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Tod in Weimar Kriminalroman

Ungekürzte Lesung mit Dominique Horwitz

Kundenrezensionen (10)

€ 19,99 [D]*
€ 22,50 [A]* | CHF 28,50*
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch CD ISBN: 978-3-8445-1925-9

Erschienen: 21.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Witzig und temporeich vom Autor gelesen

In der „Villa Gründgens“, dem Weimarer Alterssitz für Bühnenkünstler, wird die Probenarbeit des „Schiller-Zirkels“ jäh unterbrochen: Aus der greisen Theatergruppe stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen. Roman Kaminski, Kutscher und Stadtführer in der Goethe-Stadt, sieht sich gezwungen, der rätselhaften Todesserie auf den Grund zu gehen. Doch der ehrgeizige Kommissar Westphal scheint Kaminski in der Hand zu haben, der zu allem Überfluss auch noch zwischen zwei Frauen steht.

(7 CDs, Laufzeit: 8h 04)

Hörbuch-Sprecher im Interview: Dominique Horwitz

Dominique Horwitz zu Gast bei "Ins Blaue", dem youtube-Kanal von Wolfgang Herles

Dominique Horwitz (Autor, Sprecher)

Dominique Horwitz, geboren 1957 in Paris, ist Schauspieler, Regisseur und Sänger. Neben zahlreichen Filmrollen („Stalingrad“, „Der große Bellheim“) spielte er unter anderem am Thalia-Theater in Hamburg, am Berliner Ensemble, am Deutschen Theater in Berlin und am Schauspielhaus Zürich. Bei Dreharbeiten in Weimar lernte er seine Frau kennen, seitdem sind Weimar und Thüringen nicht nur sein Zuhause, sondern auch seine Kulisse. 2012 inszenierte er den „Freischütz“ an der Oper in Erfurt, zuletzt war er als Schillers „Wallenstein“ am Nationaltheater in Weimar zu sehen. „Tod in Weimar“ ist sein erster Roman.

06.09.2016 | Ilmenau

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Stadtbibliothek

07.09.2016 | 19:00 Uhr | Chemnitz

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Buchhandlung Universitas

Tel. 0371/519177, buchhandlung@universitas.de

08.09.2016 | 20:00 Uhr | Eisenach

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Restaurant Prinsenteich
Mariental 19a
99817 Eisenach

10.09.2016 | Kamen

Mord am Hellweg

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Gesamtschule

10.11.2016 | 19:30 Uhr | Herne

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Alte Druckerei im Literaturhaus Herne Ruhr
Bebelstraße 18
44623 Herne

16.11.2016 | 20:00 Uhr | Mainz

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Frankfurter Hof
Augustinerstraße 55
55116 Mainz

Hörbuch CD, 7 CDs, Laufzeit: 484 Minuten

ISBN: 978-3-8445-1925-9

€ 19,99 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 21.09.2015

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Eine Ode an die Lebens- und Sinnesfreuden im Künstlermilieu

