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Meine Gesundheitswelt | Gesundheitslexikon

Erkältung - Virusinfekt der oberen Luftwege

Die Virusinfektion der oberen Luftwege, die meistens als „Erkältung“ oder „Grippe“ oder „grippaler Infekt“ bezeichnet wird, ist die häufigste Infektionskrankheit und zugleich die häufigste Erkrankung überhaupt, zumindest in den hoch entwickelten Industrieländern.
Ärzte machen einen Unterschied zwischen dem oft als „banal“ oder „einfach“ qualifizierten grippalen Infekt und der echten Virusgrippe (Influenza), die einen weit ernsteren Verlauf nehmen kann.

 
 

Wie entsteht die Erkältung und welche Beschwerden löst sie aus?

Tröpfcheninfektion!

Verursacher der Erkältung sind verschiedene Viren, die beim Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden. Bei einer kräftigen Niesattacke werden Tausende Viren explosionsartig herausgeschleudert und über weite Distanzen verbreitet. Die Tröpfchen sind oft so klein, dass Sie die Attacke nicht mal bemerken konnten. Wenn Sie sich in der Erkältungssaison in Situationen begeben, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind (Bus, Straßenbahn, Schule), ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie sich anstecken. Nicht immer entstehen jedoch aus dem Viruskontakt ausgeprägte Erkältungsbeschwerden.
Die Infektion läuft so ab: Die Viren gelangen auf die Schleimhäute der oberen Luftwege (Nase, Rachen), dringen in die Zellen der Nasenschleimhaut ein und zwingen sie, neue Viren zu bilden. Diese Viren werden dann wieder durch Tröpfcheninfektion auf den nächsten Menschen übertragen.
Etwa zwei Tage nach dem Eindringen der Viren beginnt der Körper mit den Gegenmaßnahmen, indem er Antikörper bildet. Die Immunabwehr braucht also rund 48 Stunden Anlaufzeit. Erst dann treten die Symptome der Erkältung auf: Schnupfen, Husten, Kratzen im Hals usw.

Die meisten Erkältungen fallen in die kalte und feuchte Jahreszeit. Das liegt daran, dass die Schleimhäute der oberen Atemwege und die darin liegenden Blutgefäße sich bei Einwirkung von Kälte zusammenziehen und die Durchblutung sich verschlechtert. Dadurch können Krankheitserreger leichter in die Schleimhaut eindringen. Auch trockene (Heizungs-)Luft, die die Schleimhäute austrocknet und dadurch ihren natürlichen Schutz zerstört, macht sie anfälliger für Keime. Am besten schützt man sich in der kalten Jahreszeit also vor Erkältungen, indem man darauf achtet, dass die Schleimhäute gut durchblutet sind und ausreichend Sekret produzieren (Wärme, Gurgeln mit Salzwasser, das den Speichelfluss anregt). Kälte wirkt sich außerdem auf die „Vitalität“ der Atemwegsviren aus: Sie können bei kaltem, nassem Wetter in der Luft besser überleben als bei trockenem, heißen Wetter.
Schnupfen mit verstopfter Nase, ein Kratzen im Hals bis hin zu regelrechten Schluckschmerzen, Husten, Heiserkeit sowie erhöhte Temperatur bzw. leichtes Fieber mit Kopf- und Gliederschmerzen und eine allgemeine Abgeschlagenheit sind die Erkältungsbeschwerden, die jeder kennt.
Oft stehen bestimmte Beschwerden, wie Schnupfen oder Halsschmerzen, ganz im Vordergrund – und die anderen fehlen. Nicht selten kommen weitere Symptome hinzu; Ohrenschmerzen oder gereizte Augen.
Das Beschwerdebild kann sich im Verlauf der Erkältung komplett wandeln: Was mit einem Schnupfen begann, kann durchaus mit einem Husten enden.
Das allgemeine Krankheitsgefühl ist bei der „banalen“ oder „leichten“ Erkältung oft nicht stark ausgeprägt. Das hat zur Folge, dass der Betroffene seiner gewohnten Beschäftigung außer Haus nachgehen und viele Mitmenschen anstecken kann.

