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Der neue Tugendterror Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland

Kundenrezensionen (3)

€ 22,99 [D]
€ 23,70 [A] | CHF 30,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04617-8

Erschienen: 24.02.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Doch im Alltag begegnet man so manchem Denk- und Redeverbot. Thilo Sarrazin analysiert in seinem neuen Buch den grassierenden Meinungskonformismus. Wer Dinge ausspricht, die nicht ins gerade vorherrschende Weltbild passen, der wird gerne als Provokateur oder Nestbeschmutzer ausgegrenzt.

Mit gewohntem Scharfsinn prangert Thilo Sarrazin diesen Missstand an, zeigt auf, wo seine Ursachen liegen, und benennt die 14 vorherrschenden Denk- und Redeverbote unserer Zeit.

Thilo Sarrazin (Autor)

Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik, ein Querdenker, der sich nicht scheut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen.

Als Fachökonom war er Spitzenbeamter und Politiker, er war verantwortlich für Konzeption und Durchführung der deutschen Währungsunion, beaufsichtigte die Treuhand und saß im Vorstand der Deutschen Bahn Netz AG. Von 2002 bis 2009 war er Finanzsenator in Berlin, anschließend eineinhalb Jahre Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

Sein Buch »Deutschland schafft sich ab« (2010) wurde ein Millionenerfolg und löste eine große gesellschaftliche Debatte aus. Bei der DVA erschien zuletzt von ihm »Europa braucht den Euro nicht« (2012).

12.07.2016 | 19:00 Uhr | Hamburg

Podiumsdiskussion mit Thilo Sarrazin, Roland Tichy, Henning Völpel
Moderation: Martina Fietz (Focus)


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Elbarkaden
Hongkongstraße 2-6
20457 Hamburg

09.09.2016 | 20:00 Uhr | Bernau

Vortrag/Gespräch



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Stadthalle Bernau
Hussitenstr. 1
18321 Bernau

22.09.2016 | 20:00 Uhr | Wittenberge

Vortrag/Gespräch
Moderation: Dr. Manfred Osten


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Kultur- und Festspielhaus Wittenberge
Paul Lincke Platz 1
19322 Wittenberge

29.09.2016 | 20:00 Uhr | Heinsberg

Vortrag/Gespräch



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07.10.2016 | 19:30 Uhr | Weinböhla

Vortrag/Gespräch
Veranstalter: media art



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Zentralgasthof Weinböhla
Kirchplatz 2
Weinböhla

Tel. 035243560017

01.12.2016 | 19:30 Uhr | Suhl

Vortrag/Gespräch
Veranstalter: media art


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Mehr Infos

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04617-8

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 24.02.2014

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Thilo Sarrazin, Der neue Tugendterror

Von: Beeinflussung aus Bonn Datum: 17.09.2015

Wer die ersten beiden Bücher gelesen hat oder nicht, sollte dringend "Der neue Tugendterror" lesen, da beide Bücher inzwischen aktuell stattfinden! In deinem neuen Buch fasst der Autor seine persönlichen Erfahrungen zusammen, welche in sachkundiger weise eine Beeinflussung der Gesellschaft aufdeckt und erklärt, wo die Bedrohungen unserer Kultur stattfindet.
Unbedingt empfehlenswert!

»Der neue Tugendterror. Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland« von Thilo Sarrazin

Von: Shaakai Datum: 17.03.2015

https://bibliophiline.wordpress.com/

Das Enfant terrible Thilo Sarrazin, bekannt durch seinen 2010 erschienenen Aufreger »Deutschland schafft sich ab« (DVA), wartet auch dieses Jahr wieder mit einem Buch auf, in dem er wiederholt versucht, den Leser auf Mißstände in der Gesellschaft Deutschlands hinzuweisen. Dabei kommt »Der neue Tugendterror« (DVA) erst wie eine Verteidigungsschrift seines ersten Buches daher. Auf mehr als einhundert Seiten erläutert Sarrazin in allen Facetten, wieso in ihm der Wunsch kam, ein Buch über die neuen Varianten des Tugendwahns verfassen zu wollen. Dabei rückt er »Deutschland schafft sich ab« wiederholt ins Zentrum des Interesses und führt genußvoll Fehler der Journalisten und Kritiker vor, die nach Sarrazins Auffassung das Buch wohl nie gelesen hätten. Und wenn doch, dann hätten sie es nicht verstanden.

Man merkt ihm dabei sichtlich die Befriedigung an, es auf diese Weise den doch manchmal recht harsch und fast schon voreingenommenen vorgehenden Kritikern heimzahlen zu können. Doch auf den Leser wirkt es nach den ersten Seiten irgendwann so, als würde Sarrazin jetzt in seinem Neuwerk einfach eine geeignete Plattform suchen, um sein Werk, das doch recht durch die Medien geschleift wurde, jetzt doch noch verteidigen zu können und ihm Gehör zu verleihen. So manche Kritik sprach schon vom Buch eines gekränkten Mannes (ZEIT).

