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Die Kochgarage - Das Kochbuch Über 60 Rezepte aus 15 Kühlschränken - Mit einem Vorwort von Tim Mälzer

Kundenrezensionen (2)

€ 24,99 [D]
€ 25,70 [A] | CHF 33,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch, Halbleinen ISBN: 978-3-517-09323-9

Erschienen: 02.03.2015
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Multi-Kulti-Rezepte einer weit gereisten Köchin

Hier kommt das erste Kochbuch der Münchner KOCHGARAGE. Das multikulturelle Team zeigt in coolen Bildern und Texten, dass Kochen „easy-going“ ist. Frei nach dem Motto: Traut Euch zu improvisieren.

Das KOCHGARAGE-Kochbuch ist eine kulinarische Unabhängigkeitserklärung für jeden Tag. 15 Kühlschränke werden aufgemacht und daraus über 60 authentische Rezepte entwickelt, die die KOCHGARAGE in vielen Ländern der Welt gefunden hat. Wenn Ihr mal eine Zutat nicht zu Hause habt, kein Problem – fast jedes Lebensmittel oder Küchengerät ist ersetzbar. Und selbst mit dem, was übrig bleibt, macht das Buch „restlos glücklich“.

Rezepte, Tipps und Tricks aus der Kochgarage Zum Special

Graciela Cucchiara (Autorin)

San Isidoro bei Buenos Aires/Argentinien, späte Fünfzigerjahre. Neben dem Herd ihrer Großmutter lässt sich Graciela vom Vater eine Miniküche installieren und legt los. Jeden Mittag. Mit den Rezepten ihrer Oma. Schnell wird klar: Hier wächst eine der originellsten Event-Köchinnen unserer Tage heran. Also, der damals 7-Jährigen ist das klar. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Schon wenige Jahrzehnte später geht es los: 5 Millionen Fernsehzuschauer blicken ihr am Herd über die Schulter. Sie kocht mit den Händen und wickelt alle in der Show "The Taste" um den Finger. Zu Hause in München kochen sie und ihr Team jeden Abend mit rund 40 Gästen. Es wird viel improvisiert. Alles ist da, nichts ist perfekt. Was sonst noch wichtig ist: 2 Geschwister, 5 Neffen, Berufe von der Musiktherapeutin und Fotografin bis zur Grafikerin, Reisen um den ganzen Erdball, gelebt in Argentinien, Italien, Deutschland, 2 Ehen, 2 Scheidungen. Jetzt ist Graciela zum 3. Mal verheiratet. Diesmal nicht mit einem jüngeren Mann, sondern mit ihrem jungen Unternehmen: DIE KOCHGARAGE. Der Ehe geht es gut, man ist verliebt wie am ersten Tag, jeder Morgen beginnt mit Vorfreude auf das, was der Abend bringt. Und auch die Gäste scheinen restlos glücklich.

Gebundenes Buch, Halbleinen, 200 Seiten, 23,0 x 25,5 cm
ca. 200 Farbfotos

ISBN: 978-3-517-09323-9

€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Südwest

Erschienen: 02.03.2015

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UND, WAS MACHST DU SO IN DEINER GARAGE? KOCHEN!

