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Flucht aus Lager 14 Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam
Ein SPIEGEL-Buch

Kundenrezensionen (2)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04570-6

Erschienen: 10.09.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Ein erschütternder Bericht aus der Hölle Nordkorea

Das diktatorisch regierte Nordkorea ist fast völlig isoliert, aggressiv und bettelarm. Und es hält rund 150.000 seiner Bürger in Lagern gefangen, die vergleichbar sind mit NS-Konzentrationslagern oder dem Gulag. Da die Lager seit Jahrzehnten existieren, gibt es inzwischen Tausende, die dort aufgewachsen sind. Einer von ihnen ist Shin Dong-hyuk.

Blaine Harden erzählt die Geschichte des 1982 im sogenannten Lager 14 geborenen Shin, der bis zu seiner Flucht nie etwas anderes kennengelernt hatte als die grausame und primitive Lagerwelt. Menschlichkeit, Vertrauen, Wärme, Zuneigung und jegliche Errungenschaften der Zivilisation waren ihm unbekannt, Hunger, Misstrauen und brutale Züchtigungen hingegen Alltag. Shins Zeugenbericht gibt einen tiefen Einblick in die unmenschlichen Lebensverhältnisse, die in dieser Lagerhölle herrschen, und schildert das berührende Schicksal eines jungen Mannes, dem wie durch ein Wunder die Flucht in die Freiheit gelang.

Zur Pressemitteilung von Blaine Harden, Januar 2015

Zur (englischsprachigen) Website von Blaine Harden

"Vom Tier zum Mensch" - 3sat.de

»Ein erschütterndes Buch.«

DIE ZEIT, 19.09.2013

Blaine Harden (Autor)

Blaine Harden, geboren 1952, ist Autor des »Economist«. Zuvor war er Korrespondent der »Washington Post« in Asien, Osteuropa und Afrika und arbeitete eine Zeitlang für die »New York Times«. Er veröffentlichte bereits zwei Bücher, darunter eines über Afrika.

Shin Dong-hyuk, geboren 1982 im Lager 14, lebt heute in Seoul.

»Ein erschütterndes Buch.«

DIE ZEIT, 19.09.2013

»Bisher konnten nur wenige Augenzeugen über die Zustände berichten. Die eindrucksvollsten Schilderungen aber sind zweifellos die des 33-jährigen Shin Dong Hyuk.«

SPON - Spiegel online, 17.09.2013

»Hardens Buch ist ein notwendiges Dokument gegen die Gleichgültigkeit.«

WELT ONLINE, 20.09.2012

»Das Resultat suggeriert eine Glaubwürdigkeit, die den Atem stocken lässt.«

NZZ am Sonntag – Bücher am Sonntag (CH), 30.09.2012

»›Flucht aus Lager 14‹ ist ein zutiefst ehrliches Buch. Weder beschönigt und verharmlost es, noch hascht es nach Sensation.«

citizentimes.eu (05.04.2013)

mehr anzeigen

Aus dem Englischen von Udo Rennert
Originaltitel: Escape from Camp 14. One Man's Remarkable Odyssey from North Korea to Freedom in the West
Originalverlag: Viking

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-421-04570-6

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 10.09.2012

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Zehn Gesetze, Denunzieren & Hunger

Von: Julia Franck aus Hannover Datum: 02.07.2014

erlesenebuecher.wordpress.com/

Es ist schwer in Worte zu fassen, was dieses Buch bei einem hinterlässt. Es wirkt zu Beginn so unecht, unwirklich, da man es nicht begreifen kann. Es ist gerade zu Beginn so erschreckend nüchtern geschrieben, ohne Gefühle. Aber genau das ist es ja, wie Shin in dem Lager groß geworden ist – ohne Gefühle.

