Mit Nachwort von
Natalja
Sharandak
Originaltitel: Pesnja bes slow
Aus dem Russischen
von
Ursula
Keller
Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag,
256 Seiten,
9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2210-2
€
19,95 [D]
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€
20,60 [A]
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CHF
28,50*
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empfohlener Verkaufspreis
Verlag:
Manesse
Erscheinungstermin:
15. März 2010
Dieser Titel ist lieferbar.
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Nach «Eine Frage der Schuld» Tolstajas zweiter Roman – als Weltpremiere bei Manesse
Mit dem spektakulären Erfolg ihres Romans «Eine Frage der Schuld» trat Sofja Tolstaja hierzulande aus dem Schatten ihres berühmten Ehemannes. Ihr zweites Buch erzählt erneut von der alles umstürzenden Macht der Leidenschaft - und wirft ein weiteres Schlaglicht auf das Eheleben der Tolstois. Jahrzehntelang schlummerte das Kleinod in einem Moskauer Archiv; nun wird es zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Tod ihrer Mutter stürzt die junge Sascha in eine tiefe Krise. Ihr gutmütiger, aber plumper und wenig sensibler Ehemann, der Versicherungsbeamte Pjotr, kann sie nicht trösten; ein drückendes Gefühl der Leere und Sehnsucht quält sie. Da stellt die Begegnung mit dem Musiker Iwan Iljitsch ihr Leben auf den Kopf: Mit Mendelssohn-Bartholdys «Liedern ohne Worte» schenkt er ihr ungeahntes, rauschhaftes Glück. Ohne dass Sascha es sich zunächst eingestehen will, gilt ihre Begeisterung bald nicht mehr nur der Musik, sondern zunehmend auch dem begnadeten Pianisten.
Einfühlsam und mitreißend erzählt Sofja Tolstaja vom qualvollen Schwanken zwischen Pflichtbewusstsein und Leidenschaft und von der überwältigenden Kraft der Musik. Der ergreifende Roman entstand vor dem Hintergrund eines tragischen Schicksalsschlages. Als der Tod ihres jüngsten Sohnes sie aus der Bahn warf, fand Sofja Tolstaja Trost in der Bekanntschaft mit dem Komponisten Sergej Tanejew, der – zum Ärger ihres krankhaft eifersüchtigen Mannes Lew Tolstoi – häufig in ihrem Haus zu Gast war. Zu Lebzeiten wagte sie nicht, die Geschichte zu veröffentlichen: Allzu leicht und allzu unmittelbar hätten die Leser Rückschlüsse auf ihre bereits zerrüttete Ehe gezogen.
«Ein großes Vergnügen ist der zweite Roman der Ehefrau von Lew Tolstoj in mehrfacher Hinsicht – unter anderem auch darum, weil er in seiner Art und Weise der Darstellung beinahe filmisch wirkt. Das Beschriebene wirkt äußerst plastisch und real. Die Figur der Sascha erscheint gelebt und in ihrem Leiden sehr überzeugend.»
literaturkritik.de (23.01.2011)
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