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Lügen über meinen Vater

Kundenrezensionen (1)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0315-9

Erschienen: 08.03.2011
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Eine Geschichte von alttestamentarischer Wucht – John Burnsides großer Text über seinen Hass auf den Vater

Am Ende wünscht John Burnside seinem Vater nur noch den Tod. Er hat für den Mann, der über Jahre die Familie terrorisiert, der lügt und säuft, einzig Hass übrig. Doch er verbirgt seine Gefühle und schweigt. Bis die Begegnung mit einem Fremden ihn zwingt, sich seinen Erinnerungen zu stellen und diese Geschichte von alttestamentarischer Wucht zu erzählen.

Der Vater war ein Nichts. Als Säugling auf einer Türschwelle abgelegt. Zeitlebens erfindet er sich in unzähligen Lügen eine Herkunft, will Anerkennung und Bedeutung. Er ist brutal, ein Großmaul, ein schwerer Trinker, ein Tyrann. Seine Verachtung zerstört alles, die Mutter, die Familie, John. Dieser hat als junger Mann massivste Suchtprobleme, landet in der Psychiatrie und erkennt in den eigenen Exzessen den Vater. Erst die Entdeckung der Welt der Literatur eröffnet ihm eine Perspektive. Nur einem Autor vom Kaliber John Burnsides kann es gelingen, eine solche, auch noch autobiographische Geschichte in Literatur zu überführen. So ist dieses Buch ein radikal wahrer Blick in die menschlichen Abgründe und zugleich eine Feier der Sprache.

"John Burnside ist einer der sprachmächtigsten Sinnsucher der britischen Literatur."

Elmar Krekeler, Die Welt (17.03.2011)

John Burnside (Autor)

John Burnside gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Großbritanniens. Für sein Werk aus Lyrik und Prosa erhielt er zahlreiche Preise. „Lügen über meinen Vater“ war in Großbritannien ein Bestseller.

Im Knaus Verlag erschienen bisher seine beiden Romane „Die Spur des Teufels“ und „Glister“. Sie wurden von der Kritik mit höchstem Lob bedacht.


Bernhard Robben (Übersetzer)

Bernhard Robben, geb. 1955, lebt in Brunne/Brandenburg und übersetzt aus dem Englischen, u. a. Salman Rushdie, Peter Carey, Ian McEwan, Patricia Highsmith und Philip Roth. 2003 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet, 2013 mit dem Ledig-Rowohlt-Preis für sein Lebenswerk geehrt.

"John Burnside ist einer der sprachmächtigsten Sinnsucher der britischen Literatur."

Elmar Krekeler, Die Welt (17.03.2011)

" 'Lügen über meinen Vater' ist ein Buch von fast monumentaler Wucht."

Profil (07.03.2011)

" 'Lügen über meinen Vater' ist ... ein Schlüssel zu Burnsides Welt."

Frankfurter Rundschau (07.05.2011)

"In seinem Erinnerungsband setzt sich John Burnside auf sehr poetische und schmerzlich intensive Weise mit seiner Beziehung zum Vater auseinander."

Wiener Zeitung (07.05.2011)

"Burnsides Blick hinter die mühsam aufrechterhaltenen Kulissen einer zutiefst zerrütteten Familie ist schmerzhaft genau."

Nassauische Neue Presse; Frankfurter Neue Presse (07.04.2011)

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12.10.2016 | 20:00 Uhr | Berlin

Buchpremiere. Moderation: Bernhard Robben. Deutscher Text: Thomas Sarbacher

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Autorenbuchhandlung Berlin
Else-Ury-Bogen 599-601
10623 Berlin

Tel. 030/3130151, post@autorenbuchhandlung.com

13.10.2016 | 19:30 Uhr | Hamburg

Buchpremiere. Moderation: Julika Griem

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Literaturhaus
Schwanenwik 38
22087 Hamburg

Tel. 040/22702011, info@literaturhaus-hamburg.de

14.10.2016 | 19:00 Uhr | Innsbruck

Lesung und Gespräch

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Medici Buchhandels GmbH Wagnersche Universitätsbuchhandlung
Museumsstraße 4
6020 Innsbruck

Tel. 0043/67761281490

17.10.2016 | 19:30 Uhr | Zürich

Buchpremiere. Moderation: Thomas Bodmer. Deutsche Lesung: Rebekka Burckhardt

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Literaturhaus Museumsgesellschaft
Limmatquai 62
8001 Zürich

Tel. +41 (0)44 254 50 08, info@literaturhaus.ch

18.10.2016 | 20:00 Uhr | München

Buchpremiere. Moderation: Professor Tobias Döring

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Buchhandlung Lehmkuhl OHG
Leopoldstraße 45
80802 München

Tel. 089/3801500, service@lehmkuhl.net

19.10.2016 | 20:00 Uhr | Heidelberg

Buchpremiere

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Deutsch-Amerikanisches Institut
Sofienstraße 12
69115 Heidelberg

Tel. 06221/607311

27.11.2016 | 20:15 Uhr | Karlsruhe

Bücherschau Karlsruhe.

