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Sechs Jahre Der Abschied von meiner Schwester

Kundenrezensionen (17)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0521-9

Erschienen: 01.09.2014
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Das persönlichste Buch von Charlotte Link

Auf eindringliche Weise berichtet Bestsellerautorin Charlotte Link von der Krankheit und dem Sterben ihrer Schwester Franziska. Es ist nicht nur das persönlichste Werk der Schriftstellerin, voller Einblicke in ihr eigenes Leben, sondern auch die berührende Schilderung der jahrelang ständig präsenten Angst, einen über alles geliebten Menschen verlieren zu müssen. Charlotte Link beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, dem sich Krebspatienten und mit ihnen ihre Angehörigen ausgesetzt sehen, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten schaudern lässt und Angst macht. Und sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben – denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen.

Ein subtiles, anrührendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit. Ein Buch, das Kraft gibt, nicht aufzugeben und um das Leben zu kämpfen.

18 Fragen an Charlotte Link Zum Interview

Video, Interview & Beiträge zu Charlotte Link

"Wer es schafft, die Leidensgeschichte [von Charlotte Links] Schwester bis zur letzten Seite zu lesen, kann nicht sofort auf Normalmodus umschalten. […] Links erstes nichtbelletristisches Werk ist aufrüttelnd und gut."

Frauke Kaberka, dpa (02.09.2014)

Charlotte Link (Autorin)

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Kriminalromane sind internationale Bestseller, allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft.
Sechs Jahre ist das erste nicht belletristische und zudem persönlichste Buch der Autorin, in dem sie Abschied nimmt von ihrer Schwester Franziska, die 2012 nach langer Krankheit starb. Es ist die Geschichte einer Familie, die sich aufreibt im Widerstand gegen eine gnadenlose Krankheit und einen teilweise unmenschlichen Klinikalltag und doch nicht aufhört, um das Leben zu kämpfen.

"Wer es schafft, die Leidensgeschichte [von Charlotte Links] Schwester bis zur letzten Seite zu lesen, kann nicht sofort auf Normalmodus umschalten. […] Links erstes nichtbelletristisches Werk ist aufrüttelnd und gut."

Frauke Kaberka, dpa (02.09.2014)

"Ungeschönt schildert [Charlotte Link] den Alltag im Krankenhaus und die Angst davor, einen geliebten Menschen zu verlieren. Sehr berührend auch die enge Beziehung zwischen den beiden Frauen."

freundin, Ausgabe 20/2014

"…das Protokoll eines Kampfes gegen den Tod, geschrieben aus der Sicht einer Überlebenden. Unversöhnlich und tieftraurig. Und zugleich ist es die Geschichte einer ganz besonderen Liebe. […] Sie schreibt in diesem Buch anders als sonst. Vorsichtiger, knapper. Die Wucht mancher Sätze ist umso größer."

Brigitte (26.08.2014)

"Charlotte Link hat ihren ersten Nicht-Krimi geschrieben, ein Buch, das sich kein bisschen weniger spannend liest. […] Erinnerungen, die berühren und Kraft geben, sie wirken unmittelbar auf den Leser."

stern.de (29.08.2014)

"Es ist ein trauriges, ein wütendes, ein hoffnungsvolles Buch. Eines, das Krebs-Patienten und ihren Angehörigen hilft. Das Ärger und Unbehagen an unserem Gesundheitssystem artikuliert. Und das trotz allem für das Prinzip Hoffnung plädiert."

BUNTE (04.09.2014)

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13.11.2016 | 18:00 Uhr | München

Lesung im Rahmen des Krimifestival München
Moderation: Bärbel Schäfer
Eintritt: € 16,-
Kartenreservierung über:
mail@krimifestival-muenchen.de

Krimifestival Müncehn

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BMW-Welt
Am Olympiapark 1
80809 München

Weitere Informationen:
Krimifestival München

mail@krimifestival-muenchen.de

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-7645-0521-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 01.09.2014

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Ein langsamer Abschied

Von: Inas Bücherkiste Datum: 08.04.2016

inasbuecherkiste.blogspot.de

Anfang 2006 wird bei Charlotte Links Schwester Franziska im Alter von 41 Jahren Darmkrebs diagnostiziert. Die Situation wird von den Ärzten als kritisch eingeschätzt: Sie befürchten, dass bereits die Lymphknoten und das Bauchfell befallen sein könnten. Die Behandlung mit Chemotherapie, Bestrahlung und anschließender Operation beginnt praktisch sofort. Was jetzt so wirken mag, als hätte Charlotte Link das Wechselspiel der unterschiedlichen Therapieformen auf ein ganzes Buch ausgedehnt, ist falsch. Das Schreiben ist ihr Weg, sich mit dem langsamen Sterben ihrer ihr sehr nahestehenden Schwester auseinanderzusetzen und den Verlust zu verarbeiten.

