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Mein Leben

Kundenrezensionen (1)

€ 25,00 [D]
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-05149-3

Erschienen: 01.08.1999
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Marcel Reich-Ranicki wurde viel bewundert und viel gescholten, war bekannt und populär, einflussreich und schließlich aber auch umstritten. Mit seinem „Literarischen Quartett“ bewies er viele Jahre lang, dass die Vermittlung von Literatur im Fernsehen höchst unterhaltsam sein kann und dass gerade das Fernsehen wie kein anderes Medium imstande ist, der anspruchsvollen Literatur den Weg zum Leser zu bahnen. Was steckte hinter seinem unvergleichlichen Aufstieg, hinter diesem verblüffenden Erfolg?
Als Reich-Ranicki, kaum neun Jahre alt, aus seiner polnischen Geburtsstadt Wloclawek an der Weichsel nach Berlin übersiedelt, verabschiedet ihn seine Lehrerin mit den Worten: „Du fährst, mein Sohn, in das Land der Kultur.“ Doch das Land der Kultur stellte sich schon dem Kind nicht ohne düstere Seiten dar. Wie ein roter Faden zog sich diese zwiespältige und widerspruchsvolle Erfahrung durch sein weiteres Leben: Das Glück, das er der deutschen Literatur verdankte, der deutschen Musik und dem deutschen Theater, schien untrennbar verknüpft und verquickt mit der deutschen Barbarei.
Im Jahre 1938, kurz nach dem Abitur an einem Berliner Gymnasium, wurde Reich-Ranicki nach Polen deportiert. Als Jude erfuhr er im Warschauer Getto die schrecklichsten Demütigungen die Menschen Menschen bereiten können. „Immer wieder haben wir versucht“, so schreibt er, „unsere Trauer zu vergessen und unsere Angst zu verdrängen. Die Poesie war unser Asyl, die Musik unsere Zuflucht.“ Zusammen mit seiner Frau Tosia überlebte er das Inferno - durch Zufall und auf dramatische Weise. In Polen der Nachkriegsjahre wurde er Kommunist und Zeuge des größten Verrats, den die herrschende Partei der Idee einer gerechten Gesellschaft zufügen konnte. 1958 kehrte er nach Deutschland zurück, wurde beinahe sofort als Kritiker anerkannt und bald auch gerühmt - musste sich immer wieder überzeugen, dass er trotz aller Erfolge nie dazugehörte, dass er als Fremder behandelt wurde.
In diesem Buch, das weder Triumphgesang noch Klagelied ist, bewährt sich der Kritiker als tempramentvoller und anschaulicher Erzähler und als unbestechlicher Zeuge des Jahrhunderts. Farbig pointiert und anekdotenreich schildert Reich-Ranicki die Stationen seines so bewegten wie bewegenden Lebens. Er berichtet über die „Gruppe 47“, er beschreibt seine Jahre als ständiger Kritiker bei der Wochenzeitung „Die Zeit“ und später als Literaturchef der „Frankfurter Allgemeinen“, er erinnert sich an Begegnungen mit großen Schriftstellern seiner Zeit, mit Bertolt Brecht und Anna Seghers, mit Elias Canetti und Thomas Bernhard, mit Böll, Frisch und Grass und vielen anderen. So skizziert er ein aufschlussreiches und überraschendes Bild des literarischen Lebens in Deutschland.

Marcel Reich-Ranickis Rede zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus Zum Text mit Video der Gedenkstunde

"Lebenslanges Verarbeiten" - Deutschlandfunk-Magazin Andruck

"Mein Leben" ist nicht nur ein großes Zeitgeschichtliches Dokument. Es ist auch eine wunderschöne Liebesgeschichte.

