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Machandel Roman

Kundenrezensionen (4)

€ 22,99 [D]
€ 23,70 [A] | CHF 30,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0640-2

Erschienen: 11.08.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Ein großer Familien- und Generationenroman über die DDR und wie sie unterging.

Regina Scheer spannt in ihrem beeindruckenden Debütroman den Bogen von den 30er Jahren über den Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und in die Gegenwart. Sie erzählt von den Anfängen der DDR, als die von Faschismus und Stalinismus geschwächten linken Kräfte hier das bessere Deutschland schaffen wollten, von Erstarrung und Enttäuschung, von dem hoffnungsvollen Aufbruch Ende der 80er Jahre und von zerplatzten Lebensträumen.

"Die große Rekonstruktion: Regina Scheers Roman "Machandel" erzählt vom Krieg bis zur Wende und darüber hinaus. Sie fasst die deutsche Zeitgeschichte in ein faszinierendes Kaleidoskop."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus (25.10.2014)

Regina Scheer (Autorin)

Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972–1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift „Forum“, deren Redaktion wegen „konterrevolutionärer Tendenzen“ aufgelöst wurde. Danach war sie freie Autorin von Reportagen, Essays und Liedtexten und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift „Temperamente“. Nach 1990 arbeitete sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zu deutsch-jüdischer Geschichte. „Machandel“ ist ihr erster Roman, für den sie 2014 den Mara-Cassens-Preis erhielt.

"Die große Rekonstruktion: Regina Scheers Roman "Machandel" erzählt vom Krieg bis zur Wende und darüber hinaus. Sie fasst die deutsche Zeitgeschichte in ein faszinierendes Kaleidoskop."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus (25.10.2014)

"(...) Genau daraus bezieht Regina Scheers Roman über die deutsch-deutsche Vergangenheit seine Bannkraft. In Scheers märchenhafter Romanwelt von "Machandel" entstehen aus umfangreichem historischem Material zwischen Mythos und Realität beseelte Lebensgeschichten."

Deutschlandfunk „Büchermarkt“, Michaela Schmitz (03.10.2014)

„Es braucht jemanden wie Regina Scheer, der ihren in historischen Zusammenhängen und individuellen Träumen verästelten Lebensgeschichten zuhört und sie mit dieser zurückhaltenden Emphase weitererzählt.“

Berliner Zeitung, Sabine Vogel (23.08.2014)

„Ein wunderbares Buch. Eine Historie unserer Zeit. Wir finden uns alle wieder. Genau und sehr poetisch. Unsere osteuropäische Vergangenheit und Verflechtung durchzieht und belebt den ganzen Roman.“

Christoph Hein

„In diesem Roman ist das Lebensgefühl einer Generation, sind die Konflikte der Menschen in der Zeit der DDR auf wahrhaftige Weise erzählt. Ich bin von Machandel fasziniert.“

Inge Heym

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04.06.2016 | 20:00 Uhr | Rostock

Lesung im Rahmen der 4. Internationalen Uwe-Johnson-Tagung

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Rathaus
Alter Markt 1
Festsaal
18050 Rostock

21.06.2016 | 19:00 Uhr | Magdeburg

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Literaturhaus
Thiemstraße 7
39104 Magdeburg

Tel. 0391/4044995, info@literaturhaus-magdeburg.de

23.08.2016 | 19:30 Uhr | Visbek-Hagstedt

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Obsthof Bergmann
Hagstedt 28
49429 Visbek-Hagstedt

02.09.2016 | 19:30 Uhr | Stuttgart

Lesung bei 'Literatur im Salon': 'Heimat trifft Heimat'. Moderation: Astrid Braun

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N.N.

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8135-0640-2

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 11.08.2014

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Zeitmosaik mit märchenhaften Zügen

Von: YukBook Datum: 20.01.2016

www.yukbook.me

Wie der Titel bereits vermuten lässt, spielt neben den Figuren Clara, Hans, Natalja und Emma der Schauplatz Machandel die Hauptrolle in diesem Roman von Regina Scheer. Jeder Protagonist hat eine besondere Beziehung zu diesem imaginären Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, wo sich ihre Schicksale kreuzen.

Die Berlinerin Clara kommt 1985 mit ihrer Familie aus der DDR nach Machandel und findet ein dort altes Sommerhaus, wo sie sich niederlassen. Clara möchte mehr über die Vergangenheit des Ortes erfahren – nicht nur weil sie eine Dissertation über das Grimmsche Märchen vom Machandelboom schreibt. Sie begreift auch, dass das verschlafene Dorf ein Verbindungsstück zu ihrer eigenen Vergangenheit ist. Ihr Vater zum Beispiel, Minister in der Regierung der DDR, fand dort in den letzten Kriegstagen Zuflucht. Clara bringt in diesem Roman alle Akteure dazu, ihr Schweigen zu brechen und nach und nach ihre eigene Lebensgeschichte zu enthüllen.

