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So wie Kupfer und Gold

Ab 13 Jahren

Kundenrezensionen (4)

€ 16,99 [D]
€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16268-2

Erschienen: 23.09.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Üppige Gewänder, prächtige Sprache und atemberaubender Plot

Boston, 1855. Sophia ist 17, als sie nach dem Tod ihres Vaters als Waise dasteht. Da erhält sie einen Brief von ihrem Paten Bernard de Cressac, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey angekommen, zieht der attraktive Gentleman und sein luxuriöser Lebensstil die junge Frau in seinen Bann. Doch je näher sich die beiden kommen, desto mehr spürt Sophia, dass Bernard eine dunkle Seite hat. Als ihr schließlich immer wieder junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen – die ihr selbst sehr ähnlich sehen-, wird Sophia misstrauisch. Sie erfährt, dass Cressac bereits mehrfach verheiratet war und alle Ehefrauen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen ... Ist Sophia die Nächste? Oder kann sie das Netz, das Cressac um sie gesponnen hat, rechtzeitig zerreißen?

"Ein betörendes und verstörendes Märchen, perfekt für junge Leser."

Buch-Magazin (01.10.2013)

Jane Nickerson (Autorin)

Jane Nickerson hat mit ihrer Familie viele Jahre lang in einem großen alten Haus in Aberdeen im Bundesstaat Mississippi gelebt, wo sie als Kinderbibliothekarin arbeitete. Ihre Liebe galt immer den Südstaaten, „den alten Zeiten“, Schauergeschichten, Häusern, Kindern, dem Schreiben und interessanten Bösewichten. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann in Ontario, Kanada. "So wie Kupfer und Gold" ist ihr großartiges Debüt.

"Ein betörendes und verstörendes Märchen, perfekt für junge Leser."

Buch-Magazin (01.10.2013)

"Lesenswert!"

pullheimnews.de (23.09.2013)

"Emotionen pur und Spannung vom Feinsten machen aus der Lektüre einen Genuss zum Niederknien."

literaturmarkt.info (21.10.2013)

"So wie Kupfer und Gold ist ein gewaltiges Epos, eingebunden in einer farbenfrohen Märchenwelt (...)."

Gedankenspinner.de (26.09.2013)

"So wie Kupfer und Gold ist ein wunderbarer historischer Jugendroman, in dem man an einem goldenen Herbsttag versinken kann."

Bloggerstimme (31.08.2013)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Ursula Höfker
Originaltitel: Strands of Bronze & Gold
Originalverlag: Random House, US

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-16268-2

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbt

Erschienen: 23.09.2013

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Ein sehr einschläfernder Romanbeginn

Von: Denises Lesewelt Datum: 29.09.2015

denises-lesewelt.blogspot.de

Handlung:
Sofia zieht nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem Patenonkel und führt seit dem ein wirklich luxuriöses Leben. Ein Leben, das ohne Sorgen sein sollte. Wenn da nicht die Stimmungsschwankungen ihres Onkels wären oder gar ihre tote Vorgängerinnen.
Was für Geheimnisse liegen hinter den Mauern von Wyndriven Abbey versteckt?
Und ist wirklich alles Gold was glänzt? Eingesperrt in einem goldenen Käfig, muss Sofia sich genau diese Frage stellen.

Gestaltung:
Ich finde dieses Buch so schön. Auch wenn es als Leseexemplar eine Taschenbuchausgabe ist. Obwohl es so schlicht gehalten ist, wurde ich davon richtig angezogen. Diese geschwungene Schrift dazu passt toll in die Zeit – in der diese Geschichte spielt – und auch zu Sofias neuer Umgebung.

