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Runa Roman

Kundenrezensionen (51)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8090-2652-5

Erschienen: 24.08.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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"Man kam nicht her, um zu genesen, sondern um zu sterben."

Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …

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www.vera-buck.com

Vera Bucks Debütroman ist von Das Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt-Kriminalroman" nominiert! Zu den Nominierungen

Leserpreis - die besten Bücher 2015 - Gewinner in Bronze in der Kategorie "Historische Romane" Zu den Gewinnern

Wussten Sie, dass Vera Buck eine ausgebildete Elefantenführerin ist? Zum Interview + Video-Interview

„Vera Buck hat aus authentischen Rahmenbedingungen einen Roman konstruiert, der so fesselnd wie lehrreich ist.“

FOCUS Online (10.12.2015)

Vera Buck (Autorin)

Vera Buck, geboren 1986, studierte Journalistik in Hannover und Scriptwriting auf Hawaii. Während des Studiums schrieb sie Texte für Radio, Fernsehen und Zeitschriften, später Kurzgeschichten für Anthologien und Literaturzeitschriften. Nach Stationen an Universitäten in Frankreich, Spanien und Italien lebt und arbeitet Vera Buck heute in Zürich.

„Vera Buck hat aus authentischen Rahmenbedingungen einen Roman konstruiert, der so fesselnd wie lehrreich ist.“

FOCUS Online (10.12.2015)

"Ein hoch spannender und im besten Sinne haarsträubender Mix aus historischem Roman, Thriller und Gruselgeschichte."

BRIGITTE (30.09.2015)

"Buck schildert bildgewaltig und authentisch die finsteren Anfänge der Psychiatrie, fürchterlich abstoßend, zugleich faszinierend."

HÖRZU (09.10.2015)

"In dieses aufwendig recherchierte und anschaulich ausgemalte Setting platziert die Autorin ihre Krimigeschichte um die geheimnisvolle Runa […] ein präziser Einblick in die Frühzeit der Neurochirurgie."

Deutschlandradio Kultur (29.08.2015)

"Unterhaltsames Gruselstück: Wissenschaftshistorie im Unterhaltungsformat. […] Die Sprache ist […] souverän, und die Bilder sind stark."

Tages Anzeiger (CH) (28.08.2015)

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22.09.2016 | 19:30 Uhr | Unna

Lesung im Rahmen des Festivals "Mord am Hellweg"/Neue Stimmen (mit weiteren Autoren)
Eintritt: VVK € 16,90/ erm. € 14,90,
AK € 22,-/erm. € 20,-
Ticketreservierung unter:
www.mordamhellweg.de

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Mehr Infos

Forum des Pestalozzi-Gymnasiums
Morgenstr. 47
59423 Unna

Weitere Informationen:
Westfälisches Literaturbüro e.V.

Tel. 02303/963850

07.11.2016 | 19:30 Uhr | Bielefeld

Lesung
Eintritt: € 3,-
Kartenreservierung über
Tel.: 05205/3575 (Sekretariat der Hans-Ehrenberg-Schule)

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Mehr Infos

Hans-Ehrenberg-Schule/Raum d 203
Elballee 75
33689 Bielefeld

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 608 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8090-2652-5

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Limes

Erschienen: 24.08.2015

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Nichts für schwache Nerven

Von: Yvonnes Bücherecke Datum: 02.05.2016

yvonnes-buecherecke.de

Vera Buck nimmt den Leser mit auf eine Reise ins Paris des 19. Jahrhunderts. Die Welt befindet sich im Umbruch und auch in der Medizin werden bahnbrechende Fortschritte erzielt – reale historische Persönlichkeiten wie Dr. Charcot treffen hier auf fiktive Figuren.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, darunter der angehende Student Jori (Johann Richard Hell) und der Verbrecher Lecoq. Während die Handlungen zunächst unabhängig voneinander laufen und man fast dabei ist den Überblick zu verlieren, werden mit zunehmender Seitenzahl die Zusammenhänge deutlich. Am Ende ergibt alles eine sehr gut durchdachte Geschichte, die fasziniert und zugleich zutiefst erschüttert. Besonders interessant finde ich, dass die Autorin im Allgemeinen den personalen Erzählstil verwendet, für eine einzelne Figur jedoch in die Ich-Perspektive umschwenkt.

Wenn ich sage, das Buch sei nichts für schwache Nerven, dann meine ich das so. Vera Buck zeichnet mit ihren Worten Bilder in den Kopf, die ich so schnell nicht wieder los werde. Schonungslos detailliert werden perfide Experimente und andere Grausamkeiten offenbart. Manchmal hätte ich das Buch am liebsten aus der Hand gelegt, weil es zu heftig war und doch musste ich weiterlesen.

Wahrscheinlich ist vor Allem die Tatsache, dass manche Vorgehensweisen (heute an Foltermethoden erinnernd) im 19. Jahrhundert wirklich durchgeführt worden sind und genau diese zu bahnbrechende medizinischen Fortschritten geführt haben, dass man die Geschichte mit einem dauerhaften Gefühl der Fassungslosigkeit liest.

Ebenso wie die Handlung sind auch die Charaktere besonders. Es gibt hier keine typischen Sympathieträger. Jeder handelt nach eigener Manier und das muss nicht immer gut sein. Es hat mich zutiefst erschüttert, wie damals mit eigenen Familienmitgliedern umgegangen wurde, weil sie scheinbar „verrückt“ waren.