Die Lektüre war für mich wie ein fesselnder Geschichtsunterricht über Deutschland in den 30er Jahren bis zum Fall der Mauer. Ungewöhnlich ist der wechselnde Stil: Mal werden politische Veränderungen präzise und reportageartig wiedergegeben – dann wieder taucht man in poetische Beschreibungen des mythenumrankten Machandelstrauchs ein. Die schwankende Stimmung zwischen Hoffnungslosigkeit und Optimismus zu der Zeit, endlose Diskussionen und die allmähliche Verfremdung zwischen Clara und ihrem Mann vermag die Autorin subtil und überzeugend zu erzählen. Besonders berührt hat mich die Lebensgeschichte von der Zwangsarbeiterin Natalja, die mit 16 Jahren in das Dorf verschleppt wurde. Jeder Figur gibt sie ihre individuelle Stimme und legt über das gemischte Ensemble die märchenhafte Atmosphäre der mecklenburgischen Natur.

gut komponierte Zeitreise

Von: Lesetante Datum: 11.01.2016

https://mittenimlebenaufdemlesesofa.wordpress.com

Lange habe ich an diesem Buch gelesen, weil es eher wie ein Sachbuch als ein Roman daher kommt. Die Autorin sagt selbst: “Alles ist wahr, aber so war es nicht.”

Machandel (Wacholderbeerbaum) ist ein kleines Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, das seit Beginn der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein im Fokus des Romans steht. Die Autorin präsentiert die Geschichte, die sich dort ereignete, aus der Perspektive verschiedener Zeitzeugen und einer Protagonistin, die der Generation danach zuzuordnen ist. Clara, deren Eltern sich in Machandel kennen lernten, kehrt zu DDR-Zeiten mit ihrem Mann dorthin zurück und sie kaufen einen kleinen Katen, der eine enorme persönliche Geschichte zu erzählen hat. Die junge Mutter ist fasziniert von der Geschichte, die sich in dem kleinen Dorf ereignete, sie fragt nach und erhält immer neue Informationen, die sie eng an Machandel binden. Dabei lernt sie Emma kennen, die – gebürtig als Witwe aus Hamburg kommend – vor ihr in ihrem Katen wohnte und eine ganze Kinderschar annahm, weil diese keine Mutter mehr hatten. Das älteste Geschwisterkind – Marlene – wurde von einem Nazi-Günstling erst widerwärtig missbraucht und dann entsorgt. Ebenfalls lernt sie Natalja kennen, eine ehemalige Ostarbeiterin, die im Gutshaus der Baronin arbeitete, dort ihr Leben lang blieb und ihre Tochter allein aufzog.

Claras Bruder Jan wuchs die ersten 7 Jahre seines Lebens in Machandel bei den Großeltern auf, bevor er vom Vater, der – ehemaliger kommunistischer Sachsenhausen-Häftling – als Vertreter des sozialistischen Systems steht, in eine NVA-Kadettenschule geschickt wird. Jan verschwindet, weil er mit dem aufgezwungenen Regime nicht zurecht kommt und hinterlässt Freunde und Familienmitglieder, denen sein Abgang wie ein Erwachen vorkommt.

Regina Scheer hat eine wunderbare Abhandlung geschrieben, die nicht immer leicht verdaulich ist. Dadurch, dass sie die Geschichte von verschiedenen Handlungsträgern erzählen lässt, gewinnt das Buch an Intensität und Tiefgang. Die Frauenfiguren haben mich sehr gefesselt, vor allem Natalja und Emma, die gegen jede Widerstände immer getan haben, was sie für richtig hielten. Die Autorin präsentiert ein Dorf mit Geschichte, das sich weiter entwickelt, die Zeitzeugen verliert und an Bedeutung verliert. Es ist eine Hommage an die Traditionen, an das Nicht- Vergessen, an die Historie.

Mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, denn aus all den verschiedenen Sichtweisen setzt sich ein Bild zusammen, das authentisch ist. Es findet keine Glorifizierung der DDR statt, ebenfalls rechnet Regina Scheer nicht ab, sie lässt einfach einen Unrechtsstaat aus einem anderen entstehen, wie es historisch belegbar ist und versieht diese Regime mit authentischem Personal. Dieses ist individuell traumatisiert, engagiert, problembehaftet, engagiert, oppositionell und abgeklärt.

Die Sprache ist sachlich, nüchtern, es finden sich keine klischeehaften Metaphern, im Fokus steht wirklich die Geschichte für sich.

Vielen Dank dem Random House Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

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