Bereits als junge Frau war Franziska zum ersten Mal an Krebs erkrankt: Sie litt unter Morbus Hodgkin, einer sehr seltenen Erkrankung des lympathischen Systems, die mithilfe von Chemo- und Strahlentherapie gut heilbar ist, wenn sie früh erkannt wird. So war es auch bei Franziska: 17 Jahre lang galt sie als krebsfrei, doch der dann auftretende Darmkrebs soll nicht zu ihrem Hauptproblem werden. Was ihr in den nächsten Jahren zu schaffen machen wird, sind die Vernarbungen auf der Lunge, die Jahrzehnte zuvor im Zuge der Morbus-Hodgkin-Therapie entstanden sind: Sie beginnen, sich auszubreiten und die Lungenkapazitäten allmählich dramatisch zu reduzieren. Franziska wird sechs Jahre mit allen nur erdenklichen Höhen und Tiefen, mit Hoffnungen und Enttäuschungen erleben. Sie klammert sich an ihr Leben und will sehen können, wie ihre Kinder aufwachsen.

Menschlichkeit und Empathie - oft vergeblich gesucht

Innerhalb des ersten dieser sechs schweren Jahre stellen drei Ärzte unabhängig vomeinander Diagnosen, die alle mit Prognosen über Franziskas noch zu erwartende Lebenszeit einhergehen und sich später als falsch erweisen. Diese Diagnosen werden mit Attributen wie "Sie leben Ende des Jahres nicht mehr" oder "Nichts zu machen!" versehen und zum Teil so gefühlskalt und gnadenlos vorgetragen, dass sie in der Patientin schwere seelische Erschütterungen hervorrufen. Für psychisch labilere Menschen als es Charlotte Links Schwester war, können solche Situationen der Anlass für einen Suizid sein. Doch auch das Verhalten des Pflegepersonals in einer der beschriebenen Kliniken eignet sich nicht dazu, Menschen die Angst vor dem Klinikaufenthalt zu nehmen.

Die Familie trifft jedoch bei ihrer Suche nach geeigneten Behandlungsmethoden auch auf sehr gute Mediziner, die so sind, wie sie sich jeder Patient wünscht: kompetent, geduldig und einfühlsam. In den Krankenhäusern, in denen sie tätig sind, geht auch das Pflegepersonal sehr fürsorglich mit den Patienten um. Möglicherweise gibt es hier einen Zusammenhang.

Sechs Jahre ist trotz des ernsten Hintergrunds ein Buch, das seinen Lesern Hoffnung gibt und ihnen vermittelt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Es ist kein Buch, das man nach dem letzten Satz zuklappt, um sofort mit dem nächsten Titel zu beginnen.

Sechs Jahre

Von: T. Siani aus NRW Datum: 06.03.2016

Ich mag mir nicht vorstellen, wie man sechs Jahre so durchhalten kann. Ich habe vorher noch nie ein Buch von Charlotte Link gelesen. Ich kam durch die Hörbücher dazu. Das Buch hat mich sehr berührt. Wir haben schon einige Familienangehörige durch diese schreckliche Krankheit verloren, aber ich war nie so nah dran, dass ich mich mit kümmern musste. Ich mag zu bezweifeln, dass man es sich vorstellen kann, was einem ständig im Kopf rum schwirrt und wie man dabei noch seinen Alltag (häufig überall stressig) so schaffen kann. Noch Tage danach muss ich an jedes Detail denken und wie sie schreibt wie viele Arschlöcher es gibt in deutschen Krankenhäusern ist unvorstellbar. Meine Tante sehr jung gestorben an Brustkrebs in Italien… da habe ich gedacht, wäre sie in Deutschland wäre bestimmt vieles anders gelaufen, aber wie man lesen kann, ist dies nicht der Fall. Ich glaube, dass Franziska nur durch ihre Familie und ihre Tapferkeit nur so lange durchhalten konnte. Ich bewundere diese Frau und ich finde es toll, was diese Familie geleistet hat.

