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Die Frauen des Lazarus Roman

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€ 21,99 [D]
€ 22,70 [A] | CHF 29,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75378-9

Erschienen: 16.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Das Leben des genialen Physikers Lazarus Lindt - erzählt aus der Perspektive der drei Frauen seines Lebens.

Lazarus Lindt ist ein Genie der Physik: Autodidakt, Einzelgänger, Wunderkind. Seine Ziehmutter Marusja liebt er auf eine Weise, die mit der Liebe zwischen Mutter und Sohn nicht viel gemein hat. Erst nach Marusjas Tod verliebt er sich ein zweites Mal. In Galina, eine junge Frau, die seinen Körper ebenso verabscheut wie den Sohn, den er ihr schenkt. Und doch wird sie es sein, die nach dem frühen Tod ihres Sohnes ihre Enkelin Lidotschka großzieht. Lidotschka lernt durch den Verlust ihrer Eltern und die hämische Gleichgültigkeit ihrer Großmutter früh, Schmerz zu ertragen. Doch es dauert, bis sie begreift, dass man manchmal bis zum äußersten Rand der Erde vordringen oder sogar sterben muss, um seine Liebe und sein Zuhause zu finden.

Marina Stepnowa (Autorin)

Marina Stepnowa wurde 1971 in Jeffremov, einer kleinen Stadt in der Region Tula, geboren. Sie wuchs in Moskau auf, wo sie heute noch lebt, und studierte dort am Gorki-Literaturinstitut sowie am Institut für Weltliteratur, außerdem arbeitet sie als Chefredakteurin und als Übersetzerin. Aus dem Rumänischen übersetzte sie das Drama „Der Stern ohne Namen“ von Mihail Sebastian, das in Russland an einer Reihe von Theatern aufgeführt wurde. Marina Stepnowa schreibt Romane und Erzählungen. Für „Die Frauen des Lazarus“ erhielt sie den Preis „Das große Buch“ 2012 und war im selben Jahr in der engeren Wahl für den „Nationalen Bestsellerpreis“ und den russischen „Booker-Preis“.


Kerstin Monschein (Übersetzerin)

Kerstin Monschein, geboren 1979 in Eisenstadt, Übersetzerstudium (Deutsch, Englisch, Russisch) in Graz und St. Petersburg. Übersetzungen von Marina Stepnowa, Andrej Kurkow u. a.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Russischen von Kerstin Monschein
Originaltitel: Zhenshchiny Lazarya
Originalverlag: ACT

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-75378-9

€ 21,99 [D] | € 22,70 [A] | CHF 29,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 16.03.2015

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Vergebliche Suche nach dem Familienglück

Von: YukBook Datum: 31.08.2015

www.yukbook.me

Treffender könnte der Titel dieses Romans von Marina Stepnowa nicht sein. Obwohl der geniale Physiker Lazarus Lindt und sein wissenschaftlicher Durchbruch genügend Stoff für eine Geschichte bieten würden, spielt er hier eher eine untergeordnete Rolle. Umso lebendiger werden die drei Frauen gezeichnet, die einen besonderen Bezug zu Lindt und seinem Aufstieg als gefeierten Wissenschaftler hatten.

Einer der spannendsten Momente war für mich die Begegnung zwischen dem bettelarmen Physiker und dem renommierten Professor Tschaldonow, der ihn in seinem Haus aufnimmt und ihm eine Stelle an der Fakultät für Physik und Mathematik verschafft. Unglücklicherweise verliebt sich Lindt in dessen gütige Frau Marusja. Seine Gefühle bleiben jedoch unerwidert. Nach Marusjas Tod verliebt er sich erneut, diesmal in Galina, die nicht gegensätzlicher sein könnte: selbstverliebt, geltungsbewusst und angsteinflößend. Galina profitiert von Lindts Aufstieg zum Jahrhundertgenie, entwickelt sich zu einer angesehenen Madame und legt sich einen Hofstaat zu. Doch auch in dieser Beziehung bleibt Lindt das ersehnte Liebesglück verwehrt. Im Gegenteil: Galina ekelt sich sowohl vor ihrem Mann als auch vor dem gemeinsamen Sohn Borik. Hier zeigt die Autorin ihre humorvolle Seite und spricht von einer Lindtophobie. Ich hatte Mitleid mit beiden Männern, besonders mit Lindt, der sich nichts sehnlicher wünscht, als eine glückliche Ehe zu führen wie seine Zieheltern. "Seine Genialität reicht nicht bis zu den simplen Gesetzen des alltäglichen menschlichen Lebens" heißt es an einer Stelle treffend.

Am Ende tritt endlich eine Frau zum Vorschein, die sich für Lindts Leben interessiert, allerdings erst nach seinem Tod. Es ist seine Enkelin Lidotschka, die sich zunächst vor ihrer unnahbaren Großmutter in ihre Bücher flüchtet und später das Familienglück findet, das sich Lindt so sehr gewünscht hatte.

Marina Stepnowa erzählt in bildhafter Sprache eine sehr bewegende Familiensaga und lässt dabei viele interessante geschichtliche Hintergründe über das Leben in Russland im 20. Jahrhundert einfließen.

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