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Finderlohn Roman

Kundenrezensionen (61)

€ 22,99 [D]
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-27009-1

Erschienen: 08.09.2015
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Besessen bis zum Mord

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?

Zum Werkverzeichnis der im Heyne Verlag von Stephen King erschienenen Titel

Weitere Infos zu Stephen King und seinen Büchern

„Ein spannender Krimi und obendrein eine kluge Meditation über Autorschaft und Öffentlichkeit, Leben und Literatur!“

druckfrisch (05.10.2015)

WERKVERZEICHNIS DER IM HEYNE VERLAG ERSCHIENENEN TITEL

Der dunkle Turm

Übersicht zu den Romanen von Stephen King

Kurzromane und Erzählungen

Story Selection

Bill-Hodges-Serie

Mr. Mercedes/Ex-Detective Bill Hodges

Der dunkle Turm – Graphic Novel

  • 1. Der Dunkle Turm (The Gunslinger Born)
  • 2. Der lange Heimweg (The Long Road Home)
  • 3. Verrat (Treachery)
  • 4. Der Untergang Gileads (The Fall of Gilead)
  • 5. Die Schlacht am Jericho Hill (Battle of Jericho Hill)

Sekundärliteratur zu "Der dunkle Turm"

Unter dem Pseudonym Richard Bachman sind erschienen:

Gemeinsam mit Peter Straub:

Sachbücher

E-Book exklusiv

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Stephen King (Autor)

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Basar der bösen Träume.

www.stephenking.com

„Ein spannender Krimi und obendrein eine kluge Meditation über Autorschaft und Öffentlichkeit, Leben und Literatur!“

druckfrisch (05.10.2015)

»›Mit Mr. Mercedes‹ hat Stephen King dem Genre des Detektivromans einen fantastischen modernen Dreh versetzt.«

USA Today

„Eine der kurzweiligsten Reflexionen über die lebensverändernde Kraft und die Grenzen von Literatur, die die zeitgenössische Literatur hervorgebracht hat.“

Die Welt (09.09.2015)

„Auch ohne Zombie-Haustiere und Aliens ist Gänsehaut bis zum Schluss garantiert.“

dpa (08.09.2015)

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: Finders Keepers
Originalverlag: Scribner

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-453-27009-1

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.09.2015

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  • Leserstimmen

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Ein spannender Thriller

Von: Jessica Datum: 10.04.2016

www.testen-mit-spass.de

Wie ja schon in anderen Beiträgen erwähnt, liebe ich die alten Bücher von Stephen King und somit habe ich auch bei "Finderlohn" wieder einmal auf ein ähnliches Konzept gehofft - vergebens, trotzdem würde ich hier nicht von einer Enttäuschung sprechen.

"Finderlohn" ist bereits der zweite Teil der Bill-Hodges-Serie. Den ersten Teil habe ich bisher noch nicht gelesen, dadurch hatte ich bei diesem Buch aber keine Nachteile. Es ist sehr flüssig und mitreißend geschrieben und hält einige spannende Stellen bereit. Wenn schon keine Horrorgeschichte, so ist Stephen King hier aber ein äußerst guter Thriller gelungen, den ich gerne auch ein zweites Mal lesen werde.

Finderlohn

Von: Naddlpaddl Datum: 10.03.2016

schlunzenbuecher.blogspot.de

John Rothstein, der in den Sechzigerjahre aufgrund der Jimmy-Gold-Trilogie als bester Autor des Jahrhunderts bezeichnet wurde, wird von Morris Bellamy, einem jungen psychotischen Verehrer ermordert, aus Wut über die Entwicklung des Protagonisten Jimmy Gold. Er stiehlt das im Haus befindliche Bargeld und, was am wichtigstens ist: weit über hundert Notizbücher mit unveröffentlichten Werken. Alles versteckt er in einem vergrabenen Koffer und landet für die Vergewaltigung einer Frau nach einer durchzechten Nacht im Gefängnis.
Peter Saubers stößt Jahre später auf den vergrabenen Schatz. Mit dem Geld unterstützt er seine Eltern, die, nachdem sein Vater durch den Mercedes-Mörder seine Arbeit verlor, in Geldnot sind. Doch was macht er mit den Notizbüchern? Und was passiert, wenn Morris plötzlich nach 35 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird und seinen Koffer leer vorfindet?



