VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

I Saw a Man Roman

Kundenrezensionen (20)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04669-7

Erschienen: 22.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Links

  • Service

  • Biblio

Ein atemberaubendes Drama über die Last von Geheimnissen

Nach dem tragischen Tod seiner Frau Caroline, die als Journalistin bei einem Auslandsdreh in Afghanistan ums Leben gekommen ist, erträgt Michael es nicht länger im gemeinsamen Heim in Wales. In dem Versuch, ein neues Leben zu beginnen, zieht er nach London, wo er auf die Nelsons trifft: Josh, Samantha und ihre zwei Töchter wohnen im Haus nebenan, und aus einer Zufallsbekanntschaft wird schnell – allzu schnell? – eine intensive Freundschaft. Michael geht bei den Nelsons wie selbstverständlich ein und aus, bis er eines Samstagnachmittags ihre Hintertür halb offen stehend vorfindet. In dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, betritt er das augenscheinlich leere Haus ... und setzt damit eine Folge von Ereignissen in Gang, die ihrer aller Leben schlagartig und auf immer verändern wird.

Ein tiefgreifender, packender Roman über Verlust, Schuld und die heimtückische Natur von Geheimnissen.

Interview mit Owen Sheers und weitere Hintergrundinformationen zu "I saw a Man" Zum Special

»Das Ende ist so überraschend wie der ganze, wunderbar komponierte, geheimnisvolle Roman. Hier trifft Ian McEwan auf Paul Auster - ein großer Wurf.«

NDR Kultur, Stefan Maelck (18.02.2016)

Owen Sheers (Autor)

Owen Sheers, geboren 1974 in Fidschi, lebt nach einer Zeit in London heute wieder in Wales, wo er auch aufgewachsen ist. Vielseitig talentiert, lässt er sich nur schwer auf eine Form festlegen - zu seinen publizierten Werken zählen Dramen, Libretti, Gedichte und ein Sachbuch. Der Debütroman "Resistance" wurde in zehn Sprachen übersetzt und mit Michael Sheen in der Hauptrolle verfilmt. Sheers wurde u.a. mit dem Somerset Maugham Award, der Hay Festival Poetry Medal und dem Amnesty International Freedom of Expression Award ausgezeichnet. "I Saw a Man" ist sein zweiter Roman und für den französischen Prix Femina étranger nominiert.

»Das Ende ist so überraschend wie der ganze, wunderbar komponierte, geheimnisvolle Roman. Hier trifft Ian McEwan auf Paul Auster - ein großer Wurf.«

NDR Kultur, Stefan Maelck (18.02.2016)

»Sheers Roman ist geradezu thrillerhaft spannend, poetisch berührend und eine tiefgründige Analyse unserer Gegenwart.«

rbb radioeins, Favorit Buch, Thomas Böhm (28.04.2016)

»Sheers webt die drei Erzählstränge zu einem faszinierenden Psychothriller, der ganz ohne Horror- und Schockeffekte rein von den Schmerzen umklammerter Seelen lebt.«

Berliner Zeitung, Günther Grosser (14.05.2016)

»Ein Glück für Leserinnen und Leser, die auf der Suche nach besonderen Stoffen sind. Und es ist großartig erzählt und klug durchdacht.«

Südwest Presse, Erik Lim (28.05.2016)

»Mehr Spannung ist kaum möglich. … Ein erzählerisches und psychologisches Meisterwerk.«

Augsburger Allgemeine (04.05.2016)

mehr anzeigen

Aus dem Englischen von Thomas Mohr
Originaltitel: I saw a man
Originalverlag: Faber

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04669-7

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 22.02.2016

Bestellen Sie bei Ihrem Buchhändler vor Ort oder direkt bei:

  • Leserstimmen

  • Buchhändlerstimmen

  • Rezension verfassen

Wie geht man mit Schuld um?

Von: Sommermaedel22 Datum: 26.06.2016

sommermaedchenswelt.de

Inhalt
Es war an einem Samstagnachmittag im Juni, als sich ihrer aller Leben komplett veränderte: schlagartig, nur wenige Minuten, nachdem Michael Turner das Haus der Nelson durch die Hintertür betreten hatte. In der Stille wirkte es als wäre niemand daheim.

