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Jan Plamper

Geschichte und Gefühl

Grundlagen der Emotionsgeschichte

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
ISBN: 978-3-88680-914-1
€ 29,99 [D] | € 30,90 [A] | CHF 40,90* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis

Verlag: Siedler

Erscheinungstermin: 12. November 2012
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Über die Macht der Emotionen von der Antike bis in unsere Zeit

Wie verändern sich Moral und Ehre im Laufe der Zeit, was bedeutet Vertrauen in der Wirtschaftsgeschichte, was richtete die sprichwörtliche »German Angst« im 20. Jahrhundert an, und wieso befinden wir uns im sogenannten therapeutischen Zeitalter?

Gefühle schreiben Geschichte, sie bestimmen Macht und Politik. Triebe, Affekte und Leidenschaften sind kulturspezifi sch, zeitlichem Wandel unterworfen und für den Lauf der Geschichte von immenser Bedeutung. Wenn Menschen lieben oder hassen, wenn sie ehrgeizig, rachsüchtig oder stolz sind, wenn sie Freude, Mitleid, Zorn oder Schuld empfinden – dann hat das Einfluss auf ihr Handeln. Diese scheinbar banale Erkenntnis eröffnet völlig neue Perspektiven auf vergangene Zeiten und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart.

Gut erzählt und mit zahlreichen Beispielen aus der Vergangenheit führt Jan Plampers Buch in das boomende Forschungsgebiet der Emotionsgeschichte ein. Zugleich warnt er vor voreiligen Schlüssen und leichtfertigen Anleihen bei den Neurowissenschaften, die viele aktuelle Debatten – wie zum Beispiel die Frage nach der Willensfreiheit – bestimmen.

 
Lesen Sie auch:
"Von Trieben und Leidenschaften" - dradio.de
 
"Gefühle und ihre Inszenierungen" - dradio.de
 
"Wie Denker die Gefühle lesen" - dradio.de
 

»Plamper trägt dieses Wissen skizzierend zusammen. Insofern ist Geschichte und Gefühl nicht nur Grundlagenwerk, es ist Begriffsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und nicht zuletzt Geschichte der Wissenschaftskritik. […] Plamper hat nun aber eben kein Manifest für einen radikalen Sozialkonstruktivismus geschrieben. Er will eine methodische Grundlage entwerfen, auf der ein Forschen zu Gefühlen jenseits des alten Scheingegensatzes ›nature versus nurture‹ möglich ist. So ist Geschichte und Gefühl in großen Teilen auch eine gut fundierte und nie polemische Auseinandersetzung mit den sich seit den achtziger Jahren rasant entwickelnden Neurowissenschaften.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (04.02.2013)

 
 
 
 

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