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

Von: Doris Wörz aus Dettingen Datum: 14.04.2016

Buchhandlung: one - buchcafe one

Ich finde das Buch sehr ehrlich und bewegend. Gerne würde ich Frau Link sagen, dass siesich vergeben darf, dass sie die Woche vom 29.1. - 5.2. nicht bei ihrer Schwester war. Ihre Schwester hat die Zeit zuvor mit ihr genossen.

Von: Hildegard Trant aus Homburg Datum: 05.02.2015

Buchhandlung: Welsch Bücher erleben

"Sechs Jahre" habe ich recht zügig gelesen und finde es im Großen und Ganzen gelungen. Es ist ein sehr gefühlvolles Buch, eine in Worte gefasste Aufarbeitung; eine Hommage an Links Schwester Franziska, zu der Link eine besonders enge Beziehung hatte. Mit dreiundzwanzig Jahren erkrankt Franziska an Lymphdrüsenkrebs, der aber erfolgreich geheilt wird. 17 Jahre lang lebt die Schwester danach ein normales Leben, bekommt sogar zwei Kinder. Mit einundvierzig Jahren wird ein Folgekarzinom diagnostiziert: Lebenszeit vielleicht noch ein Jahr. Sechs Jahre werden der Krankheit abgerungen werden, aggressive Therapien angewandt, bis Franziska schließlich qualvoll stirbt. Es ist ein sehr persönliches Buch; es beschreibt, was mit einer Familie passiert, wenn eines ihrer Mitglieder schwer erkrankt. Nicht ist dann mehr, wie es eben noch war. Zu der Not, dem Kummer und der Angst geht es darum, den richtigen Arzt und ein geeignetes Therapiemodell zu finden. Und weiter den Alltag zu bewältigen. Man sollte annehmen, dass bei unserem Gesundheitssystem Punkt eins und zwei eine relativ leichte Übung seien. Sind sie aber nicht. Immer wieder beschreibt Link unsensible Ärzte, pampige Krankenschwestern, Beutelschneidereien. Manchmal muss man schon schlucken, wenn Link erzählt, wie ihre Schwester behandelt wird. Es gibt aber auch sehr positive Erlebnisse, einfühlsame Mediziner, die nach Wegen suchen, um Links Schwester Zeit zu schenken und die Folgen der Therapien zu mildern. Man muss den Überlebenswillen der Patientin ebenso bewundern wie den nicht nachlassenden Kampf ihrer Familie, nicht nur die Kranke, sondern auch ihre Familie zu unterstützen. Franziskas Tochter ist gerade zwei Jahre alt, als die erneute Erkrankung festgestellt wird. Einen Aspekt finde ich besonders wichtig: erfolgreiche Krebstherapien in der Vergangenheit können Folgeerkrankungen in der Zukunft mit sich bringen. Es ist ein sehr ehrliches Buch, das auch die emotionale Seite einer solchen Erkrankung beschreibt: bei der Patientin und ihren Angehörigen. Ich habe als Leserin mitgelitten und gehofft. Link schafft es, die Probleme, Schwierigkeiten, Sorgen und Ängste aller Involvierten nachvollziehbar zu schildern. Aber sie beschreibt auch die glücklichen, geschenkten Momente, die es in dieser Zeit durchaus gab. Ich glaube nicht, dass ich das Buch hätte lesen können, wenn ich oder jemand, der mir nahe steht, gerade mit einer schweren Krankheit kämpft. Aber es einfach so zu lesen, möchte ich vielen Lesern raten. Nicht weil es einen vorbereitet: nein, einfach damit man eine Ahnung von dem bekommt, das auf einen zukommen kann. Man erfährt, dass man immer nach vorne schauen muss, weil nichts anderes möglich ist. Wegducken geht hier nicht. Und dass man in einer solchen Ausnahmesituation auf einem falschen Weg landen und man seine Kräfte überschätzen kann; dass man manchmal einfach nur schreien möchte. Das vermittelt Link und für die ehrliche Beschreibung kann man sie nicht hoch genug loben. Ich finde es unendlich tröstlich, dass Link ihre Schwester schließlich gehen lassen konnte. Und was Christian, Franziskas Mann, der immer ein bisschen am Rande zu stehen schien, seiner Frau zuletzt zuflüstert: "Geh jetzt. Es ist in Ordnung. Bitte mach dir keine Sorgen. Lass einfach los und geh. Ich komme dann später nach." rührt zu Tranen und ist das Richtige - wobei es in Ausnahmesituationen, das ist auch eine Botschaft in diesem Buch, kein richtig und falsch gibt.

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