische ENGELsmotiv mit fantastischen Fäden verwoben. Denn Zoran Drvenkar greift die Thematik der Existenz von ENGELN auf eine besondere Weise auf. Seine ENGEL sind männlich, gleichwohl (im wahrsten Sinne des Wortes) geschlechtslos.

So erscheint die Geschichte des letzten ENGELS zwar äußerst komplex und unübersichtlich. Trotzdem reizen die zügigen Wechsel den Leser zum Weiterlesen, bannen ihn ans Buch und lassen ihn hoffen, einen angefangenen Faden verfolgen zu können. Allerdings hält er oft ein loses Ende in der Hand, so dass sich der Sinn (noch) nicht begreifen lässt.

Dadurch bleibt die Charakterisierung der Figuren manchmal etwas auf der Strecke, der Leser entwickelt zum Teil nur andeutungsweise Sympathie und Ablehnung.

Mit MOTTE trifft der Leser auf einen Jungen einnehmenden Wesens, mit dem er sich identifizieren kann, weil er vielleicht ein wenig träge, aber trotzdem mit seiner Zuversicht versehen ist, dass er alles packen wird, was auf ihn zukommt. Ihm zur Seite steht Lars, sein bester Freund, nicht der Mutigste, der erst wegrennt, den aber danach sein Ego schüttelt und fragt, ob er denn vollkommen ohne Ehre und Würde wäre. Das ist er natürlich nicht. Und auch Rike muss erwähnt werden, das Mädchen, bei dem Motte von Liebe spricht, und die es wert ist.

Äußerst geschickt positioniert der Autor historische Personen in der Geschichte und haucht diesen gleich den fiktiven Figuren Leben ein, spielt mit dem ihm dadurch gegebenen Möglichkeiten.

Zoran Drvenkars Erzähltempo ist durchaus rasant und anspruchsvoll, dürfte den jugendlichen Leser jedoch nicht überfordern. Wer sich darauf einlässt, den erwartet ein mitreißendes Abenteuer, dessen offenes Ende und ungelösten Fragen zugegebenermaßen einerseits nicht befriedigt, andererseits jedoch zum Lesen der Fortsetzung verlockt.

"Sucht den Schlüssel, der das Tor zu den Engeln öffnet. Und suchen müsst ihr, denn der Schlüssel ist verborgen im Kern des Lebens, verborgen tief in den Gebeinen. Denn wie das Wasser die Erde erweckt, werden es vier Engel sein, die uns erwecken." (Seite 212)

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