
Gerade Frauen neigen dazu, allzu schnell nachzugeben und stets den Ausgleich zu suchen, damit es nur ja keinen Streit gibt. Aber anstatt sich damit besonders beliebt zu machen oder harmonischere Beziehungen zu erleben, lässt man sich auf diese Weise oft unterbuttern und verleugnet die eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Doch es geht auch anders: Lernen Sie, die eigene Unsicherheit zu überwinden und Klartext zu reden.
So finden Sie die Balance zwischen Harmoniebedürfnis und konstruktiver Auseinandersetzung:
1. Haben Sie eine klare Forderung, einen Wunsch vor Augen
Sie sollten genau wissen, was Sie wollen. Klingt trivial, aber viele Menschen wissen in der Tat nicht, was sie wollen und eiern dann mit vagen Aussagen herum: „Das muss irgendwie besser werden.“, „Du könntest vielleicht ein wenig ordentlicher sein.“ Bei solchen Aussagen werden Ihre Forderungen oder Wünsche sehr wahrscheinlich abgeschmettert. Wenn Sie noch nicht einmal wissen, was Sie wollen, wie soll es dann ein anderer wissen?
2. Sagen Sie, was Sie wollen – nicht, was Sie nicht wollen
Stellen Sie sich vor, Sie erwischen endlich ein Taxi und sagen dem Fahrer: „Fahren Sie sofort los, ich habe es sehr eilig. Fahren Sie keinesfalls zum Bahnhof, worauf warten Sie noch?“ Zu wissen, was man nicht will, heißt noch lange nicht, zu wissen, was man will.3. Benutzen Sie deutliche Formulierungen ohne Weichmacher
Machen Sie es sich und Ihrem Gesprächspartner leichter, indem Sie klipp und klar aussprechen, was Sie wünschen oder fordern. Weichmacher dagegen sind alle Formulierungen, die die Klarheit, Deutlichkeit und Entschiedenheit einer Aussage verwässern, relativieren und abschwächen (Wörter wie vielleicht, eventuell, eigentlich, irgendwie, ziemlich, möglicherweise).4. Lassen Sie unnötige Entschuldigungen und Begründungen weg
Sie müssen sich nicht entschuldigen, wenn Sie eine berechtigte Forderung anbringen: Wenn zum Beispiel der Mechaniker gepfuscht hat, hat er gepfuscht, und Sie haben das Recht, eine Nachbesserung zu verlangen. Wenn Sie sich in einem solchen Fall entschuldigen, nimmt der andere das meist als folgendes Signal auf: Sie haben ein schlechtes Gewissen und stehen nicht richtig hinter Ihrem Ansinnen. Warum sollte er dann Ihrer Forderung nachgeben?
5. Bleiben Sie beharrlich
Da leider nicht jeder sofort strahlend das tut, was Sie sich so vorstellen, brauchen Sie unter Umständen Beharrlichkeit. Sollte also eine Vielzahl Gegenargumente, Entschuldigungen, Ausflüchte, langatmige Erklärungen und Einwände zum Repertoire Ihres Gegenübers gehören, hören Sie freundlich zu und wiederholen Sie Ihren Wunsch oder Ihre Forderung. Auf diese Weise vermeiden Sie ein unnötiges Hin und Her der Argumentation und Ihr Gegenüber fühlt sich wahrgenommen, und es fällt ihm leichter, sich Ihrer sanften, aber unerschütterlichen Hartnäckigkeit zu beugen. Sollte er wirklich ein unerschütterliches Gegenargument bringen, dann suchen Sie gemeinsam nach einem akzeptablen Kompromiss.6. Stellen Sie Ihre Leistungen auch als solche dar
Damit Ihre Erfolge anerkannt werden, sollten Sie selbstbewusst zu ihnen stehen und sie klar kommunizieren:Die Autorin
Irene Becker ist seit über einem Jahrzehnt selbstständig als Managementtrainerin für Großunternehmen tätig. Sie führt außerdem regelmäßig Seminare und Coachings durch.
Irene BeckerEverybody's Darling, Everbody's DeppTappen Sie nicht in die Harmoniefalle! Für alle, die es satt haben, ausgenutzt zu werden! Übertriebenes Harmoniestreben und ständige Anpassung an die Erwartungen anderer machen auf Dauer extrem unzufrieden. Also Schluss mit dem Verleugnen der eigenen Wünsche und... |
Erscheinungstermin: Juni 2009 Taschenbuch
|
© Verlagsgruppe Random House GmbH
Kontakt Presse Buchhandel Download Literatur Blog Newsletter