Nach einem nahezu atemraubenden Finale bleibe ich völlig fassungslos zurück und frage mich immer wieder: „Wirklich? Soll die Geschichte wirklich so ausgehen?“. Ein durchaus passendes, aber zugleich so trauriges und offenes Ende, dass mit dem Zuklappen des Buchdeckels noch lange nicht mit dessen Inhalt abgeschlossen hat.

FAZIT: Runa ist ein sehr gut recherchierter Roman über die Medizingeschichte im 19. Jahrhundert. Vera Buck nutzt historische Ereignisse und baut darum ihre eigene Geschichte auf. Mit den ausführlichen Beschreibungen mancher Experimente und anderen verstörenden Szenen bringt die Geschichte sicher so manchen Leser an seine Grenzen.

Spannend bis zur letzten Seite

Von: Pergamentfalter Datum: 24.03.2016

www.pergamentfalter.blogspot.de/

"Runa" ist eine Reise in das Paris von 1884, mitten hinein in die Medizingeschichte: An der Salpêtrière, einer Klinik für Nervenkranke, experimentiert der Neurologe Dr. Jean-Martin Charcot mit hysterischen Patientinnen. Seine Hypnosevorführungen während seiner regelmäßigen Dienstagabendvorlesung haben derartige Bekanntheit erlangt, dass ihnen Besucher aus ganz Europa beiwohnen. Im Publikum befindet sich auch Johann Richard "Jori" Hell, ein Schweizer Medizinstudent, der von dem "großen Charcot" lernen will und bereits seit einiger Zeit an der Salpêtrière studiert. Sein Ziel ist es, endlich seine Doktorarbeit zu schreiben, um dann nach Zürich zurückkehren und seiner nervenkranken Freundin Pauline helfen zu können. Durch seine Augen erlebte ich als Leserin zunächst den Alltag in der Klinik und erfuhr allerhand über damalige Diagnosen und Behandlungsmethoden, die mir so manches Mal eine ordentliche Gänsehaut bescherten.
Als eines Abends in Charcots Vorlesung eine neue Patientin mit Namen "Runa" vorgestellt wird, ist das Aufsehen groß: Weder hat sie auf ihre bisherigen Behandlungsversuche reagiert, noch reagiert sie auf Charcots Hypnose. In der aufkommenden Unruhe beschließt Jori, endlich die Grundlage für seine Doktorarbeit gefunden zu haben: Er will Runa am Gehirn operieren, um ihre Nervenkrankheit zu heilen. Eine einfache Entscheidung, die weitreichende Konsequenzen hat ...
Neben Jori lernte ich noch einige andere Charaktere kennen, die ich ein Stück ihres Weges begleitete: Da wäre der ehemalige Poliziste Lecoq, der nun zwar als Verbrecher unterwegs ist, sich aber trotzdem auf die Suche nach einer verschwundenen Frau macht und schließlich versucht, die merkwürdigen Zeichen zu entschlüsseln, die sich in ganz Paris verteilt finden. Oder die Geschwister Frédéric und Isabelle, die eine mysteriöse Kutsche vor einem noch mysteriöseren Schloss mitten in Paris gesehen haben wollen. Oder einen Ich-Erzähler, der liebend gern schreiben statt singen würde und am Ende doch nur wieder Streit mit seinem Vater hat.
Die Charaktere sind alle sehr lebendig gestaltet. Ihre Eigenheiten bleiben ihnen die gesamte Handlung über erhalten, dennoch machen sie alle charakterliche Entwicklungen durch, die ich als sehr realistisch empfand.
Das Buch ist in sechs Teile geteilt, die noch einmal in einzelne Abschnitte untergliedert sind. Von Abschnitt zu Abschnitt springt die Geschichte zwischen den unterschiedlichen Charakteren und vermittelte mir so ein breites Bild von den Geschehnissen. Vera Buck gelang es dabei sehr gut, die Spannung oben zu halten. Bis zum Ende des Buches habe ich gerätselt, was es mit Runa auf sich haben könnte. Während des Lesens erhielt ist zwar immer wieder kleine Hinweise, aber das große Puzzle löste sich letztendlich erst mit den allerletzten Abschnitten dieser Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig zu lesen. Insbesondere durch die Verwendung einiger französischer Begriffe, deren Bedeutung sich meist nur durch den Kontext klärte, wurde der Handlungsort Paris hervorgehoben.
Ein besonderes Plus, das mir sehr gut gefallen hat, ist die historische Nachvollziehbarkeit der Geschichte: Es gab sowohl die Salpêtrière, als auch Charcot mit seinen Vorlesungen und so manch anderen Charakter. Obwohl das Mädchen Runa und auch Jori erfunden sind, fügten sie sich perfekt in diesen historischen Hintergrund, sodass ich am Schluss nicht mehr sagen konnte, was nun Wahrheit und was Fiktion war.

Fazit
"Runa" ist ein spannendes Lesevergnügen, nicht nur für Medizin- und Geschichtsinteressierte. Zurückversetzt in das Paris von 1884 konnte ich als Leser miterleben, wie an Grundlagen der modernen Medizin gearbeitet und mit Patienten umgegangen wurde. Die Geschichte ist, obgleich erfunden, sehr eindrücklich beschrieben. Ich hatte mehrfach das Gefühl, einfach nur ein Buch zur Medizingeschichte aufschlagen zu müssen, um mehr über den Fall "Runa" zu erfahren.
Toll recherchiert, toll ausgearbeitet. Ich bin gespannt auf den zweiten Roman von Vera Buck.

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