
Ein Karpaltunnelsyndrom entsteht, wenn der Mittelhandnerv (Nervus medianus) im Karpaltunnel, einem engen Knochenkanal der Handwurzel, eingeklemmt wird.
Durch die spezielle Anordnung der Handwurzelknochen, die nicht genau in einer Reihe, sondern halbmondförmig gekrümmt stehen, bildet sich in der Mitte eine Kuhle, die von außen am Übergang zur Innenhand sichtbar ist. Durch diese Kuhle verlaufen in der Tiefe die Sehnen der Muskeln, welche die Finger beugen. Ihre kräftigen Muskelbäuche liegen im Bereich des Unterarms. Damit diese Sehnen beim Beugen der Finger nicht aus der Kuhle herausrutschen, führt über die Kuhle hinweg ein Band. Diese Bandbrücke formt zusammen mit dem Kanal eine Art Tunnel für die Sehnen der Fingerbeuger. Da Handwurzel auf Griechisch „karpos“ heißt, wird dieses Gebilde Karpaltunnel genannt. Ebenfalls in diesem Tunnel verläuft der Mittelhandnerv (Nervus medianus). Durch Druck von außen, durch Veränderungen an dem überbrückenden Band, durch eine chronische Sehnenscheidenentzündung oder einen gutartigen Bindegewebstumor können beengte Verhältnisse im Karpaltunnel entstehen und durch Druck den Mittelhandnerven schädigen. Am häufigsten sind Frauen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr betroffen.![]()
Zunächst kommt es zu Missempfindungen (Kribbeln, Gefühlsstörungen) im Bereich der Handinnenfläche und an den Fingern. Der kleine Finger, der von einem anderen Nerven versorgt wird, bleibt ausgespart. Im weiteren Verlauf entstehen auch Schmerzen und die Muskeln in der Handinnenfläche magern ab, ebenso wie die des Daumenballens. Probleme beim Greifen treten auf.
Die Diagnose ergibt sich aus den Symptomen und Spezialuntersuchungen der Leitfähigkeit des Mittelhandnerven. Eine solche Störung muss operiert werden. Dabei wird das „Brückenband“ gelockert und der Nerv aus seiner Umklammerung befreit
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