Meine Meinung:
Ich bin offen für jedes Genre, auch dieser historisch angehauchten Blaubart-Märchen-Adaption (eher eine Anlegung an dieses Märchen) gegenüber. Aber noch nie habe ich mich solange bei einem Buch gefragt, wann denn mal was Spannendes passiert. Das war die ersten 250 Seiten der Fall. Sie waren ziemlich einschläfernd.
Man lernte zwar Sofias neue Umgebung und den Patenonkel kennen, allerdings kam die Spannung zwischen den Figuren erst später auf.
Der Patenonkel war mir von Anfang an suspekt und als dann seine impulsive Art gelüftet wurde, da wollte ich ihn bloß aus dem Buch kicken.
Seltsam fand ich, dass Sofia sich unvorstellbar lang in dem goldenen Käfig wohlfühlte. Sobald jemand auch nur ansatzweise meine Freizeit zu bestimmen meint, dem bin ich doch skeptisch gegenüber?! Viel skeptischer als sonst schon!!! Trotz allem finde ich ihre natürlich und auch manchmal rebellische Art sehr sympathisch. Eine Persönlichkeit, die an diesem Ort bloß einzugehen drohte.
Besonders positiv ist mir die alte dunkelhäutige Frau im Wald aufgefallen. Meistens sind die Omas einfach die mit den besten Sprüchen. So auch hier. Ich liebe sie.
Das Ende hat mich dann doch überrascht, denn es hat tatsächlich mein Interesse geweckt und meine Aufmerksamkeit gewonnen.

Fazit:
Leider war die erste Hälfte des Buches einfach nur zum Einschlafen fad. Dafür war das Ende dann viel besser und es gab tolle Charaktere zu bestaunen.

Blaubart reloaded

Von: Nana - What else? Datum: 14.05.2015

nanawhatelse.blogspot.com

Wie oft hatte ich mich über die Dummheit der Heldinnen in reißerischen Romanen lustig gemacht? Jetzt verstand ich sie – ich war genauso blind gewesen. (So wie Kupfer und Gold von Jane Nickerson, Seite 404)

Ein klein wenig zum Inhalt: Mit nur 17 Jahren zur Waise geworden, nimmt Sophias charismatischer Patenonkel Bernard de Cressac sie bei sich auf seinem Landgut auf. Während Bernard ihr sogleich ein Leben in Luxus und Wohlstand verspricht und sie mit Geschenken und Komplimenten überhäuft und es zuerst scheint, als ob alle von Sophia lang gehegten Träume und Wünsche in Erfüllung gehen würden, zeigt sich bald, dass ihr Gönner nicht nur eine liebevoll-einnehmende, sondern auch eine erschreckend bösartige Ader besitzt. Doch wer kann ihm seine Stimmungsschwankungen verübeln, ist er doch vom Schicksal schwer gezeichnet? Sophia verzeiht ihm seine Launen und schwärmt für den attraktiven Mann, mit dem piratenhaften Aussehen, denn wer könnte einem Mann nachtragend sein, dessen Kummer darüber, bereits mehrere geliebte Ehefrauen zu Grabe getragen zu haben, so groß zu sein scheint? Während sie zuerst noch Mitleid hat mit Bernard, wächst ihr Unbehagen gemeinsam mit ihren Zweifeln, als sie grausige Entdeckungen macht und ihr Patenonkel sie immer mehr von der Außenwelt abzuschotten versucht…

Idee: Während der Klappentext lediglich eine düstere Familiengeschichte verspricht, zeigt sich bald, dass die Idee hinter dem Buch wohl eine moderne Schauermärchenadaption ist. Blaubart 2.0 sozusagen! Da ich ein großer Märchen-Fan bin und Blaubart zu meinen Lieblingen dieser Gattung zählt, war ich also nach den ersten Seiten und märchenhaften Anspielungen mehr als gespannt, wie die Autorin diese von mir heiß geliebte Gruselgeschichte in ein modernes (bzw. moderneres – die Handlung spielt im Jahr 1855!) Gewand kleiden würde.

So viel vorweg: Diesen Jugendroman als Blaubart reloaded zu bezeichnen, wäre (leider) zu kurz gegriffen: Man nehme ein düsteres Grimm-Märchen, versetze es in die Zeit der Sklavenaufstände in Amerika, und mache einen modernen, gesellschaftskritischen Jugendroman daraus. Ob das gut geht?