Der von Stephen King im Jahre 2014 veröffentliche Roman gilt als Nachfolger von Mr. Mercedes und als zweiter Band der Mercedes-Trilogie, die als zentrales Thema das Mercedes-Massaker am Auditorium hat. Die Folgen eines solchen Anschlags für eine Familie finden ihre Entsprechung in der Familie des jungen Protagonisten: Peter Saubers. Die Saubers als Mitglied des klassischen Mittelstands, die schwer von der Wirtschaftskrise getroffen sind, erfahren nach dem Anschlag noch größere finanzielle Probleme, die (weit interpretiert) als Kritik am amerikanischen Krankenkassensystem verstanden werden können. Ebenfalls erscheinen ein paar alte Bekannte aus dem Vorgänger des Buches: Jerome, Holly und nicht zuletzt Bill Hodges, der als Detective im Ruhestand, nun seine Zeit als Privatermittler verbringt.
Das Thema ist relativ klar: die Liebe zur (amerikanischen) Literatur und der daraus leider viel zu oft resultierende Fanatismus. Die Angst vor fanatischen Fans, die King immer wieder in Interviews angerissen hat, manifestiert sich hier im Antagonisten Morris Bellamy. Was wenn die Fiktion eine zu starke Macht über die Realität ausübt? Szenen, die man aus Misery kennt, tauchen in leicht verschobener, radikalerer Art im Prolog auf und durchziehen die gesamte Geschichte. Doch unterschwellig geht es um viel wichtigeres; ein Gedanken, den King in vielen seiner Werke und insbesondere in der Kurzgeschichte Atemtechnik aus der Sammlung Frühling, Sommer, Herbst und Tod thematisiert: „Die Geschichte zählt, nicht der Erzähler.“
Der Erzählstil entspricht dem King'schen Ideal: rudimentäre Ausschmückungen und die zentrale Fokussierung auf das Wichtigste stehen im Mittelpunkt, werden jedoch mit brachialer Ironie gekoppelt. Die Geschichte ist äußerst spannend aufgebaut und nach jedem Kapitel lockt der Altmeister der suspense ein weiteres Ass aus seinem Ärmel. Typisch nach King'scher Art geht es im Wechsel zwischen zwei zeitgleichen Zeitsträngen, die in überraschenden Wendung auf den Klimax zu rennen. Eine weitere große Stärke Kings ist, unglaublich kraftvoll Machtabhängigkeiten unter Charakteren zu demonstrieren. Dieses gegenseitige In-der-Hand haben, das als scheinbar nicht lösbares Dilemma erscheint, taucht in vielen verschiedenen anderen Werken auf: Der Musterschüler oder Needful Things um zwei zu nennen.
Die Charaktere, meist bekannt aus Mr. Mercedes, wirken lebendig und kraftvoll. Die oft bei King zu findenden „Ticks“ seiner Charaktere verbildlichen sich erneut in der liebenvollen, aber introspektiven Holly, während die jungen Seite Kings erneut in der Rolle des Jerome eine Stimme geliehen wird. Interessant jedoch: die enorme Alterverschiebung der Protaganisten und Antagonisten. Während in Kings früheren Werken es oft um das Problem des Älterwerdens geht (Carrie,ES, Die Leiche), in seinen mittleren es oft um den Versuch geht, sich an seine alten Freunde zu erinnern (ES, Dreamcatcher), so folgt der Altmeister seinem eigenem Älterwerden. So sind in diesem Fall der Anta- und (zweite) Protagonist im Rentenalter und verspüren auch die körperlichen Folgen des gehobenen Alters (wie in den späteren dunkler Turm Bänden).
Die Figur Morris Bellamy jedoch – und man verzeihe die Bemerkung – wirkt für mich zu oberflächlich und eindimensional. Die oft von King durchgeführten Rückblicke, die seinen Charakteren sonst eine unglaubliche Tiefe geben, fehlen bei Morris oder werden nicht konsequent durchgeführt. Stattdessen sieht man nur die Spitze des Bellamy'schen Charakter-Eisbergs. Diese Schwäche des zweiten Teils im Vergleich zur unglaublichen Figur des Brady Hartfield, der in Interaktion mit seiner Mutter, seine krankhafte Psychose ausbildet, fällt besonders ins Auge, wenn man die erneute gestörte Beziehung (im Werk Finderlohn zwar in deutlich abgeschwächter, aber dennoch immer noch erkennbarer Form) zwischen dem Antagonisten und seiner Mutter bemerkt.
Die spannende Frage, die sich bei King jedoch immer ergibt: wo sind die Verknüpfungen zu anderen Werken? So tauchen gut versteckte Eatereggs zu Mr. Mercedes, Misery, Shining und nicht zuletzt dem dunklem Turm selbst auf, um nur einige zu sehen. Welcher Art diese sind, soll jeder selbst für sich finden.
Die letzte Frage nun, die sich am Ende des zweiten Bandes der Mercedes-Reihe stellt: ist diese Trilogie eigentliche Thriller oder Horror. Die Antwort darauf erfahren wir wohl erst im dritten Teil: End of Watch.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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