
» Ich bin gut in Form. Rund ist doch schließlich eine Form?« Sabine Asgodom![]()
Lebensfreude ist kein Privileg der Dünnen mehr. Denn, immer mehr gilt der Satz: „We all come in different sizes.“ Übergewichtige Menschen schämen sich nicht mehr, sie stehen zu ihren Pfunden.
Rein in die bunten Kleider, hinaus ins Schwimmbad, schwingt die Hüften, erobert die Tanzflächen!
Haben Sie Lust, mal aufzuschreiben, was Ihnen einfällt,
warum Sie eigentlich gern dick sind? (Das eigentlich ist für
alle Frauen, die glauben, dass sie lieber dünn wären.) Welchen
Vorteil hat Ihr Übergewicht? Welche Gefühle sind damit
verbunden? Welche Erlaubnisse? Seien Sie ehrlich mit
sich selbst!
Hier einige Vorschläge:![]()
• Ich habe viel Energie.
• Ich schaffe vieles, was Dünne nicht schaffen.
• Ich bin einzigartig.
• Ich mache anderen Frauen Mut.
• Ich bin weich und gut anzufassen.
• Ich kann gut alleine reisen.
• In meinen Armen finden Menschen Trost.
• Ich habe etwas zuzusetzen, wenn ich mal krank würde.
• Im Taxi darf ich immer vorne sitzen, wenn wir zu mehreren sind.
• Ich habe wenig Falten.
• Ich werde bestimmt nicht übersehen.
• Ich brauche mich nicht »damenhaft« zu benehmen.
• Ich nutze meine Energie, um wirklich wichtige Dinge zu tun.
• Ich trete nicht ständig mit anderen Frauen in Konkurrenz.
• Ich habe einen guten Resonanzboden für meine Stimme.
• Ich kann essen, was mir schmeckt.
Das erste, was man bei einer Diät verliert, ist der Sinn für Humor!
Jetzt ist es an der Zeit, das Thema Diät aus Ihrem täglichen
Wortschatz und aus Ihren Gedanken zu streichen. Vielleicht
helfen Ihnen dabei einige Rituale, Abschiednehmen, Wegwerfen, Verkaufen, Verschenken …
Manchmal brauchen wir solche Rituale, um uns von alten Kränkungen, Selbstbestrafungen und falschen Hoffnungen
zu trennen. Und um aus dem größten Frauennetzwerk
der Welt auszutreten: das Netzwerk der Millionen Frauen, die abnehmen wollen.
Das könnten hilfreiche Rituale sein:![]()
• Sie verschenken das hübsche Kleid mit dem kleinen Bolero in Größe 40, in das Sie beim Kauf schon nicht richtig hineingepasst haben, es aber trotzdem mit dem Gedanken
»Eine Woche Kohlsuppe und es passt« erstanden haben, an Ihre Nichte. Weg damit, denn es erinnert Sie stets an Ihren Misserfolg!
• Sie bringen Ihre Waage auf den Schrottplatz oder machen einen hübschen Untersetzer für Ihren großen Gummibaum daraus.
• Sie räumen alle Diätprodukte aus dem Kühlschrank aus,
die da schon lange vor sich hingammeln.
• Sie verschenken die Riesen-Knäckebrot-Räder, die Sie
jedes Mal von einem Einkauf bei Ikea mitgebracht haben.
• Sie bringen den schicken Nadelstreifenanzug, der vor
vier Jahren das letzte Mal gut gesessen hat, in den Second-
Hand-Laden. Und nehmen gleich alle Klamotten mit, die nicht mehr richtig passen.
• Sie werfen all die Diätbücher vom Regal überm Ofen
weg, die Ihnen regelmäßig beim Kochen die Laune verderben.
• Sie bringen die seit Jahren unbenutzten Fitnessgeräte,
die sie jedes Mal, wenn Sie in den Keller gehen, hämisch angrinsen, zum Wertstoffhof (nein, nicht verschenken, wen wollen Sie denn damit quälen?)
• Sie kaufen das erste Mal seit Jahren eine Vollmilch mit
3,5 Prozent Fett und genießen sie. Wussten Sie das?
Slim Milk mit 0,1 Prozent Fett ist weiß gefärbtes Wasser
ohne jeden Nährwert, wie der Ernährungsexperte Volker Pudel schreibt.
• Sie verbrennen die ganzen Diätbücher, Kalorientabellen
und Ihre Aufzeichnungen im Gartengrill.
Sie nehmen das vergilbte Bild von der Kühlschranktür, das Sie mit 17 und einer Traumfi gur zeigt, und das Sie motivieren sollte, wieder so zu werden (wie lange hängt es schon da? Acht Monate? Und hat nichts genützt? Also!).
• Sie verscheuchen den »Dämon Essen« und begrüßen mit
einem leckeren Drei-Gänge-Menü Ihr neues Motto »Essen ist Leben«.
Du bist nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere dich haben wollen!
• Jeder Mensch darf so dick oder dünn sein, wie die Natur
(oder sein Lebensweg) ihn geschaffen hat.
• Dünn ist nicht besser, dick nicht schlechter.
• Jeder Mensch hat ein Recht auf ein erfülltes Leben ohne
schlechtes Gewissen.
• Essen ist die lustvolle Grundlage des Lebens.
• Der Sinn des Lebens ist, glücklich zu sein, nicht dünn.
• Niemand darf aufgrund seines Körpergewichts diskriminiert werden.
• Niemand darf jemand anderem vorschreiben, welches
Gewicht er zu haben hat.
• Dicksein hat nichts mit Schuld zu tun.
• Niemand darf Dicken ein schlechtes Gewissen machen.
Sabine AsgodomDas Leben ist zu kurz für KnäckebrotSelbstbewusst in allen Kleidergrößen Viele Frauen haben sich damit abgefunden, dass die Waage ihr Stimmungsmacher ist. Sie akzeptieren das Diktat des Schlankseins und bestrafen sich selbst, wenn sie »gesündigt«... |
Erscheinungstermin: November 2010 Paperback |
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