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Die Glücklichen Roman

Kundenrezensionen (33)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87453-1

Erschienen: 16.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Ein großes Generationsporträt unserer Zeit

Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie oft in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Bei abendlichen Spaziergängen werden sie zu Voyeuren. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich.

Mit der Geburt ihres Sohnes wächst nicht nur ihr Glück, sondern auch der Druck und die Verunsicherung. Für Isabell erweist sich die Rückkehr in ihren Beruf als schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Gleichzeitig verdichten sich in Georgs Redaktion die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt damit ein leiser sozialer Abstieg. Isabell und Georg beginnen mit einem Mal zu zweifeln, zu rechnen, zu vergleichen. Jeder für sich. Je schwieriger ihr Alltag wird, desto mehr verunsichert sie, was sie sehen. Die gesicherten Existenzen mit ihren geschmackvollen Wandfarben sagen jetzt: Wir können, ihr nicht. Was vertraut und selbstverständlich schien – die Cafés, Läden, der Park, die Spielplätze mit jungen Eltern –, wirkt auf einmal unzugänglich. Gegenseitig treiben sich Isabell und Georg immer mehr in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht.

Kristine Bilkau zeichnet in ihrem Debütroman »Die Glücklichen« das präzise Bild einer nervösen Generation, überreizt von dem Anspruch, ein Leben ohne Niederlagen zu führen, die sich davor fürchtet, aus dem Paradies vertrieben zu werden.

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"Kristine Bilkau hat einen fabelhaft gelungenen Debütroman geschrieben, ebenso takt- wie kunstvoll, ganz ohne Händezittern und sehr lesenswert."

Hans-Jürgen Schings / Frankfurter Allgemeine Zeitung (02.05.2015)

Kristine Bilkau (Autorin)

Kristine Bilkau, 1974 geboren, war 2008 Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike in Berlin und 2009 Stipendiatin der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. 2010 erhielt sie das Stipendium des Künstlerdorfes Schöppingen und 2013 nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens des Literaturhauses München teil. Sie arbeitet als Journalistin und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Ihr erster Roman „Die Glücklichen“ wurde vom Feuilleton gefeiert und mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

"Kristine Bilkau hat einen fabelhaft gelungenen Debütroman geschrieben, ebenso takt- wie kunstvoll, ganz ohne Händezittern und sehr lesenswert."

Hans-Jürgen Schings / Frankfurter Allgemeine Zeitung (02.05.2015)

"Kristine Bilkaus Debüt "Die Glücklichen" ist mehr als ein Prekariatsroman. Es legt die Risse einer jungen Generation frei, die an der modernen Arbeitswelt scheitert."

Björn Hayer / ZEIT ONLINE (23.03.2015)

""Die Glücklichen" hat etwas zu erzählen über diese Generation, das es so womöglich noch nicht zu lesen gab."

Maren Keller / SPIEGEL ONLINE (18.03.2015)

"Kristine Bilkau hat diesen großartigen Roman geschrieben über die Generation 30+ - eine Generation, die hohe Ansprüche ans Leben stellt und an Scheitern nicht denken will."

Natascha Geier / NDR-Kulturjournal (30.03.2015)

„In nüchternen, manchmal vorsichtig elegischen Sätzen schildert sie, wie die Kleinfamilie klarzukommen versucht mit dem Absturz ins kreative Prekariat.“

Wolfgang Höbel / DER SPIEGEL (11.04.2015)

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10.11.2016 | 20:00 Uhr | Hamburg

Lesung

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Petzolddamm 143
22175 Hamburg

Weitere Informationen:
Bramfelder Kulturladen

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87453-1

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 16.03.2015

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Die Glücklichen

Von: Madame Flamusse Datum: 12.06.2016

https://reingelesen.wordpress.com/

Die Glücklichen, ein Titel der Anderes vermuten läßt als es ist. Aber irgendwie passt er - denn es geht den Protagonisten darum ein gutes, ein glückliches Leben zu führen. Ja wer möchte das nicht. Glück, darunter versteht wohl jeder etwas ganz Eigenes.

Die Geschichte dreht sich um ein Paar mit Kind. Sie leben in einem gutem Viertel, in einem schönem Altbau und haben schöne Berufe. Er Journalist und Sie Cellistin. Sie bekommen ein gesundes Kind, den Matti. Ihnen geht es so gut, das Sie Essen gehen können und im Bioladen Kunden sind.

Am Anfang folgen Wir Ihr, Isabell. Ihren Gedanken und Wahrnehmungen. Vollblutmusikerin, mit dem Traum damit genug Geld zu verdienen, am Ende damit auch bekannter zu werden. Ehrgeizig. Irgendwie auch ein bisschen verwöhnt. Eine sehr liebevolle Mutter, die die Zeit zu Hause mit Ihrem Kind genießt. Aber irgendwann muß es wieder losgehen mit der Arbeit. Es braucht den Verdienst und auch möchte Isabell den Anschluß nicht verlieren. Aber es fällt Ihr schwer zurück zu kehren ins allabendliche Orchester, als Musikerin bei einem Musical. Wo Sie alle nur im Orchestergraben sitzen. Sie bekommt Probleme und Ihre Hand zittert, Ihr Arm macht Probleme. Zwischen An- und Entspannung, loslassen, festhalten, fließend spielen.

Georg hat andere Träume, er liebt seine Familie sehr und sieht sich als Versorger seines kleinen Rudels. Als dann plötzlich seine Zeitung "schließt" bringt ihn das in eine riesen Bredouille. Er fühlt sich unter Druck und flüchtet in den Traum vom eigenen Häuschen auf dem Land. Eine kleine Obsession.