Von: Lotta Datum: 15.02.2016

lotteliebtlecker.wordpress.com

Welcome zu “Die Kochgarage. Das Kochbuch.” vom Südwest Verlag, welches über 60 Rezepte aus 15 Kühlschränken präsentiert. Die Kochgarage, ein Küchenteam rund um die “Chefin” Graciela Cucchiara, ist an sich schon ungewöhnlich und ziemlich schräg. Da kocht eine in München wohnhafte Argentinierin – ein Kind der Endfünfzigerjahre – mit Leib und Seele und der Unterstützung unterschiedlichster Gäste in einem eher schäbigen Hinterhof Multikulti-Gerichte mit kulinarischem Gespür und Raffinesse. Ein kurzes Intro zum Projekt, dem Prinzip und der Grundidee führt uns ein in die Gracielas Welt.
Wer bei “Wir kochen mit den Händen” schon leichte Zuckungen bekommt und die Hygiene anzweifelt, der findet Sätze wie “Wir lieben die Exotik hinterm Hauptbahnhof” wohl auch nicht sonderlich ansprechend. Gemeint ist damit jedoch lediglich, dass hier nicht alles mega-akkurat mit dem Messer in penibel gleiche Stückchen zerteilt wird und man die Zutaten gern in den kleinen ortsansässigen Lädchen kauft oder auch beim Türken, Inder oder Chinesen direkt. Gleichwohl klingt das auch für mich ein wenig … gewöhnungsbedürftig. Kein Wunder, dass es gerade Tim Mälzer (seinerzeit von meiner Mutter und mir immer als “Schmuddelkoch” bezeichnet, wenn er statt eines neuen Brettes einfach das alte rumgedreht hat und so dann zwar eine saubere Seite dafür aber einen dreckigen Tisch hatte…) ist, der sich im Vorwort zum Projekt äußert. Schmuddel hin oder her – wir geben dem Ganzen mal eine Chance. Der Einband gefällt mir mit dem knallroten Ton und dem schlicht gehaltenen Gabel-Icon sehr gut.
garage 2.pngDie Bilder im Inneren sind querbeet. Da gibt es Essen, Menschen, Locations, Landschaften, Zutaten, Gegenstände – einfach alles. So kunterbunt wie die Rezepte und die Chefin selbst eben. Der Stil? Retro-shabby-lässig-cool. Nicht so ganz meines, muss ich zugeben. Es wirkt mir ein bisschen zu chaotisch und bunt, aber zum Konzept passt es. In einer Liste mit “Vorräten” erhalten wir Tipps für die beste Grundausstattung, “Werkzeuge” weist darauf hin, was wir sonst noch so brauchen könnten. Mit dem ersten Kapitel “Auf der Wiese” geht es dann auch direkt hinein in die unterschiedlichsten Nationen. Wir schauen bei Mrs. Bups in Vietnam vorbei (“Mrs. Burps Schmortopf”, besuchen Jamaike auf ein “Kälber-Reggae” und genießen in Sorrent “Kalbsnuss” Zitronenmelodie. Auch Andalusien, Sizilien und Marrakesch statten wir einen Besuch ab. Was sofort auffällt: Vegetarier haben hier ganz schlechte Karten – ohne Fleisch ist nicht! Auch in den folgenden Kapiteln “In der Luft”, “Im Wald”, “Durchgedreht” und “Im Wasser” gibt es kein Rezept, das ohne Tier auskommt. Dass “In der Erde” dann rein vegetarisch daherkommt ist zwar nett, allerdings handelt es sich hier nur um Beilagen und nicht um vollwertige Mahlzeiten. Immerhin “Aus Zucker”, die Nachtischfraktion des Buches entschädigt alle Veggies. Was dann die Rubrik “Nach der Party” als Abschluss des Werkes noch soll, ist mir nicht ganz klar: die vier Rezepte (“Anti-Kater-Frappé” = Schokomousse-Frappé, “Nüchterne Panzanelle” = Pizzabrot, “Bhel-Puri-Snack” = Chips-Salat und Bankok-Fleischnudeln = Spaghetti mit Frikadellenscheibchen) wirken lieblos zusammengeschustert und so ein wenig nach “wir haben da noch was ürbig, aber wir wissen einfach nicht, wo wir das unterbringen sollen” – “okay, lass uns eine After-Party-Kategorie eröffnen, in die alles kommt was so ein bissel merkwürdig ist…”.
Zu den Rezepten selbst muss ich sagen, dass die Einteilung “Kurze Zubereitung = bis 1 Std”, “Mittlere Zubereitungszeit = ca 1,5 Std.” und “Lange Zubereitungszeit = mehr als 2 Std” ich doch etwas abschreckt. In Zeiten, in denen man nach der Arbeit schon stolz ist, mehr als “Mikrowelle auf – Mikrowelle zu – Mikrowelle auf zu” schaffen, finde ich eine Stunde Vorbereitungszeit schon nicht machbar. Das geht nur am Wochenende. Und mehr als zwei Stunden geht zwar am Wochenende, lohnt sich aber nur bei mehreren Gästen. Zudem gilt hier leider nicht das Prinzip “weniger ist mehr, sondern mehr ist besser”, was bedeutet, dass kaum eines der Rezepte mit weniger als rund 30 Zutaten auskommt. Das finde ich immer dann richtig schwer, wenn es sich dabei um 25 verschiedene Gewürze handelt, von denen ich nur ca 10 besitze und alle anderen müsste ich mir extra anschaffen. Für Gäste okay, aber nicht, wenn ich nur für 2 Personen koche. Da bin cih dann soch ein wenig zu bequem, muss ich gestehen.
Was mir hingegen richtig gut gefällt, sind die “Restlos Glücklich”- Seiten, die es immer mal wieder im Buch gibt und in denen Graciela mit einem ihrer Köche in Interview-Dialogform Tipps und Tricks zur Resteverwertung gibt. Das ist heutzutage nicht nur zeitgemäß, sondern richtig originell, was da so rauskommt.

