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Die Strömung Kriminalroman

Kundenrezensionen (13)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75395-6

NEU
Erschienen: 08.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Hörbuch Download, eBook (epub)

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Ein neuer Fall für Olivia Rönning und Tom Stilton.

In den Wäldern von Schonen im südlichen Schweden kommt es zu einem entsetzlichen Verbrechen. Ein kleines Mädchen wird ermordet, als es friedlich spielend im Sandkasten sitzt. Ein familiärer Hintergrund? Doch zwei Tage später der zweite Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Was verbindet die beiden Fälle? Schnell fällt der Verdacht auf eine rassistische Gruppierung, die beide Elternpaare zuvor offen bedroht hat. Aber ist es wirklich so einfach? Und warum tauchen gerade jetzt Hinweise auf einen alten, nie geklärten Mord an einer hochschwangeren Edelprostituierten auf? Olivia Rönning, eine junge ehrgeizige Polizistin, und Tom Stilton, ein einst berühmter Kommissar, sind aus jeweils ganz persönlichen Gründen an der Aufklärung dieser Verbrechen interessiert. Sie kommen einer Geschichte aus auf die Spur, wie sie verquerer und abscheulicher nicht sein könnte…

Interview mit Cilla und Ralf Börjlind, Buchtrailer und weitere Infos zu "Die Springflut" Zum Special

Interview mit Cilla und Ralf Börjlind, Buchtrailer und weitere Infos zu "Die Springflut" Zum Special

CILLA UND ROLF BÖRJLIND BEIM BTB VERLAG

Die Rönning/Stilton-Serie

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Rolf Börjlind (Autor)

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.


Cilla Börjlind (Autorin)

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt
Originaltitel: Svart gryning
Originalverlag: Norstedts

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 528 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-75395-6

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 08.03.2016

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Die Strömung

Von: Seehase1977 Datum: 10.05.2016

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Zum Inhalt:
Südschweden: Ein kleines Mädchen spielt im Sandkasten, ihre Großmutter lässt sie nur für einen Augenblick aus den Augen um ein Telefonat anzunehmen. Als sie zurückkehrt liegt das Mädchen tot in den Armen des verzweifelten Vaters. Ein Familiendrama? Doch als zwei Tage später in der Nähe von Stockholm eine weitere Kinderleiche gefunden wird, muss die Polizei von einem fremdenfeindlichen Mörder ausgehen, denn beide Kinder kamen aus einem Umfeld mit Migrationshintergrund. Bald steht eine ganze rassistische Gruppierung unter Verdacht mit den Morden in Verbindung zu stehen. Dann tauchen im Zusammenhang mit den Kindsmorden Spuren auf, die zu einem brutalen und nie aufgeklärten Mord an einer schwangeren Edelprostituierten führen. Der Mord, den der ehemalige Kommissar Tom Stilton nie aufklären konnte und der ihn nie losgelassen hat. Zusammen mit der jungen Streifenpolizistin Olivia Rönning versucht er, Licht in das abscheuliche Dunkel zu bringen…

„Die Strömung“ ist der dritte Teil einer Krimireihe des Autorenduos Cilla und Rolf Börjlind. Obwohl ich so meine liebe Mühe mit skandinavischen Krimis und Thrillern habe, haben mich die vielen positiven Rezensionen zu diesem Buch doch neugierig gemacht, weshalb ich mich erneut an das Abenteuer „Skandinavien-Krimi“ gewagt habe. Wurde ich enttäuscht?
Der Erzählstil ist recht kurzweilig und sehr atmosphärisch. Die Stimmungen und Örtlichkeiten erlebt der Leser dadurch sehr intensiv und hat ein klares Bild vor Augen. Gut gefallen hat mir auch, dass die Kapitel jeweils recht kurz gehalten sind und oft mit einem sogenannten Cliffhanger enden. Das führt dazu, dass es dem Autorenduo gelungen ist, abgesehen von wenigen Ausnahmen und einigen Längen, den Spannungsbogen den gesamten Roman über aufrecht zu erhalten. Mit den Protagonisten bin ich mit Ausnahme von Mette, die auf mich wirklich authentisch und lebensnah wirkte, überhaupt nicht warm geworden. Ich konnte für keinen so richtig Sympathie aufbauen, auf mich wirkten sie insgesamt kühl und distanziert. Die Auflösung der Fälle entwirrt dann schlüssig und meiner Meinung nach lückenlos das komplizierte Geflecht aus vielen verschiedenen Personen und deren Hintergründe, wenn auch für meinen Geschmack zu unspektakulär, hier hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht, auch wenn ich nicht so ganz beschreiben kann, was mir gefehlt hat. Rassismus und Nationalsozialismus ist nicht nur in Schweden sondern in ganz Europa ein hochaktuelles und brisantes Thema. Die Autoren haben es, auch durch die Einbindung der Taten von Anders Behring Breivik, geschickt aufgegriffen und gut umgesetzt.