Von: danielamariaursula Datum: 30.04.2016

nichtohnebuch.blogspot.de/

Tod in Weimar von Dominique Horwitz, Autorenlesung, derhörverlag

In der „Villa Gründgens“, dem Weimarer Alterssitz für Bühnenkünstler, wird die Probenarbeit des „Schiller-Zirkels“ jäh unterbrochen: Aus der greisen Theatergruppe stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen. Roman Kaminski, Kutscher und Stadtführer in der Goethe-Stadt, wird von der Heimleiterin Dr. Trixi Muffinger, ohne daß er weiß wie ihm geschieht, als Übergangshausmeister eingestellt, als sogar der Hausmeister plötzlich und unerwartet stirbt. Der Einzelgänger lebt in einem braunen Dorf vor den Toren Weimars. Eine 14 jährige Ausreißerin genannt Frettchen hat sich uneingeladen bei ihm eingenistet und zieht den Zorn der örtlichen Jungnazis auf sich. Diesen Umstand nutzt der zu tiefst unsympathische und ehrgeizige Kommissar Westphal aus, um ihn zu verdeckten Ermittlungen in der Altersresidenz zu erpressen. Dies passt Kaminiski gar nicht, geht es ihm doch gehörig gegen den Strich jederzeit dem Kommissar ebenso wie der Heimleiterin bei Fuß zu stehen. Der einzige Lichtblick in dieser scheinbar aussichtslosen Situation ist Laura, die Wirtin der Wilhelm Meißner Schänke. Je mehr Kaminski seine Nase in die Geschehnisse in der Villa Gründgens steckt, desto mehr Bewohner sterben und desto mehr wachsen ihm die Mitglieder des Schiller-Zirkels ans Herz. So langsam hat er auch ein eigenes Interesse die Todesserie zu beenden…..
Ich hatte einen eher bedächtigen Weimar Krimi erwartet, vom Autor einen Schauspieler, eindrucksvoll gelesen. Mit letzterem hatte ich Recht. Aber neben den wunderbaren literarischen Zitaten und philosophischen Gedanken, erfuhr ich mehr Männerphantasien als mir lieb war. Auch diese stetige unterschwellige Lust und Notgeilheit, ging mir zuerst so auf den Keks, daß ich am liebsten abgebrochen hätte. Ich war überzeugt, mehr als 2 Sterne, wegen der schönen Zitate und der guten Lesart würde es unmöglich werden können. Aber irgendwann nahm mich die Geschichte gefangen. Sowohl die kratzbürstige wie auch verletzliche Frettchen, als auch die lebenskluge wie auch schöne Laura nahmen mich schon bald für sich ein. Die völlig schräg skurrilen Mitglieder des Schiller-Zirkels zauberten mir immer wieder ein Grinsen auf das Gesicht, ich mußte sie einfach mögen. Auch wenn mir Kaminski zu oft verriet, was sich bei ihm morgens und auch sonst hob, mußte gewann mein Herz. Selbstverständlich gibt es auch Bösewichte und Personen, bei denen man nicht so ganz weiß, ob man sie mögen soll oder nicht.
Nicht nur die junge Ausreißerin Frettchen, auch die Mordserie sorgen immer wieder für Spannung, letzteres besonders zum großen Showdown.
Das Ende bildet dann jedoch nicht die Entlarvung des Täters, eine Überraschung, sondern eine Ode an das Alter, die Kultur und die Lebensfreude. Ach ja, sogar die Liebe, nicht nur die körperliche, kommt nicht zu kurz. Wunderbar abgerundet und für ein wirkliches gutes Gefühl zum Ende des immerhin über 8-stündigen Hörgenusses! Wirklich geistreich, humorvoll und unterhaltsam. Ohne die feuchten Träume und die unerwünschten Vorstellungen der Freuden im Alter, wären es galt 5 Sterne geworden, so jedoch leider nur 4. Das ist aber meine persönliche Empfindlichkeit, ich bin ja auch kein Mann ;)

Solider Erstling, der mich leider nicht voll überzeugen konnte

Von: Lesemaus_im_Schafspelz Datum: 25.02.2016

lesemaus-im-schafspelz.blogspot.de/

Als in der Villa Gründgens, einem Seniorendomizil für die etwas betuchteren Bewohner, einer nach dem anderen stirbt, trifft es auch den Hausmeister. Diesen soll auf Wunsch der Leiterin des Domizils Roman Kaminski, der normalerweise seinen Broterwerb mit dem Herumkutschieren von Touristen bestreitet, ersetzen. Kommissar Westphal kommt dieser Umstand wie gerufen, denn so kann er Kaminski als Undercover-Ermittler einsetzen…

Da mich der Titel sofort neugierig machte, war meine Erwartungshaltung hier besonders groß: Ein Krimi, und dann auch noch in der wunderschönen Goethe-Stadt – klasse!
Gelesen vom Autor, der ein super Schauspieler sein soll (ich selbst muss zu meiner Schande gestehen, kenne ihn nicht, zumindest nicht bewusst), das lässt mich freudig aufhorchen.

Nun, Dominique Horwitz versteht es mit der Sprache umzugehen, das gefällt mir.
So beginnt er einige seiner Kapitel mit einem Sätzchen, das der imaginären Autobiographie Kaminskis entsprungen sein soll, was ich für eine schöne Idee halte. Diese Einführungssätze sind voller Poesie, die ich in einem Krimi nicht erwartet hätte und bilden einen guten Kontrast zum ansonsten spannend erwarteten Inhalt.
Die Protagonisten vermag Horwitz mit seinen Beschreibungen zum Leben zu erwecken.
Kaminski, der etwas kauzige Kutscher, hat sich dabei in meine Sympathie geschlichen, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass er sich „nebenbei“ um das 14jährige Mädchen „Frettchen“ kümmert, das ihm das Leben nicht gerade leichter gestaltet.
Aber auch die anderen Charaktere konnte ich mir gut vorstellen.