Michael Kluger, Frankfurter Neue Presse (23.08.1999)

Marcel Reich-Ranicki (Autor)

Marcel Reich-Ranicki, geboren 1920 in Polen, lebte von 1929 bis 1938 in Berlin. Nach der Deportation durch die Nazis überlebte er nur knapp das Warschauer Ghetto und kehrte nach dem Krieg nach Deutschland zurück, wo er seine Karriere als Literaturkritiker begann: Er war von 1960 bis 1973 Literaturkritiker der „Zeit" und leitete von 1973 bis 1988 den Literaturteil der „FAZ“, wo er noch bis zu seinem Tod als Kritiker und Redakteur der „Frankfurter Anthologie“ tätig war. Von 1988 bis 2001 leitete er „Das Literarische Quartett“ des ZDF. Nahezu alle Deutschen kennen Marcel Reich-Ranicki - er war „der“ Kritiker und enfant terrible der Medienlandschaft. In seinem geschriebenen wie gesprochenen Wort spürte man jederzeit die Leidenschaft und Konsequenz, mit der er sich für Literatur einsetzte. Seine 1999 bei der DVA erschienene Autobiographie "Mein Leben" wurde zum Millionenbestseller. Er erhielt zahlreiche literarische und akademische Auszeichnungen. Marcel Reich-Ranicki verstarb 2013 in Frankfurt am Main.

"Mein Leben" ist nicht nur ein großes Zeitgeschichtliches Dokument. Es ist auch eine wunderschöne Liebesgeschichte.

Michael Kluger, Frankfurter Neue Presse (23.08.1999)

Der beste Erinnerungsroman der letzten Jahre!

Frank Schirrmacher in der FAZ (03.09.1999)

"Ein Buch, das diese Zeit überdauern wird!"

Frank Schirrmacher in der FAZ (03.09.1999)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 568 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-421-05149-3

€ 25,00 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 01.08.1999

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Keine 100%

Von: Susanne Ullrich Datum: 09.05.2016

https://wortgestalten.wordpress.com/

So als Nicht-Journalist und vergleichsweise leistungsschwaches Glühwürmchen(chenchen) der Buchbloggerwelt traue ich mich ja irgendwie so gar nicht richtig an die Autobiografie des scheinbar allmächtigen deutschen Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki heran. „Welches Recht habe ich, diesen großen Mann zu kritisieren?“ frage ich mich. Das einer unbedarften Leserin, sage ich einfach mal.
Dass das Leben dieses so polarisierenden Mannes ein ereignisreiches, dramatisches, tragisches und auch so erfolgreiches war, ist unbestritten. Ob er hingegen auch glücklich war, dass konnte ich der Autobiografie nicht entnehmen.
Selbstverständlich hat man auf jeder Seite die allgegenwärtige Liebe zur (deutschen) Literatur gespürt. Und auch die durchaus zahlreichen Erfolge haben ihren Platz. All die vielen Begegnungen mit (mehr oder weniger) bekannten Autoren, Schauspielern, Musikern, Künstlern aller Art zeigen die Begeisterung, mit der Reich-Ranicki bei der Sache war. Indes ist überall auch spürbar, dass er in gewisser Weise immer außen vor blieb und eben nicht 100% dazu gehörte. Sei das bei der Gruppe 47 oder bei der „Zeit“.
So ähnlich ist auch mein Eindruck von der Autobiografie: Marcel Reich-Ranicki ist nicht zu 100% drin. Natürlich schreibt er über seine Leidenschaft, seine Liebe, seine Erlebnisse, seinen Werdegang. Bei all den kleinen und großen Episoden hatte ich aber das Gefühl, der Autor bleibt außen vor. Das finde ich sehr schade.
Immer wieder zwischendrin fand ich das Buch auch etwas schwer zu lesen. Gerade in den Abschnitten in denen er immer wieder mit Autoren-Namen regelrecht um sich wirft. Wen er wann wo getroffen hat, wer in seiner Radio- und/oder Fernsehsendung zu Gast war, wer in welcher Zeitung rezensiert wurde. Das ist auf Dauer mühselig. Weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen.
Ich finde das Buch dennoch lesenswert, weil es Leidenschaft vermittelt, Leidenschaft für Literatur. Und weil es damit auch neugierig auf mehr macht.

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