Zwischen den Zeilen erkennt man aber den roten Faden, der schlußendlich zum zentralen Thema des Sachbuches führt: der Terror falsch verstandener Tugend. Dabei bleibst Sarrazin aber wie gewöhnlich sehr sachlich und führt mittels eines geschichtlichen Abrisses über verschiedene Varianten der Unterdrückung freier Meinungsäußerung über das Postulat sittlicher Interessen ein, bis er zur Neuzeit und seinen Medien kommt. Gerade in der Macht der Medien sieht er den Schlüssel des neuen Tugendterrors. Tugend – an sich ein gutes Ding, aber wenn es zum Redeverbot für nicht konforme Aussagen wird, dann wird daraus die Terrorherrschaft der Tugend.

Im Mittelteil des Buches liegt, wenngleich das nicht der unbedingte Fokus Sarrazins Ausführungen ist, ein wirklich interessanter, lesenswerter Teil, in dem er soziopsychologische Experimente und Untersuchungen darstellt, um so eine Basis für seine weiteren Ausführungen zu schaffen, wie kollektive Meinungen gebildet, geformt und verändert werden können, sowie wie der unbedingte Glauben an die Gleichheit aller Dinge entstand und bis in unsere Zeit weiterentwickelt und verfeinert wurde.

An dieser Stelle möchte ich auch die Recherchearbeit ansprechen, die mich an diesem Buch zugegebenermaßen schon begeisterte, obwohl man es für ein Sachbuch eigentlich vorraussetzen sollte: Sarrazin machte sich einen umfassenden Blick (da frage ich mich doch, wer ihm bei dem Buch wirklich alles zur Seite stand) über die Forschungslage und Neuentdeckungen in der Forschung und belegt auch sämtliche Aussagen, die er trifft, mit den entsprechenden Belegen.

Im dritten Teil seines Buches kommt Sarrazin dann zu seinen sogenannten 14 Axiomen der neuen Tugend, worunter unter anderem Aussagen fallen wie »Die menschlichen Fähigkeiten hängen fast ausschließlich von Bildung und Erziehung ab « oder »Ungleichheit ist schlecht«. In diesen Axiomen und ihrer Widerlegung seitens Sarrazins weicht er stellenweise doch ganz enorm von einer sachlichen und nüchternen Schreibweise ab und gleitet desöfteren in die Satire oder gar Zynismus. Auch wenn er solches entschuldigend vorher andeutet, ein wenig fehl am Platze wirkt es deshalb trotzdem manchmal und etwas mehr Ernst hätte dem nicht schlecht getan. Witzig ist es trotzallem und man muß beim Lesen doch des öfteren herzhaft lachen. Trotzallem sollte man den Ernst der Sache dabei nicht vergessen.

Ein wenig mehr Biß hätte dem Ganzen dann aber doch noch gutgetan – aber dann wäre der Autor wohl wieder sehr ins Kreuzfeuer der Medien geraten, ist man doch mit Worten wie »Rassist« oder »Frauenfeind« ganz schnell bei der Hand. So bleibt es ein handzahmes Buch, das sich bis auf die Axiome der Polemik und des Sarkamus’ fernhält und lieber wissenschafttliche und pseudowissenschftliche Beiträge sammelt, um aus ihnen ein Bild zu formen, daß dem Leser die Realität in Deutschland vor Augen führen soll.

Flüssig zu lesen ist es ob seiner 400 Seiten allemal, aber nicht immer leicht verdauliche Kost. Sarrazin setzt bestimmtes Wissen und einen Schatz an Grundbegriffen beim Leser voraus und wer das nicht hat, wird schnell bei Abhandlungen verschiedener Philosophien und politischer Lehren aussteigen wollen. Daß der Fußnotenapparat sich gesammelt im Anhang des Buches fand, war ein doch umständlich; am Fuße der jeweiligen Seite befindlich, hätte den Lesefluß dann doch weniger unterbrochen.



Recht hat Sarrazin trotzdem in vielem, was er sagt. Gleichheit ist nicht das, was uns die neue Tugend lehren will. Und ob es nun Professorin oder Professx heißt – angemessene Entlohnung hat die Frau Professx deshalb noch lange nicht. Auf einem Pulverfaß sitzt er aber auch immer noch mit Vorliebe, das merkt man ihm an und auch wenn die Diskussionen bei seinem Buch nicht derart hochkochten, wie noch 2010/11, so merkt man die Debatte um die Gleichheit aller immer überall – der universelle Konformismus – doch wieder hochwallen.

Ich danke dem DVA, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

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