 

Untersuchung und Behandlung

Kein wirksames Mittel gegen die Viren, jedoch zur Linderung der Symptome

Wenn der Arzt den Patienten schon kennt, der mit Erkältungsbeschwerden zu ihm kommt, nimmt er keine großen diagnostischen Maßnahmen vor. Er schaut seinem Patienten in den Rachen und eventuell noch in die Nase und die Ohren, lässt die Körpertemperatur messen, die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) feststellen, führt eine Blutsenkung durch oder bestimmt das so genannte C-reaktive Protein (CRP). Auf diese Weise stellt er fest, ob sein Patient nur eine Virusinfektion oder zusätzlich eine bakterielle Infektion hat, die er mit Antibiotika behandeln würde.
Bisher gibt es noch keine wirksamen Arzneimittel gegen die Verursacher der Erkältung, die Viren. Es bleibt also nichts anderes übrig, als den natürlichen Verlauf der Erkrankung abzuwarten. Trotzdem kommt es aber darauf an, diese Zeit so erträglich wie möglich zu überstehen. Es gibt gute Möglichkeiten, die unangenehmen Erkältungsbeschwerden zu lindern. Die meisten Behandlungsmaßnahmen können Sie auch ohne Arzt durchführen, gehen Sie aber in jedem Fall zum Arzt, wenn die Erkältung länger als eine Woche anhält, wenn sich die Beschwerden verschlimmern und wenn neue, bisher ungewohnte Beschwerden auftreten. Behandeln Sie Babys und Kleinkinder nie ohne Arzt. Menschen mit chronischen Erkrankungen (Diabetes oder Bluthochdruck) sowie alte und abwehrgeschwächte Menschen müssen sich bei Erkältungsbeschwerden ebenfalls an ihren
Arzt wenden.
Mit rezeptfrei erhältlichen Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®), Paracetamol oder Novalgin®/Retamizol-Natrium können Sie das Fieber senken und die mit dem Fieber verbundenen Symptome wie Gliederschmerzen und Kopfschmerzen lindern. Geben Sie Kindern kein Aspirin, sondern Paracetamol (als altersentsprechend dosiertes Zäpfchen), da es für sie weniger
Risiken birgt.
Mit Inhalationen von ätherischen Ölen oder Salzlösungen gelingt es, zähen Schleim in den oberen Atemwegen zu lösen und die Entzündung einzudämmen. Auch Hustensäfte lösen den „verhockten“ Schleim und erleichtern das Abhusten. Abschwellende Nasensprays und -tropfen, die aber immer nur einige Tage lang angewendet werden sollen, können die verstopfte Nase wieder öffnen. Sie sorgen auch dafür, dass die Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen und die Verbindung zwischen Rachen und Mittelohr (die so genannte Ohrtrompete) offen bleiben und der Schleim abfließen kann. Lutschtabletten helfen gegen den Schluckschmerz. Hustenstillende Mittel können den quälenden Hustenreiz dämpfen.
Es ist zwar kaum zu befürchten, dass eine „übergangene Erkältung“ schwer wiegende Komplikationen auslöst, dennoch ist es nicht ratsam, mit einer Erkältung schwer zu arbeiten. Wer erkältet in den Dienst geht, steckt seine Mitfahrer, Mitarbeiter oder Kunden an. Wenn der Erkältete das Gefühl hat, dass es ihm im Bett am besten geht, soll er diesem Gefühl nachgeben.
Im Prinzip wird der Arzt Ihnen dieselbe Behandlung empfehlen, die Sie auch in eigener Regie vornehmen können. Wenn Ihre eigene Behandlung aber keine Wirkung zeigt, Ihre Erkältung sich verschlimmert, und ungewöhnliche Beschwerden auftreten, müssen Sie zum Arzt gehen.
Die unangenehmen Folgen einer Erkältung sind auch mit vielen naturheilkundlichen und alternativen Heilverfahren gut zu bekämpfen.

 
 
 
 

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