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Buchcafé im Regierungspräsidium
Karl-Friedrich-Straße 17
76133 Karlsruhe

28.11.2016 | 19:30 Uhr | Esslingen

LesART

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Stadtbücherei
Webergasse 4-6
Kutschersaal
73728 Esslingen

Tel. 0711/35122966

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Bernhard Robben
Originaltitel: A Lie about my Father
Originalverlag: Jonathan Cape, London 2006

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8135-0315-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 08.03.2011

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Lügen über meinen Vater

Von: Cornelia TiRo Datum: 16.06.2015

tiro37.de

Groß. Beeindruckend. Gewaltig.

John Burnside hat es wieder geschafft mich zu packen und wegzuschleppen. Diesmal auf einer ganz anderen Ebene...

Seine Romanbiografie Lügen über meinen Vater ist schwer zu beschreiben. Ich habe das Buch schon eine Weile durchgelesen und suche immernoch nach den richtigen, treffenden Worten. Es ist auf einer manchmal sehr harten, manchmal auf einer sehr subtilen Ebene stark, berührend, verstörend. Und doch auch Frieden schließend, so dass ich es nach dem Auslesen ohne Groll zur Seite legte. Aber es hat etwas (in und mit mir) angerichtet, denn es liegt weiterhin auf dem Tisch und ich schleiche drumherum, mir die Worte herausringend.

Eingangs schreibt der Autor:

"Dieses Buch liest man am besten als ein Werk der Fiktion. Wäre mein Vater hier, um mit mir darüber zu reden, gäbe er mir bestimmt recht, wenn ich sagte, es sei ebenso wahr zu behaupten, dass ich nie einen Vater, wie dass er nie einen Sohn hatte."

Burnside beschreibt die Beziehung oder auch Nicht-Beziehung zu seinem Vater. Dieser ist ein Säufer, Grossmaul und seinen Kindern gegenüber ein alltäglicher Sadist. Er war ein Findelkind, wurde als Säugling einfach auf einer Türschwelle abgelegt. Zeitlebens erfand der Vater (Lügen-) Geschichten über seine Herkunft. Er will Anerkennung und als ein bedeutungsvoller Mensch wahrgenommen werden. Bei seinen Säuferkollegen in den diversen Pubs hat er es geschafft. In dem Haus der Familie zeigt er sich weiterhin als Tyrann, der mit seiner Verachtung alles zerstört.

Als Sohn versucht John seinen eigenen Weg zu finden. Er experimentiert mit Drogen, verliert sich in und mit ihnen, bis zum Exzess. Er landet gleich zwei Mal in der Psychiatrie.

"Schließlich, fast unmerklich und ohne großes Getöse, kam mir der Gedanke, dass ich endlich unsichtbar geworden war." (S. 337)

Bis John es letztlich leid ist - sich selbst leid ist -, sich aus der Psychiatrie entlässt und weiterzieht.

Selbst nach dem Tod seines Vaters kann er sich nicht wirklich von ihm befreien. Erkannte John ihn schon in seinen eigenen Exzessen wieder, wandert er auch darüber hinaus weiterhin in seinen Gedanken umher. Doch nicht zuletzt eröffnet ihm die Welt der Literatur eine neue Perspektive.

John Burnside hat hier ein abgrundtief ehrliches Erinnerungsbuch vorgelegt. Er versteht sein Handwerk und jeder Satz kommt mit einer authentischen Wucht daher, wie ihn nur einer schreiben kann, der viel durchgemacht, reflektiert und erkannt hat.

Jahrelang hat der Autor seinen Hass auf den Vater unter der Oberfläche versteckt, bis er sich mit diesem gewaltigen Werk "aufgeräumt" zu haben scheint.

Dabei schreibt Burnside sehr unaufgeregt. Umso heftiger schlagen jedoch einige Sätze auf den Leser ein. Die ständigen Machtdemonstrationen und das Gefühl des Ausgeliefertseins sind deutlich spürbar. Er beschreibt seinen eigenen exzessiven Weg in den Abgrund mit kristallklaren und nachvollziehbaren Worten. Nicht sentimental, sondern geistreich. Einmal ins "Fegefeuerstadium" und zurück.

John Burnside wurde 1955 in Schottland geboren. Für seine Bücher erhielt er ebenso viel Lob wie Kritik. Die hier zulande bekanntesten Romane Burnsides dürften "Glister" und "In hellen Sommernächten" sein. Schon sein Debütroman "Haus der Stummen" begeisterte und beeindruckte mich. Genauso wie dieses Werk.
Die Originalausgabe erschien bereits 2006 unter dem Titel "A Lie About my Father". 2011 erhielt er hierfür den Internationalen Literaturpreis Corine.

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