Mit Nachwort von
Arno
Geiger
Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag,
400 Seiten,
9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2214-0
€
19,95 [D]
|
€
20,60 [A]
|
CHF
28,50*
(* empf. VK-Preis)
empfohlener Verkaufspreis
Verlag:
Manesse
Erscheinungstermin:
27. September 2010
Dieser Titel ist lieferbar.
Weitere Ausgabearten:
» eBook
Jetzt direkt bestellen:
oder bei Ihrem Buchhändler vor Ort
| Lesen & Suchen mit dem Flash-Reader | |
| Um unseren Flash-Reader nutzen zu können, benötigen Sie eine aktuelle Flash-Version. Jetzt herunterladen von www.adobe.com. | |
«Stopfkuchen gehört zu den literarischen Figuren, die man nie mehr vergisst.» (FAZ)
Ein ungeklärter Mord überschattete einst die Kindheit von Eduard, Heinrich und Valentine. Als sie Jahrzehnte später wieder aufeinandertreffen, führt die überraschende Lösung des Falls zu der Erkenntnis, dass nichts so ist, wie es schien: In Wilhelm Raabes verblüffend modernem Roman haben scheinbar unschuldige Kinderscherze ungeahnte Folgen, und hinter der heimatlichen Idylle tun sich Abgründe auf.
Eduard, der Ich-Erzähler, kommt nach vielen Jahren im südlichen Afrika zurück in die deutsche Provinz. Die Horizonte eng, die Leute brav und bieder: Der Heimkehrer wiegt sich in dem Glauben, mit seiner Weltläufigkeit allen anderen haushoch überlegen zu sein. Doch er muss feststellen, dass niemand sonderlich beeindruckt ist – am wenigsten sein Jugendfreund Heinrich, «Stopfkuchen» genannt. Voller Nostalgie denkt Eduard an die gemeinsam verbrachte Zeit zurück. Der Freund hat eine ganz eigene Geschichte zu erzählen: von Quälereien, an denen Eduard nicht unbeteiligt war, und von einem Mord, für den ein Unschuldiger büßte. Plötzlich erscheint die verklärte Kindheit in vollkommen anderem Licht. Atemlos fiebert der Leser der Auflösung des Verbrechens entgegen und fragt sich dabei, wer hier der wahre Spießbürger ist: der freigeistige Stubenhocker oder der Weltenbummler mit seinem Abenteurerdünkel.
«Stopfkuchen» ist einer der modernsten Romane des 19. Jahrhunderts. Eindringlich erzählt Wilhelm Raabe (1831–1910) davon, wie früh zugefügte Schmerzen im Erwachsenenalter weiterwirken. Raffiniert verschränkt er Vergangenheit und Gegenwart seiner Figuren und entlarvt das Bedrohliche, das hinter dem Beschaulichen lauert.
«Modern ist der Roman „Stopfkuchen“ sowohl in inhaltlicher wie auch in formaler Hinsicht. Thematisch geht es darin um ein so aktuelles Thema wie Mobbing, obwohl dieser Begriff hier natürlich noch nicht so genannt wird. Und formal entspricht die Erzähltechnik mit ihren Perspektivwechseln und verschränkten Ebenen aus unterschiedlichen Räumen und Zeiten einem Muster, mit dem wir aus zeitgenössischen Romanen vertraut sind... So ist „Stopfkuchen“ eine spannende, gerade in ihrer Umständlichkeit köstliche Erzählung mit Tiefgang, die auch für den modernen Romanfreund eine fesselnde Lektüre bietet.»
Radio Darmstadt (03.01.2011)
|
|
|
|
Theodor Fontane Cécile |
Theodor Fontane Effi Briest |
Eduard von Keyserling Schwüle Tage |
Eduard von Keyserling Im stillen Winkel |
© Verlagsgruppe Random House GmbH
Kontakt Presse Buchhandel Download Literatur Blog Newsletter Bertelsmann Partnerseiten