„Ohne den Leser ist eine Geschichte weiter nichts als eine – da haben wir es wieder – Anhäufung von Gedanken auf einem Blatt Papier“ Seite 253

Meinung
Michael Turner ist Journalist und Schriftsteller, eigentlich mehr Schriftsteller, denn das ist sein größter Traum und er hat ihn sich verwirklicht. Er schreibt Bücher über reale Personen oder Sachen, die er erlebt hat und er besitzt die Kunst sich selbst aus den Büchern herauszuschreiben. In Amerika ist er sehr erfolgreich mit seinen Büchern, doch dann reizt es ihn dort nicht mehr und er kehrt nach Hause zurück, nach London. Dort beginnen wir. Michael lebt nach dem Tod seiner Frau, Caroline in einer kleinen Wohnung im Dachgeschoss. Als er dort einzieht lernt er seine Nachbarn kennen. Samantha und Josh Nelson. Das Ehepaar wohnt mit seinen zwei Kindern neben an. Die Geschichte beginnt damit, dass Michael in das Haus seiner Nachbarn geht, weil die Hintertüre offensteht. Er möchte sich seinen Schraubenzieher wieder zurückholen, den er Josh geliehen hat. Als er in dem Haus steht bemerkt er das niemand daheim ist. Es kommt ihm unheimlich vor und anstatt wieder nach draußen zu gehen und die Polizei zu alarmieren oder Josh zu erreichen streunt er weiter durch das Haus auf der Suche nach dem Schraubenzieher. Das ist schon der erste Punkt, von vielen den ich nicht verstehen kann. Michael, kennt die Nelsons gerade mal 7 Monate. Keine besonders lange Zeit und schon geht er einfach in ihr Haus? Er klingelt nicht, nein er spaziert einfach hinein. Er ruft zwar nach Samantha und Josh, doch nachdem er keine Antwort bekommen hat geht er trotzdem einfach in das Haus hinein. Er streift seine Schuhe ab, weil diese voller Erde sind und er bemüht sich so wenig wie möglich anzufassen, da auch seine Hände voll damit sind. Er verhält sich wie ein Dieb oder Einbrecher. Während er durch das Haus streift lernen wir seine Frau Caroline kennen, wir erleben wie die zwei sich kennen lernen und verlieben, wie sie heiraten und ein Haus kaufen und wie alles mit einem Knopfdruck beendet wird. Wie er seine Frau verliert und in ein tiefes Loch fällt. Seine Frau stirbt bei einem Drohnenangriff auf einen Talibanführer. Dann kommt neben dem Ehepaar Nelson noch eine weitere Person ins Spiel: Daniel McCullen, ein amerikanischer Pilot, der auch eine Familie besitzt. Am Anfang war ich etwas irritiert, er hatte für mich so gar nichts mit dem Rest der Geschichte zu tun, aber nach und nach dämmert mir dann schon wieso er jetzt auch noch dazu kam und wieso seine Person eine noch große Rolle spielen wird. Micheal ist immer noch auf Streifzug durch das Haus seiner Nachbarn. Samantha und Josh sind liebevolle Eltern für ihre Kinder Rachel (6 Jahre) und Lucy (4 Jahre), doch in ihrer Ehe gibt es eine nicht zu verleugnende Spannung, die auch Michael nicht verborgen bleibt, dennoch möchte er mit beiden befreundet sein, denn von dieser Freundschaft profitieren sie alle drei. Dann passiert etwas absolut schreckliches und Michael reagiert wieder so wie ich es überhaupt nicht erwartet hätte. Er lässt mich fassungslos auf dem Sofa zurück und ich kann einfach nur noch den Kopf schütteln. Was bitte sollte das? Wieso reagiert er so? Um Himmelswillen! Er kommt auch später nicht wirklich zur Vernunft. Nein, er spielt ein Spiel und redet sich eine echt verdrehte Wahrheit ein.

