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Ernährungsberatung | Gesundes Essen & Diät

Mit Knoblauch den Krebs in Schach halten

Knoblauch zu zerdrücken oder eine Zwiebel zu hacken sind auf den ersten Blick banale Handlungen, die man ohne groß nachzudenken ausführt. Und dennoch sind diese schlichten Gesten von kapitaler Bedeutung für die Krebsprävention! Denn das Zerdrücken bewirkt gravierende Veränderungen in der Zusammensetzung dieses Gemüses. Die dabei neu entstehenden chemischen Verbindungen haben nicht nur die Eigenheit, für den Geruchssinn äußerst aufdringlich zu sein, sie besitzen zudem ein hohes krebshemmendes Potenzial.

 
 

Knoblauch vertreibt nicht nur Vampire

Alliin, ein in Knoblauch sehr zahlreich vorhandenes Molekül, wird beim Zerdrücken der Knoblauchzehe durch die Wirkung eines Enzyms in Allicin verwandelt, das heißt, in ein sehr instabiles Molekül, was wiederum sehr schnell in etwa 30 andere Verbindungen zerfällt. Diese neu entstandenen Verbindungen besitzen ein außergewöhnlich hohes krebshemmendes Potenzial, das dem Knoblauch und seinen Verwandten einen hohen Stellenwert in der Krebsprävention verleiht.

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass Menschen, die regelmäßig Gemüse aus der Knoblauchfamilie verzehren, ein geringeres Risiko haben, an bestimmten Krebsarten zu erkranken, insbesondere an Karzinomen des Verdauungssystems (Speiseröhre, Magen und Dickdarm). Durch die Forschungen der letzten Jahre konnten wenigstens zwei zentrale Mechanismen identifiziert werden, dank derer Gemüse aus der Knoblauchfamilie diese Schutzfunktion ausübt. Dabei beruht der vermutlich bedeutsamere Wirkmechanismus darauf, dass die beim Zerdrücken des Knoblauchs freigesetzten Geruchsmoleküle nach der Aufnahme im Körper die Fähigkeit besitzen, die Ausscheidung krebserregender toxischer Substanzen aus unserem Organismus zu beschleunigen. Dadurch verringert sich das Risiko, dass diese Substanzen unser genetisches Material angreifen und Mutationen auslösen, die zur Entstehung von Krebs führen können. Knoblauch und seine Verwandten können genauso wie Kreuzblütler als Multitalente bei der Verteidigung unserer Gesundheit gelten; sie wachen darüber, dass sich die durch verschiedene toxische Aggressoren verursachten Schäden, mit denen wir täglich konfrontiert werden, in Grenzen halten.

Die krebshemmenden Verbindungen des Knoblauchs sind indes nicht nur ein Schutzschild nach außen, sie haben außerdem die Fähigkeit, in uns schlummernde Mikrotumoren anzugreifen. Tatsächlich sind bestimmte Verbindungen, die beim Zerdrücken von Gemüse der Knoblauchfamilie entstehen, geeignet, die Vermehrung von Krebszellen zu stoppen und sie in manchen Fällen sogar in den Selbstmord (programmierten Zelltod) zu treiben … Krebszellen haben wirklich allen Grund, Knoblauch zu verabscheuen!

 

Knoblauch-Tipp

Um den gesundheitlichen Nutzen von Knoblauch voll auszuschöpfen, sollte man die ganzen Zehen mit dem Schaft eines großen Messers zerdrücken und anschließend 10 Minuten ruhen lassen, bevor man sie hackt oder durch die Knoblauchpresse drückt. Dadurch können die Moleküle, die in den verschiedenen Zellkompartimenten der Knoblauchzehe sitzen, miteinander in Kontakt treten und aktiv werden.

Es ist übrigens nicht nötig, die Zehen vor dem Zerdrücken zu schälen, denn die Schale lässt sich danach viel leichter entfernen

 

Zwiebelsuppe mit Knoblauch

Vorbereitungszeit: 1 Stunde
Schwierigkeit: mittel
6 Portionen

60 ml Olivenöl
8 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Ringen
3 oder 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
1,5 l Rinderbrühe
2 EL getrocknete Petersilie
2 TL getrockneter Majoran
6 Scheiben Weizenvollkornbrot
20 g geriebener Gruyère- oder Cheddar-Käse


Wenn Sie die Suppe etwas dicker wünschen, rühren Sie einen Esslöffel Mehl unter die Mischung aus Zwiebeln und Knoblauch, bevor Sie die Bouillon hineingießen.

Den Grill im Ofen vorheizen.
Die Zwiebeln im Olivenöl anbraten, dabei ständig umrühren, bis sie leicht goldbraun sind.
Den Knoblauch hinzufügen und 1 Minute dünsten. Die Brühe hineingießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann Petersilie und Majoran hinzufügen. Aufkochen und 20 Minuten bei geöffnetem Deckel köcheln lassen.
Währenddessen das Brot im Ofen oder im Toaster rösten. Die Rinde entfernen und die Scheiben so zuschneiden, dass sie zum Gratinieren wie ein Deckel auf die ofenfesten Suppenschalen passen.
Die Suppe in die Schalen füllen. Eine Scheibe Brot darauflegen und den Käse darüberstreuen.
Auf der oberen Schiene des Ofens überbacken, bis der Käse Blasen wirft und eine schöne goldgelbe arbe annimmt.

Ein Rezept nach Richard Béliveau
 
 

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