Ich habe schon viele Bücher über Konzentrationslager aus dem 2. Weltkrieg gelesen. Das Grauen, von welchem dort berichtet wird, geht einem durch Mark und Bein, man kann kaum atmen. Diese Einzelschicksale lassen einen nicht kalt. Ganz normale Leute werden plötzlich aus ihrem Leben gerissen, verlieren alles, was ihnen lieb und teuer ist und werden erniedrigt und gefoltert. Man kann es (ansatzweise) nachvollziehen, was diese Menschen durchmachen. Aber in diesem Fall, bei diesem Buch, kann es keiner nachvollziehen, da Shin schon so aufgewachsen ist. Er hat nichts verloren, da er nie etwas besessen hat. Er konnte nicht um seine Mutter weinen, da er nicht wusste, was Liebe ist. Wenn das alles irgendwie bewusst wird, durchläuft es einem eiskalt!

Nordkorea ist eines der absurdesten, erschreckendsten und unfassbarsten Länder der Welt. Es sollte gerade momentan jedem klar sein, was die Bevölkerung da gerade durchmacht und was für machthungrige, gefühlskalte und dumme Menschen dort an der Macht sind. Das Thema darf nicht wieder unter den Tisch fallen. Gerade solche Bücher, wie dieses hier, sollten gelesen werden und Bewusstsein schaffen.

Das Deprimierendste an dem Buch ist, dass es kein Happy End gibt. Klar ist Shin die Flucht gelungen und er ist dem äußeren Martyrium entkommen, aber innerlich lässt es einen ja nicht plötzlich los. Es wird noch ein langer Weg…

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Erschreckend

Von: Stutzke aus Berlin Datum: 10.01.2016

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Shin Dong-hyuk wird 1992 in Nord-Korea geboren. Seine Geburt wird von den staatlichen Stellen nicht registriert, denn er gehört zu denen, die nicht existieren. Shin kam in einem Arbeitslager, Lager 14, zur Welt, seine Eltern wurden als Vorzug für gute Leistung verheiratet und dürfen ein paar Nächte im Jahr verbringen. Mit Liebe hat diese Ehe allerdings nichts zu tun. Bereits sein älterer Bruder kam auf diese Art in die Ehe, doch mit diesem hat Shin so gut wie keinen Kontakt.


Bis zu einem Alter von sechs Jahren war Shin bei seiner Mutter. Zusammen lebten sie in einer Mutter-Kind-Abteilung des Lagers, doch das Leben war hart. Die Mutter musste Arbeit verrichten und Essen gab es einfach nie genug. Sobald Shin sechs Jahre alt war, zog er in den Schultrakt des Lagers, wo ihm in den kommen acht Jahren "Unterricht" erteilt wurde, welcher mehr oder weniger einer Gehirnwäsche glich und schwere körperliche Arbeiten beinhaltete.


Im Alter von 14 Jahren ist für ihn die "Schonzeit" vorbei, ab diesem Zeitpunkt muss er, wie die anderen Lagerinsassen, noch schwerere körperliche Arbeit verrichten. Nicht selten kommt dabei ein Insasse zu Tode oder sie verhungern alle - vom System unbeachtet, denn sie existieren ja nicht (mehr). In diesem Zeitraum versuchten seine Mutter und sein älterer Bruder zu fliehen, wurden jedoch geschnappt und exekutiert. Shin weiß, dass er dem Lager niemals lebend entkommen wird. Erst als ein neuer politischer Gefangener, Park, eingeliefert wird und sich die beiden, entgegen aller Lagerregeln, anfreunden, wird der Gedanke an Flucht immer intensiver. 2005 wagen die beiden den Versuch und tatsächlich gelingt Shin die Flucht - doch er landet in einer Welt, von der er nichts weiß und die er nicht versteht ...



Erschreckend! Bei diesem Buch handelt es sich um einen autobiographischen Bericht über das Leben von Shin Dong-hyuk, dem bisher einzigen Nord-Koreaner, der in einem Straflager geboren wurde und dem die Flucht gelungen ist. Die Schilderungen sind dermaßen erschreckend realistisch, dass ich wahrhaftig das Gefühl hatte, jederzeit dabei zu sein. Erschreckend, neben den Bedingungen im Lager empfand ich sein Unvermögen, dieses hinter sich zu lassen und ein neues, befreites Leben zu beginnen. Die Schrecken der Vergangenheit werden ihn wohl nie loslassen.

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