Die verschwiegene Wahrheit ist wie ein riesiger Müllberg. Den kannst du zuschütten, so viel du willst, beim nächsten Regen kommt er wieder zum Vorschein. Seite 41

Jeder in diesem Buch hat Schuld auf sich geladen, zumindest die drei Männer. Irgendwie ist alles Schein. Jeder belügt, betrügt oder verbiegt sich die Wahrheit so, dass er gut da steht und es irgendwann wirklich zu seiner Wahrheit wird, an die er glaubt. Der einzige, der für mich vollkommen nachvollziehbar handelt ist Daniel. Er hat einen Befehl ausgeführt und ist deswegen, derjenige, der eine Schuld aufgeladen bekommen hat, weil er seine Pflicht erfüllt hat und seinem Land gedient hat. Michael Turner ist mir immer etwas suspekt und unsympathisch geblieben. Ein Charakter, in welchen ich mich so gar nicht hineinversetzen konnte. Auch Josh blieb mir immer ein bisschen fremd, aber noch lange nicht so wie Michael, denn er hat etwas in Gang gesetzt, was er nicht mehr stoppen kann, doch er hat zu jeder Zeit in der Hand etwas zu ändern, doch er ist nicht in der Lage sich das einzugestehen. Das Ende des Buches hat mich überrascht und irgendwie auch wieder nicht. Es wäre durchaus möglich, dass es so endet, es hätte aber auch anders ausgehen können. Hätte Michael es geschafft sich selbst die Wahrheit einzugestehen.

Fazit
In diesem Buch geht es um Trauer, Verlust und Schuld. Wie geht man mit Schuld um? Läuft man weg oder stellt man sich ihr mit aller Konsequenz?

Die Folgen eines Augenblicks

Von: Books and Biscuit Datum: 14.06.2016

booksandbiscuit.blogspot.de

Nach dem Tod seiner Ehefrau Caroline zieht Michael Turner nach London, um neu anzufangen. Mit seinen neuen Nachbarn, den Nelsons, freundet er sich schnell an. Mit Josh geht er joggen, mit Samantha kann er sich stundenlang unterhalten und die Kinder Lucy und Rachel mögen ihn ebenfalls. Bald schon besucht er sie regelmäßig, isst bei ihnen zu Abend und geht wie ein Familienmitglied ein und aus.

Doch ein Tag im Juni soll ihrer aller Leben verändern. Michael, der im Garten arbeitet, sieht dass die Hintertür der Nelsons offen steht. Im Haus selbst ist es still. Michael geht hinein, ruft nach Josh und Samantha, denkt an einen Einbruch. Vor dem Treppenabsatz überkommt ihn plötzlich ein seltsames Gefühl. Als ob Caroline hier wäre, oben, in einem der Schlafzimmer. Wie in Trance steigt er die Treppe hinein. Und das Unglück nimmt seinen Lauf.

I saw a man erzählt die dramatische Geschichte von drei Familien, deren Leben durch Schicksalsschläge miteinander verknüpft sind. Hätte Daniel nicht die Rakete gesteuert, die das Auto mit dem Terroristen abgeschossen hätte, wäre Caroline nicht gestorben. Wäre Caroline noch am Leben, hätte Michael die Nelsons nicht kennengelernt. Hätte Michael die Nelsons nicht kennengelernt, hätte sich jener Tag im Juni nie ereignet und ihr Leben hätte sich nicht so entwickelt, wie es das nun tut.

Der eigentliche Protagonist ist Michael, der immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit springt. Mal sind wir im Hier und Jetzt, mal erzählt er von seiner Zeit mit Caroline. Aber auch Daniel, der die Rakete gesteuert hat, und Josh, der ebenfalls Schuld an dem Unglück des Junitages trägt, gewähren uns immer wieder Einblicke in ihr Leben und ihre Gedankenwelt.

I saw a man ist ein ruhiges, nachdenkliches Drama. Ohne viel Action, Handlungsspannung oder emotionale Dialoge erzählt es von dem Welleneffekt, den ein einzelner schicksalshafter Moment auslösen kann. Es geht um das bedrückende Gewicht eines Geheimnisses, um den Drang, zu gestehen. Um das Gewissen, das gegen den Selbsterhaltungstrieb ankämpft. Um Moral gegen Angst. Es ist ein ruhiges Buch, und ein gutes.

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

!!!

Von: Tina Krauskopf aus 24534 Neumünster Datum: 22.02.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Krauskopf, Großflecken 32

Großartig

Von: Ilona König aus Ingolstadt Datum: 16.02.2016

Buchhandlung: Hugendubel GmbH & Co. KG

Ein wirklich toller Roman der einen unwahrscheinlichen Sog aufbaut und den man erst wieder aus der Hand legt wenn man durch ist. Ein spannungsgeladener Roman um das große Thema Wahrheit Schuld und Sühne hat mich sehr beeindruckt. Unwahrscheinlich gut.

Voransicht