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Der große Ausverkauf Wie die Ideologie des freien Handels unsere Demokratie gefährdet.
Das TTIP-Komplott

Kundenrezensionen (5)

€ 14,99 [D]
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-28064-9

Erschienen: 02.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Sind Sie auch ein Handelshemmnis?

Die Buchpreisbindung – ein Handelshemmnis. Die Energiewende – ein Handelshemmnis. Der Mindestlohn – ein Handelshemmnis. Lebensmittelvorschriften – ein Handelshemmnis. Verbraucherschutz, Umweltschutz, Arbeitnehmerrechte – lauter Handelshemmnisse. Geht es nach den großen Konzernen, werden solche Regeln künftig beseitigt. Demokratie nach Gutsherrenart, Profit um jeden Preis. Seit Jahren arbeiten Lobbyisten und Wirtschaftsvertreter daran, einen freien Markt ohne jede staatliche Regelung zu schaffen. Jetzt stehen sie kurz vor dem Ziel. Franz Kotteder schildert einen fast unglaublichen Wirtschaftsthriller, in dem es – weit über TTIP hinaus – um die schrankenlose Herrschaft des Geldes geht. Ein Aufdeckerbuch über die Ziele und Methoden der globalen Wirtschaftselite und ihrer Marionetten in Verbänden und Politik.

Franz Kotteder kommt zu dem Schluss, dass der schrankenlose freie Handel die Handlungsfreiheit der Demokratie gefährdet, und listet detailliert auf, worin die Gefahren bestehen.

Süddeutsche Zeitung (12.03.2015)

Franz Kotteder (Autor)

Franz Kotteder, geboren 1963, ist seit 1991 Redakteur der Süddeutschen Zeitung und vor allem als Reporter tätig. Er verfasst Sachbücher zu gesellschaftspolitischen, ökologischen und kulturellen Fragestellungen. Seit einigen Jahren beschäftigen ihn dabei besonders die Themen Konsum und Ernährung. 2005 veröffentlichte er das Erfolgsbuch „Die Billig-Lüge“ über das Phänomen und die Hintergründe der Discounter. Franz Kotteder lebt in München.

Franz Kotteder kommt zu dem Schluss, dass der schrankenlose freie Handel die Handlungsfreiheit der Demokratie gefährdet, und listet detailliert auf, worin die Gefahren bestehen.

Süddeutsche Zeitung (12.03.2015)

Seine gründlich recherchierte Anti-TTIP-Streitschrift ist alles andere als haltlose Polemik und Panikmache.

Ö 1 Kontext - Sachbücher und Themen (12.06.2015)

Ein Buch für alle, die über die Chlorhühnchen-Debate hinausreichende Informationen suchen.

Wirtschaftswunder/get abstract (29.09.2015)

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 208 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-28064-9

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Ludwig

Erschienen: 02.03.2015

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Der große Ausverkauf

Von: Teufel100 Datum: 10.09.2015

www.lesensiegut.de

Schon Georg Kreisler sang in seinem Lied “Meine Freiheit, deine Freiheit” davon, dass die Freiheit der Wirtschaft höher gestellt ist als die Freiheit der Menschen, die von dieser Wirtschaft leben. “Meine Freiheit ja”, heißt es im Lied. Damit ist natürlich die Freiheit der Wirtschaft gemeint, die Freiheit des Kapitals, die von der Verfassung garantiert wird. “Deine Freiheit nein”, ist die Freiheit des Menschen, des Lohnabhängigen, die es nicht gibt.

Warum komme ich jetzt darauf? Nun, mit TTIP wird genau diese Prinzip weiter ausgebaut. Es geht auch hier nur um die Freiheit der Wirtschaft, um den Schutz des Kapitals. Mit TTIP, vielmehr mit den Investitionsschutzregeln, die darin enthalten sind, wird die Freiheit des Kapitals noch weiter ausgebaut und die Freiheit der Menschen, die Demokratie, weiter eingeschränkt. Unternehmen könnten, wenn das kommt, gegen Staaten klagen, wenn diese Gesetze erlassen, welche die Profite von Unternehmen schmälern. Dazu gehören auch Umweltgesetze, Arbeitsschutzgesetze und viele andere Gesetze, die den Spielraum von Unternehmen einschränken könnten. Demokratisch gewählte Parlamente werden durch solche Abkommen in ihrer Freiheit eingeschränkt Gesetze zu beschließen, die die Freiheiten von Unternehmen einschränken und die dadurch zu Gewinneinbußen führen. Durch TTIP könnte es also schwer werden neue Standards im Arbeits- oder Umweltschutz zu definieren, auch die Rechte von Gewerkschaften könnten eingeschränkt werden und all das nur, damit die Freiheit von Unternehmen und vom Kapital ausgeweitet werden.