Trotz allem habe ich mich mit dem Buch doch wieder mal sehr schwer getan. Vielleicht lag es an der Kühle und Distanz der Protagonisten, an den teils so komplizierten skandinavischen Namen, oder schlichtweg an meinen Vorurteilen gegenüber skandinavischen Krimis. Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe und mir dadurch der Bezug fehlt. Ich weiß es nicht. Aufgrund des brisanten Themas und des guten und atmosphärischen Erzählstils gebe ich aber dennoch eine Leseempfehlung und denke, dass Fans von skandinavischen Krimis hier voll auf ihre Kosten kommen.

Dunkle Kräfte

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 09.05.2016

www.rezensions-seite.de

Es ist ein „dunkles Kind“, welches tot aufgefunden werden. Adoptiert, farbig.

Und es ist völlig unklar, wer er Mörder sein könnte, wie in dieser kurzen Zeit, in der die Großmutter das Kind draußen unbeaufsichtigt ließ, ein solcher Mord geschehen kann.

Andererseits, auch in Schweden ist die Stimmung aufgeheizt, sind rechtsnationale Fronten ganz offensiv öffentlich auf dem Vormarsch, sind die Fronten gegen „Fremde“ verhärtet.

Dennoch, die Ermittler tappen im Dunklen, gehen es Schritt für Schritt an. Mette Olsäter, wieder auf den Beinen nach lebensgefährlicher Erkrankung, deutlich „geschrumpft“, die ihren Schutz vor allem über der jungen Ermittlerin Olivia ausbreitet, jene Polizistin, die mehr und mehr mitten hinein in jene Szene der harten Nationalisten, erkennbaren Rassisten und doch aalglatten und nicht wirklich zu fassenden „harten Männer“ gerät.

Während Mette zugleich Tom Stilton, den ehemals brillanten Kommissar, dann jahrelang Obdachlosen und sich nun wieder, aber nur langsam, fangenden Mann am Rande wieder mit einbindet.

Denn, wie so oft in Börjlind Romanen, die Ereignisse der Gegenwart fallen nicht vom Himmel, sondern haben Wurzeln in der Vergangenheit. Wurzeln, die Stilton näherkommen werden, als ihm lieb sein kann, zunächst durch einen alten Fall und später dann auch auf sehr persönlicher Ebene.

Während ein anderer Ermittler nicht ganz saubere Hände zu haben scheint, daraus wenig Hehl macht und alles in allem und in den Verbindungen unter- und miteinander sich subtil zu einer immer dichter werdenden Gefahr zusammenzeiht. Für andere Kinder mit „anderer Haut“, für hartnäckige Ermittler und für eigentlich fast unbeteiligte Dritte. Wobei sich vielfache Querverbindungen erst ganz zum Schluss hin zeigen- und auflösen werden.

Intensive Personen sind es wie gewohnt, welche das Autorenduo ebenso intensiv durch auch diesen brutalen, emotional nahegehenden Fall unter der aktuellen politischen Entwicklung in Schweden gehen lassen. Ermittler aber, die nicht lockerlassen.

Nicht immer mit höchstem Tempo und doch auch mit zunächst leichten Verwirrungen beim Leser, bis er die teils ähnlich, vor allem fremd klingenden, Namen zugeordnet hat und mit späterhin dann auch breiten Blicken in Seitenlinien des Falles und in die Vergangenheit.

Aber wie gewohnt in sich stimmig und komplex entfalten sich mehr und mehr Hintergründe, die erschrecken, eine rohe Gewalt, die sich rassistisch legitimiert und Zusammenhänge, die im Vorhinein kaum zu ahnen waren.

Eine anregende und in Teilen spannende, brisante Lektüre.

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