Kochen aus dem Bauch heraus

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 30.03.2015

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Nach „Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then“ hat mit „Die Kochgarage – Das Kochbuch“ eine weitere Teilnehmerin der Kochshow „The Taste“ ein Kochbuch veröffentlicht, das gegenüber herkömmlichen Veröffentlichungen aus dem Rahmen fällt. Die Autorin und Köchin Graciela Cucchiara hat sowohl italienische als auch argentinische Wurzeln und arbeitet mit ihrem Multikulti-Team nicht in einem Nobelrestaurant, sondern einem alten Industriebau in München, in dem sie ihre Koch-Events anbietet.

Ich war schon einigermaßen verwundert, dass in ihrem Kochbuch Rezepte mit Mengenangaben zu finden sind, denn ein wesentlicher Aspekt ihrer Art des Kochens ist die Improvisation. Allerdings kommt auch diese hier nicht zu kurz, gibt es doch zu den jeweiligen Zutaten immer noch Alternativvorschläge, die den Gerichten oft eine ganz andere Geschmacksrichtung geben. Und genau darauf kommt es Graciela Cucchiara an. Für sie ist Kochen zum einen ein kreativer Prozess, zum anderen legt sie Wert darauf, dass sowohl Köche als auch Esser sich wieder auf ihre sensorischen Fähigkeiten besinnen. Schmecken und riechen lernen, das ist ihr Credo.

Präsentiert werden in „Die Kochgarage – Das Kochbuch“ Rezepte aus aller Welt, die sich dem Inhalt des jeweiligen Kühlschranks orientieren, dessen Foto auf den entsprechenden Doppelseiten abgebildet ist.

Zusätzlich wird ein Bezug zu den Elementen hergestellt (In der Luft, Im Wasser, In der Erde), unser Lebensraum berücksichtigt (Auf der Wiese, Im Wald), auf eine Zubereitungsart verwiesen (Durchgedreht) und eine Geschmacksrichtung in den Mittelpunkt gestellt (Aus Zucker).

Positiv fällt auf, dass zum einen die Zubereitung auch Hobbyköchen ohne Profi-Equipment möglich ist, zum anderen Zutaten verwendet werden, für deren Beschaffung man nicht unbedingt in die nächste Großstadt fahren muss, sondern eventuell auch durch ein Produkt aus dem nächstgelegenen Supermarkt oder dem Vorratsschrank ersetzt werden kann. Und wenn die Gäste nicht alles aufgegessen haben, gibt es zu jedem Rezept kreative Verwertungstipps für die Reste.

Inspirierend und kreativ - „Die Kochgarage – Das Kochbuch“ ist das etwas andere Kochbuch für Kochen aus dem Bauch heraus. Klasse!

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