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Mark Twain

Knallkopf Wilson

Roman

Mit Nachwort von Manfred Pfister
Originaltitel: Pudd'nhead Wilson
Aus dem Amerikanischen von Reinhild Böhnke

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2200-3
€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis

Verlag: Manesse

Erscheinungstermin: 15. März 2010
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Mark Twain als Krimiautor

Mark Twain war Stimme und Herz der amerikanischen Südstaaten. Wie schon in seinen beliebten Romanen um Tom Sawyer und Huckleberry Finn macht er auch in dieser burlesken Kriminalkomödie seine Heimat am Mississippi zum Schauplatz haarsträubender Verwicklungen. Ein unterhaltsamer Fund für Twain-Kenner wie -Neulinge.

Als sich der Jurist David Wilson in Dawson's Landing niederlässt, steht er rasch im Ruf, ein Knallkopf zu sein. Allzu suspekt erscheinen sein schottischer Humor, seine Ostküsten-Provenienz und die Vorliebe für ausgefallene Hobbies: Der kauzige Eigenbrötler sammelt Fingerabdrücke, praktiziert das Handlesen und brütet mit Vorliebe über Alltagsweisheiten für einen nach ihm benannten Almanach. Dabei fällt Wilson nur auf den ersten Blick aus dem Rahmen, tummeln sich in dem gemütlichen Städtchen bei näherer Betrachtung doch noch weitere originelle Gestalten: Roxy, die Sklavin mit der hellen Haut; Sohn Chambers und Ziehsohn Tom, die Roxy als Säuglinge absichtlich vertauscht hat, und die nun nichtsahnend sehr unterschiedliche Lebenswege einschlagen; nicht zu vergessen Angelo und Luigi Capello, die ominösen Zwillinge aus florentinischem Adel. Verwechslung, Rollentausch und Betrug bestimmen den Alltag der Herren und Sklaven in Dawson’s Landing, und am Ende geschieht gar ein Mord, bei dessen Aufklärung Knallkopf Wilson die Schlüsselrolle spielt.

Die Mark Twain (1835–1910) eigene, einzigartige Mischung aus witziger Unterhaltung und beißender Kritik – an Standesdünkel und amerikanischem Südstaatenrassismus – zeichnen auch die vorliegende Kriminalgeschichte aus. Diese überrascht als zu Unrecht in Vergessenheit geratenes Werk, das den berühmten Romanen des populären Autors um nichts nachsteht.

 
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«So ein Knallkopf ist er gar nicht. Im Gegenteil: eigentlich ist er eine Art von Sherlock Holmes, sein Hobby: Fingerabdrücke... Dieser ,,Krimi" ist vor allem eine Hymne auf die Wissenschaft vs. Vorurteile und Bigotterie und eine bittere Satire auf die zynische Sklavenhaltereigesellschaft. Twains Witz wurde mit den Jahren immer bissiger, seine Sicht auf die Welt immer bitterer, seine Satire auf alle Rassentheorien ist hier am bösesten. Und das alles so flott und mit bösem Witz geschrieben, dass man das Buch in jeden Urlaub mitnehmen kann.»

Stuttgarter Zeitung (09.07.2010)

 
 

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