Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag,
208 Seiten,
12,0 x 20,0 cm
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-88680-966-0
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Verlag:
Siedler
Erscheinungstermin:
24. Januar 2011
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Der Meisterfälscher - wie Konstantin Simonides Griechenland erfand
Konstantin Simonides war der geschickteste und schamloseste Fälscher von alten Manuskripten im 19. Jahrhundert. Rüdiger Schaper bietet eine hinreißende biographische Erzählung, die zudem auf anschauliche Weise die Frage nach Originalität und Fälschung stellt. Das Buch weckt nicht nur Sympathien für seinen skurrilen Helden, sondern beschwört zugleich die Antikensehnsucht vom 19. Jahrhundert bis heute und zeigt, wie sich das moderne Europa seine Antike erfand.
Wir befinden uns am Beginn des 19. Jahrhunderts, Griechenland ringt um seine Freiheit, und auf einer kleinen Insel in der Ägäis erblickt Konstantin Simonides das Licht der Welt. Wegen eines Giftattentats auf den Klosterberg Athos verbannt, erlernt er dort die Kunst der Manuskriptbearbeitung. Dann beginnt seine Odyssee: Athen, Konstantinopel, Paris, Leipzig, London – überall taucht der geheimnisvolle Grieche auf und bietet Werke an, die jedes Sammlerherz höher schlagen lassen. Doch woher stammt seine Ware? Sind die von ihm angebotenen Kostbarkeiten echt? Turbulenzen sind Simonides’ Begleiter: ein internationaler Skandal, Gefängnisaufenthalt, eine gefälschte Biographie und ein Lebensende, das nebulös bleibt. Dies ist die wahre Geschichte eines genialen Fälschers, die uns bis heute in ihren Bann zieht.
»Es ist schwierig, eine Biografie über jemanden zu schreiben, der sich und seinen Lebenslauf immer wieder neu erfand, der Spuren legte und verwischte und über den es kaum Verbürgtes in Archiven gibt. Konstantin Simonides war so ein Mensch. Er war ein Fälscher, Betrüger und Hochstapler. Der Journalist Rüdiger Schaper hat jetzt trotzdem den Versuch unternommen, Simonides Leben aufzuzeichnen. Und das ist ihm überzeugend gelungen.«
Deutschlandradio Kultur, 4.2.2011
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