Weniger gefiel mir jedoch, dass die Handlung für meinen Geschmack insgesamt zu wenig „Krimi“ enthielt. Da hatte ich mir deutlich mehr erwartet. Zwar gab es hier auch Überraschungen und es wurde Dinge mit eingewoben, die ich so nicht vermutet hätte, aber insgesamt wurde ich diesbezüglich leider ziemlich enttäuscht. Für mich plätscherte hier zu viel zu lange herum.
Auch hätte mich bei dem Titel etwas mehr Lokalkolorit gefreut. Hier und da gab es zwar den einen oder anderen Hinweis, doch wenn der Protagonist ein Kutscher und Fremdenführer ist, naja, da hätte mehr kommen können.

Insgesamt ist es ein solider Erstling, der mich mittelmäßig unterhalten hat.
Empfehlen könnte ich ihn Lesern, die es unblutig mögen bei einem Krimi und die sich gerne in eine spezielle Umgebung begeben möchten.

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

Theatersaison im Seniorenheim

Von: Dr. Lieselotte Stalzer aus Wien Datum: 25.08.2015

Buchhandlung: Buchhandlung beim Augarten Inh. Dr. Lieselotte Stalzer

Roman Kaminski fährt Besucher der Goethe-Stadt Weimar mit seiner Kutsche zu den wichtigsten Schauplätzen der Stadt. Mit einem Zitat des Dichters „Wir haben genug Zeit, wenn wir sie nur richtig verwenden“ nimmt er seine Fahrgäste auf, zeigt ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Schillers Wohnhaus, in dem heute das Schillermuseum untergebracht ist, das Goethe- und Schiller-Denkmal, das Weimarer Stadttheater. Manchmal führt ihn die große Tour zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald. An einem Morgen, an dem „der Winter schon den Herbst umarmt“ erwartet ihn Frau Dr. Trixi Muffinger, Leiterin des Seniorenheims ‚Villa Gründgens‘ zu einer Ausfahrt mit potenziellen Kunden. Ein starker Ristretto in der Wilhelm-Meister-Schenke, kurze Zeit später steht er vor der Leiterin der Seniorenresidenz. Die Herrschaften sind jedoch etwas skeptisch, was den baulichen Zustand der Villa anbelangt und stellen angesichts des unerwarteten Ablebens des Hausmeisters die Frage, wer sich jetzt um die täglichen kleineren und größeren Arbeiten kümmern wird.

Der Weimarkenner, Touristenführer und Kutscher Kaminski, verspricht vorübergehend auszuhelfen und tritt am kommenden Tag seinen Dienst an. „Haben die einen Theaterfundus geplündert und alles hier abgeladen?“ Die ‚Villa Gründgens‘ ist tatsächlich mit dem Theater verbunden, sie ist ein Alterssitz für Bühnenkünstler. Durch den „plötzlichen Herztod“ des Hausmeisters, werden die Probenarbeiten des „Schiller-Zirkels“ – sie planen ‚Die Räuber’ zu spielen - jäh unterbrochen: Weitere Todesfälle, die das Ensemble unter mysteriösen Umständen dezimieren, folgen. Da taucht Kommissar Westphal auf, der die Aufklärung der Todesfälle als Gelegenheit betrachtet, sich zu profilieren. Was hat er gegen Kaminski in der Hand, dass sich dieser als Undercover Detektiv für den (dem Leser unsympathischen) Ermittler zur Verfügung stellt?

Bühnenreife Auftritte der Figuren und pathetische Dialoge vermitteln spannungsgeladene Theateratmosphäre.

Weil es im Theater nie ohne Regisseur geht, gibt es diesen auch in Horwitz Kriminalroman. Seine Interpretation der Schillerschen Räuber wäre eine sehr moderne, „ein Brüller … wir rocken das Ding“. Das Ensemble widerspricht: „Aber die Sprache ist bei Schiller das Wichtigste.“ Dass dem nicht nur bei Schiller so ist, beweist der Autor auf jeder Seite. Die Charaktere des „Schiller-Zirkels“ tragen ihre Rollen auch im Alltag des Seniorenheims vor: leidenschaftlich, streitlustig, feierlich, mit großen Gesten unterstrichen. Einen deutlich anderen Sprachduktus haben der (wenn es um die Liebe geht) unsichere Kutscher Roman Kaminski, der karrieresüchtige Kommissar und eine vernachlässigte Jugendliche, genannt „Frettchen“.

Dominique Horwitz hat seinen Beruf als Schauspieler mit großartiger, künstlerisch-kreativer Leichtigkeit in einen Kriminalroman, in dem auch komödiantische Elementen nicht fehlen, übertragen. „Der Mut wächst mit der Gefahr.“ Schillers ‚Räuber‘ sind dank dieses Romans im 21. Jahrhundert gut angekommen. Unbedingte Leseempfehlung.

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