Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
272 Seiten,
13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-88680-996-7
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Verlag:
Siedler
Erscheinungstermin:
18. Juni 2012
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Der gute Mensch von Kopenhagen - Niels Bohr und die Entfesselung des Atoms
Der Physiker und Nobelpreisträger Niels Bohr (1885–1962) veränderte durch seine Forschung unseren Blick auf die Welt. Mit seinem Atommodell konnte erstmals die Stabilität von Materie erklärt werden, doch zugleich machten die darauf aufbauende Atomphysik und Nukleartechnik unsere Welt so unsicher wie nie zuvor. Ernst Peter Fischer beleuchtet Leben und Werk dieses faszinierenden Mannes, dessen Erkenntnisse uns bis heute beschäftigen.
Niels Bohr war ein »Sokrates seiner Zeit«: 1912/13 entwickelte der überragende Physiker das erste funktionsfähige Modell eines Atoms, indem er Elemente der klassischen Physik mit der damals noch neuen Theorie des Quantensprungs verband. Dadurch ebnete er den Weg ins Atomzeitalter – mit all seinen Folgen in der Energieerzeugung und Waffentechnik.
Bohr verband mit seinem neuen Verständnis vom Atom zugleich einen anderen Umgang mit der Wirklichkeit. So veränderten seine Ideen, die gleichermaßen in den Bereich der Natur- und der Geisteswissenschaften wirkten, unser Denken über die Welt und die Wissenschaft nachhaltig. Am weltweit ersten Institut für Theoretische Physik schuf Bohr mit Forschern aus vielen Ländern den »Geist von Kopenhagen«, der die dänische Hauptstadt zum Athen des 20. Jahrhunderts machte.
»Für Ernst Peter Fischer ist Niels Bohr nicht nur Physiker, sondern auch Pionier eines neuen Denkens, das die bis in ihre Grundbausteine zerlegte Welt noch einmal neu und in Vereinigung ihrer Gegensätze erfinden muss. Sein Buch über den dänischen Jahrhundert-Gelehrten ist fünfzig Jahre nach dessen Tod am 18. November 1962 umso beachtenswerter, weil der Versuch solcher Neuerfindung keineswegs abgeschlossen ist, sondern eher abgebrochen zu sein scheint.«
DIE WELT, 11.08.2012
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