Umsetzung: Wie bereits erwähnt, lässt der Klappentext eigentlich nicht darauf schließen, dass es sich bei „So wie Kupfer und Gold“ um eine Märchenadaption handeln könnte. Im Text jedoch finden sich explizite Anspielungen auf das Grimmsche Märchen „Blaubart“, von dem ich seit jeher fasziniert bin. Während ich Märchenadaptionen (die sich in den letzten Jahren ja großer Beliebtheit zu erfreuen scheinen!) also generell eher zugetan bin und auch die Idee eines modernen Blaubarts großartig fand (und noch finde!), muss ich gestehen, dass die Umsetzung leider etwas holprig wirkte. Zum einen wird mit Sophia (oder Sophie? Leider konnte man sich nicht durchgängig für einen der beiden Namen entscheiden) eine Protagonistin vorgestellt, mit der man nur recht mühsam warm wird: zu oberflächlich, zu naiv, zu ich-bezogen (ich versuche an dieser Stelle wirklich krampfhaft das Wort hirnlos zu meiden) tritt sie auf, um vom Leser ins Herz geschlossen zu werden. Aber tatsächlich macht das unsympathische Naivchen im Laufe der Handlung eine beachtliche, positive Wandlung durch – auch wenn am Ende dieser leider keine toughe Heldin steht. Der Charakter des Blaubart wirkte auf mich insgesamt leider zu gewollt. Zu Beginn konnte mich die Zweischneidigkeit dieses noblen Schurken noch überzeugen – launenhaft, gereizt, sadistisch in seinen vier Wänden und dennoch charmant und charismatisch nach außen hin. Im Laufe der Handlung litt die Authentizität dieses Charakters jedoch darunter, dass die Autorin versuchte, die Geschichte mit dutzenden weiterer Ideen zu „bereichern“. (ACHTUNG – SPOILER!) Nicht nur erscheint er als aalglatter Gattinnenmörder, nein, er knüpft auch wehrlose Tiere an Bäume, vergewaltigt alte Haushälterinnen, um sie dann entehrt mit Leibeigenen zu verheiraten, peitscht Sklaven aus purer Freude aus, hat unaussprechliche sexuelle Vorlieben …
Diese unnötige Überladenheit ließ mich des Öfteren gerade gegen Ende des Buches verstimmt mit den Augen rollen. TOO MUCH! Sich an die Devise „Weniger ist mehr“ zu halten, hätte diesem Buch sicherlich gut getan. So wurden unzählige Ideen aufgegriffen, die leider relativ unausgereift blieben, viele Fragen hinterließen und zu einem mittelprächtigen Gesamteindruck führten.

Zusammenfassend: Der Beginn des Buches liest sich leider etwas zäh (was sicherlich auch an der Protagonistin liegt, deren Charakter man zu Beginn nur leidend erträgt), in der Mitte nimmt die Erzählung an Fahrt auf, es wird spannend und gruselig, die Parallelen zum Blaubart-Märchen werden deutlich, man darf sich zurücklehnen und genießen, nur um dann weinenden Auges miterleben zu müssen, wie die Geschichte zum Ende hin leider wieder an Authentizität einbüßt, Vorhersehbarkeit an die Stelle von atemloser Spannung tritt und das Naivchen Sophie/Sophia zurückkehrt.

Gestaltung: Wunderschön gestaltet, verleitete mich dieses gebundene Buch zu einem – ich gebe es zu – Coverkauf. Das Profil eines hübschen Mädchens mit wallender roter Mähne, dazu der ins Auge fallende Titel und die gelungenen Farbkombination von Orange-, Rot- und Brauntönen zusammen mit dem schönen Kontrast des smaragdgrünen Leinens machen diesen Jugendroman zu einem Buch, nachdem man greifen muss.

Fazit: Eine meiner Meinung nach brillante Idee, der die Umsetzung leider nicht das Wasser reichen kann. Da unglaublich viel Potenzial verschenkt wurde, reicht es leider nicht für meine Leseempfehlung, dennoch kann man – wenn man ohne große Erwartungen (und ohne Kenntnis des Blaubart-Märchens?) an die Lektüre geht, seine Freude mit diesem Buch haben.

Leider hat’s zum Highlight nicht gereicht, unterhaltsamer Lesespaß für Zwischendurch war „So wie Kupfer und Gold“ aber allemal.

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