Beim lesen bin ich schnell im Kosmos "der Glücklichen" versunken, und jetzt wo ich wieder daraus aufgetaucht bin finde ich es schwierig es so zu fassen das ich wahrheitsgemäß davon erzählen kann. Ich finde, nebenbei bemerkt, das auch hier der Klappentext mal wieder andere Bilder erzeugt, Bilder die dem was vor sich geht, nicht entsprechen.

Isabell denkt und fabuliert sich regelrecht einen Abstieg herbei, wie zurechtgelegt, damit man gerüstet ist wenn es soweit kommt. Noch schnell ausnutzen und genießen daß es noch nicht soweit ist. Letzte verzweifelte Einkäufe im Delikatessenladen und im Designgeschäft. Georg dagegen will jeden Euro Zusammenhalten, will sparen und sucht Auswege, auch auf dem Land. Noch das beste aus allem machen wollend. wirklich reden können Sie nicht, auch geben Sie sich durch die Umstände eher die Klinke in die Hand. Muß ja alles weitergehen.

"Eigentlich sollte ich in der Welt unterwegs sein.... "

Ja in Krisenzeiten, da lernt man die Menschen erst wirklich kennen, da zeigen sich Charakter und Wesen mehr als wenn alles palletti ist und gut läuft. Ich finde es wirklich gelungen wie Kristine Bilkau das alles schildert. Ein kleiner Auschnitt, der aber so wichtig und so ausschlaggebend ist, für alles was kommt, für Isabell, Georg und Matti. Schlüsselmomente, Veränderung. Sie be_schreibt wunderbar diese kleinen, wichtigen Gedankengänge und Momente, die Entwicklung der Beiden und die Veränderungen im Umfeld. Alles irgendwie Hand in Hand. Ein Besuch in einer Familie, wir dürfen hinter die Fassaden schauen, wir dürfen sehen was sonst keiner sieht. Ein gutes Buch, eine gelungene Erzählung mit einem feinem Gespür und Einfühlungsvermögen geschrieben.

Das Buch bekam den Hamburger Förderpreis für Literatur. Inzwischen geht es mir so wenn ich lese Verlag Luchterhand, das ich Qualität erwarte, und die habe ich wieder bekommen. Sehr schönes Debüt. Und wie immer ist man gespannt was weiter kommen mag von der Autorin.

Kristine Bilkau: Die Glücklichen - Eine Leserunden-Erfahrung

Von: Phil in Wien Datum: 04.04.2016

www.phil-wien.at

Das aktuelle Buch der Leserunde ist ein in vielerlei Hinsicht überraschendes Buch, aber eines, das erst auf den zweiten Blick überrascht. Um diese aber erst einmal mitbekommen oder schätzen zu können, muss man eines schaffen: sich unvoreingenommen auf die Geschichte einlassen.

Und wenn man irgendwo lernt, sich auf Stoffe, Stile, Geschichten und Themen einzulassen, dann in meiner Leserunde, wo abwechselnd der/die jeweilige GastgeberIn das Buch vorschlägt. Oft sind da ganz großartige Bücher dabei, auf die man alleine nie gekommen wäre, oft sind es aber auch Bücher, auf die man hätte verzichten können.

Wie ist das jetzt aber mit Kristine Bilkas Erstling?

Die Story
Cover Bilkau die Glücklichen
Quelle
Isabell und Georg sind ein urbanes Bobo-Paar. Und zwar eines mit Kleinkind. Hier ist die erste Falle im Buch eingebaut, der man nicht auf den Leim gehen darf. Dazu später mehr.

Die Geschichte jedenfalls, die geht so:

Isabella ist Cellistin und schafft nach der Babypause den Wieder-Einstieg ins Berufsleben nicht, aufgrund einer ausgewachsenen Depression, die sich in Auftrittsangst, Lampenfieber und vor allem Fehlleistungen und Krämpfen in ihrer Bogenhand manifestieren. Sie schafft es aber nicht über ihre Probleme mit Georg zu reden.

Georg wiederum ist Journalist und verliert schuldlos seine Festanstellung. Plötzlich stehen die beiden mit der Verantwortung für ihr Kind und sich selbst alleine da und driften immer weiter auseinander – beide unfähig die größer und größer werdende Kluft zwischen sich und ihren eigenen Ansprüchen bzw. zwischen sich und dem Partner zu überwinden. Ihre Leben und ihre Beziehung drohen zu scheitern.
Wie die Geschichte weitergeht und wie`s der Leserunde gefallen hat, gibt es hier: http://www.phil-wien.at/2016/04/kristine-bilkau-die-gluecklichen/

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

Richtig beigeistert

Von: Tina Krauskopf aus Neumünster Datum: 21.07.2015

Buchhandlung: Lübbert + Hieronymus BUCH & medien Vertriebs-GmbH

Richtig begeistert hat mich die Bilkau. Ich habe mich in so vielen Punkten direkt angesprochen gefühlt. Ich mag ihre Sprache, dieses Einfühlungsvermögen und die Sicht auf die Lebenssituation heute, in der vieles anders, aber nicht unbedingt besser oder einfacher ist. Diese ganzen gut ausgebildeten Menschen, diese Gratwanderung und manchmal der tiefe Fall. Es hat mich wirklich tief berührt, vieles aufgewühlt...

Kristine Bilkau gehört zu den jüngeren deutschen Autoren, die es meisterhaft verstehen, den Alltag, das Leben und die Probleme der Ü-30 Generation vor einem politisch, gesellschaftlichen Hintergrund authentisch und völlig schnörkellos zu erzählen.

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