Im Buch “Der große Ausverkauf” von Franz Kotteder geht es genau darum. Er zeigt auf, in welchen Bereichen TTIP unsere Demokratie einschränken könnte, wie sich TTIP auf all unsere Lebensbereiche auswirkt und warum das TTIP, in der derzeitigen Form, so gefährlich ist. Dabei ist Franz Kotteder kein Gegner von Freihandelsabkommen, er lehnt es aber ab, dass Freihandelsabkommen die Demokratie angreifen und die Rechte der demokratisch gewählten Parlamente und Regierungen einschränkt.


Negativ am Buch ist allerdings, dass es leider schon Aussagen enthält, die längst überholt sind. Dafür kann der Autor nicht wirklich etwas, denn irgendwann geht ein Buch in Druck, aber durch diese Aussagen steht die SPD und Herr Gabriel besser da, als die Beiden es verdienen. Ansonsten sollte jeder dieses Buch lesen, egal ob er für oder gegen TTIP ist. Von mir bekommt es 4 von 5 Punkte.

Konnte mir die Problematik von TTIP gut vermitteln

Von: Ingrid Eßer Datum: 23.06.2015

zwei-sichten-auf-buecher.blogspot.de/



„TTIP“ begegnete mir seit geraumer Zeit mehrfach in den Medien. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ zwischen der Europäischen Union und den USA. Mit dem Buch von Franz Kotteder habe ich mich über den genaueren Inhalt des Abkommens informieren können. Hauptsächlich geht es darum, bestehende Handelsschranken abzubauen, mit dem gesetzten Ziel, Unternehmensgewinne zu maximieren, was wiederum zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen soll. Dabei geht es um etliche Details, die ausgehandelt werden müssen. Doch die Verhandlungen dazu werden streng geheim gehalten, was natürlich vor allem bei Verbraucherschützern zu großen Bedenken führt. Es hinterlässt den Eindruck, dass hier vor allem Großkonzerne ihre Interessen durchsetzen möchten. Politiker, die das Gemeinwohl der Bevölkerung im Blick haben, werden möglichst umgangen.

Nach einigen informativen Kapiteln, was und wer sich hinter der Abkürzung TTIP verbirgt, entfaltet der Autor ein Szenario nach dem anderen bei denen er einzelne zu verhandelnde Themen aufgreift wie beispielsweise Verbraucherschutz, Biotechnik, öffentliche Daseinsvorsorge, Arbeit und Datenschutz. Dabei wirft er auch immer wieder einen Blick auf bisherige Abkommen im jeweiligen Bereich. Der Autor nimmt im vollen Umfang die Position des Kritikers ein, wie bereits aus dem Untertitel des Buchs hervorgeht. Er zeigt dem Leser die möglichen Konsequenzen auf, wenn bei den Verhandlungen Unternehmensinteressen im Vordergrund stehen. Dies ist durchgehend beängstigend. Die Darstellung der Auswirkungen der möglichen Partnerschaft finde ich sehr beunruhigend. Im letzten Kapitel zeigt Herr Kotteder zu meiner Beruhigung auf, dass es zahlreiche Gruppierungen von Nichtregierungsorganisationen gibt, die Widerstand gegen das Abkommen leisten. Franz Kotteder räumt ein, dass ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA Handelserleichterungen bringt und in dessen Folge auch einiges Gute bringen kann, wenn denn gewisse Spielregeln dabei eingehalten werden. Die positiven Folgen führt er dabei nicht weiter aus.

Das Buch konnte mir einen guten, verständlichen Überblick über die Problematik des Vertrags, der zwischen der EU und den USA geschlossen werden soll vermitteln. Die weitere Entwicklung werde ich nun mit dem nötigen Hintergrundwissen in den Medien weiter verfolgen können.

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