Mit Nachwort von
Peter
von Matt
Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag,
704 Seiten,
9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2020-7
€
24,90 [D]
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€
25,60 [A]
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CHF
35,50*
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empfohlener Verkaufspreis
Verlag:
Manesse
Erscheinungstermin:
11. März 2003
Dieser Titel ist lieferbar.
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«Ich bin nicht Stiller!» – Max Frischs erster großer Roman beginnt mit einer Verweigerung. Der sie ausspricht, ist ein Künstler auf der Suche nach sich selbst und auf der Flucht vor dem Bild, das man sich von ihm macht. Der tragikomische Konflikt, der sich daraus mit Stillers Bekannten und den Behörden entspinnt, wird von Frisch in einem ebenso humorvollen wie abgründig pessimistischen Buch entfaltet, das prägend für die deutschsprachige Nachkriegsliteratur war.
Ein Amerikaner namens Jim Larkin White wird an der Schweizer Grenze verhaftet, weil er mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Stiller identisch sein soll. Der Festgenommene bestreitet dies energisch. Durch tagebuchartige Aufzeichnungen, die White in der Untersuchungshaft niederschreibt, kommt der Leser der Wahrheit allmählich näher. Als seine Frau, die Tänzerin Julika, lungenkrank in einem Sanatorium lag, zerschlug Stiller alle Gipsfiguren und Tonköpfe in seinem Atelier, floh nach Amerika und unternahm dort einen Selbstmordversuch, um in einer tragischen Eulenspiegelei seine Identität auszulöschen.
Frischs moderner psychologischer Roman gibt den Blick auf den Innenraum eines Menschen frei, in dem auf der Suche nach der eigenen Bestimmung und aus Sehnsucht, «anders zu sein, als man ist», kein Stein auf dem anderen bleibt. Neun Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, in einer Phase des wirtschaftlichen Aufbruchs erschienen, ist dieser Roman – wie der bekannte Schweizer Germanist Peter von Matt in seinem Nachwort erläutert – auch eine Auseinandersetzung mit Vaterstadt und Vaterland des Schriftstellers Max Frisch.
«'Stiller' erscheint neuerdings und erstmals mit Nachwort versehen in der über nahezu allen ästhetischen Zweifel erhabenen Reihe der Manesse-Bücher... Immer noch springt einen die Urformel dieses Textes an, dieses 'Ich bin nicht Stiller!'»
Stuttgarter Zeitung
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