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Die Mutterglück-Lüge Regretting Motherhood – Warum ich lieber Vater geworden wäre

Kundenrezensionen (18)

€ 16,99 [D]
€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-28079-3

Erschienen: 08.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Sarah Fischer liebt ihre zweijährige Tochter – doch sie bereut es, Mutter geworden zu sein. Denn noch immer ist das Leben als Mutter mit vielen beruflichen und persönlichen Einschränkungen verbunden. Väter haben es da leichter. Frauen aber werden in die Mutterrolle gezwängt und zu einer Art aufopfernder Dienstleisterin, deren eigene Bedürfnisse bedeutungslos sind. Und als wäre das noch nicht genug, sollen sie darüber auch noch glücklich sein, denn Mutter zu sein ist erfüllend – wer anders empfindet, gilt als selbstsüchtig oder als Rabenmutter.

Sarah Fischer ist eine der wenigen Frauen, die öffentlich zugeben, ihre Mutterschaft zu bereuen. Gnadenlos ehrlich und bisweilen schockierend erzählt sie, wie ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben seit der Geburt ihrer Tochter mehr und mehr verloren ging und warum wir dringend ein neues Mutterbild brauchen, das sich an den Bedürfnissen und Kräften der Frauen orientiert.

Der Erfahrungsbericht zur Debatte um „regretting motherhood“.

Sarah Fischer (Autorin)

Sarah Fischer, geboren 1972, wurde zwei Wochen nach ihrer Geburt adoptiert und wuchs glücklich in Süddeutschland auf. Nach Stationen bei Virgin Records und MTV widmete sie sich dem Reisen. Als Mongoleiexpertin betreut sie Film- und Fernsehteams unter anderem von ARD, ZDF und arte und arbeitet als Vortragsreferentin.

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 240 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-28079-3

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Ludwig

Erschienen: 08.02.2016

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Interessantes Thema falsch verpackt

Von: Atelier Maikind Datum: 16.05.2016

ateliermaikind.wordpress.com

Mütter sind immer irgendwie im Nachteil,oder? Ist das Kind krank, dann bleibt die Mutter zuhause. Geht es um einen neuen Job,dann muss die Mutter sind einschränken,da Nachtschichten und co. vollkommen tabu sind,oder? So sieht meine Welt mit meiner 2-Jährigen Tochter jedenfalls aus. Vielleicht liegt es gerade an dieser Situation, dass ich in dieses Buch so viel Hoffnung gesetzt habe und letztendlich sehr enttäuscht wurde.

Die Autorin ist mir während des Lesen wirklich immer unsympathischer geworden. An ihrem Kind stören sie Dinge,die normale Mütter toll finden. Jedes Kind bringt einen gewissen Verzicht mit sich. Mit Kind kann man eben nicht mehr jedes Wochenende feiern oder ständig auf Geschäftsreise gehen. Außerdem gibt es Tatsächlich Dinge, die einem der Mann einfach nicht abnehmen kann (Stillen,etc). Dieses Buch hat einen so extremen „Jammerfaktor“ (auch bei Twitter gerne #mimimi genannt) ,dass ich nach diesen 240 Seiten genervt war wie sonst niemals nach einem Buch.

Das Cover ist bunt und knallig- es trifft also auf jeden Fall meinen Geschmack. Die Farben sind gut gewählt und die simple Schrift hebt sich gut von allem ab. Immerhin daran kann ich bei dem Buch nicht meckern.

Abschließend muss ich leider noch hinzufügen: Einen Preis von 16,99 Euro finde ich viel zu hoch. Es handelt sich hier um ein kleines Taschenbuch mit gerade einmal 240 Seiten!

Dieses Buch war gar nicht mein Fall. 2 von 5 Sternen- einen fürs Cover und einen für die Idee hinter dem Büchlein.

Rezension - Die Mutterglück-Lüge

Von: Andrea Datum: 09.05.2016

lohntdaslesen.de

Ich schreibe hier als noch-nicht-Mutter. Wenn ich an Kinder denke, denke ich immer auch: schafft man das? Ein Kind kostet Zeit, Geld und Nerven. Auf keinem dieser Gebiete fühle ich mich in unsere Gesellschaft besonders unterstützt. Dann denkt man an das schöne Eltern-Kind-Bild und zieht's trotzdem in Betracht. Von Sarah Fischers Buch habe ich mir erhofft, neue Erkenntnisse für die Entscheidung zu gewinnen.

Sarah Fischer bereut nicht, ihre Tochter bekommen zu haben, sie in Deutschland bekommen zu haben aber schon. Sie zieht Vergleiche mit Bekannten in Schweden und Frankreich und auch den Müttern in der von ihr so geliebten Mongolei. Sie schreibt:
„Mein leben ohne Kind war leichter, schöner, freier. Ich bin fest davon überzeugt, auch mit Kind könnte das Leben leicht sein. Ich habe es auf der ganzen Welt gesehen, wie es sein kann, wenn es uns Müttern und Familien nicht so schwer gemacht wird.“
Die Autorin hat sich eine gut laufende Selbständigkeit als Vortragsreferentin aufgebaut und geht in ihrer Arbeit auf, da erfährt sie mit 39, dass sie schwanger ist. Langsam gerät sie ins Fahrwasser der gesellschaftlichen Idealbilder. Statt der Mountainbikes wird ein Familienauto angeschafft, sie heiratet ihrem Freund zuliebe, obwohl sie sich das nie vorstellen konnte, und alle scheinen auf einmal etwas in ihrem Leben mitzureden zu haben.

Dieses Phänomen, dass es alle in ihrem Umfeld es immer besser wissen wollten als sie, hat mich beschäftigt. Dass sie vor der Schwangerschaft doch auch genau wusste was sie wollte und ihr Leben prima geregelt bekam, schien niemand mehr zu bedenken. Bei der ehrlichen Beschreibung der Mütter aus ihrem Geburtsvorbereitungskurs und späteren Krabbelgruppe wurde mir unwohl. Soviel Missgunst und Bevormundung, ständiges Gegängele und Vergleichen. Nach außen hin scheinbar der Druck, die glückliche Mutterfassade aufrecht zu erhalten, dabei schienen doch alle unsicher. Wieso hilft man sich da nicht mehr?

Im Untertitel schreibt Fischer, dass sie lieber Vater geworden wäre. Im Buch beschreibt sie dann, wie ein Vater für die gleichen Aufgaben, die von der Mutter selbstverständlich erwartet werden, große Anerkennung erhält. Vater auf dem Spielplatz? Vater wickelt, füttert, spielt? Wow! Toll macht er das! Wieso hört man dafür bei Müttern so selten: Toll macht sie das? Von ihr wird, was den Haushalt und das „Familienmanagement“ angeht, alles vorausgesetzt. Kein Wunder, dass da dann für die eigenen Bedürfnisse - für die Frau, nicht die Mutter - kaum Raum ist. Dass man in eine Arbeit so schlecht wieder einsteigen kann.

Und gerade dafür, dass sie sich ihre Arbeit erhalten, und jede sich bietende Chance darin zu bleiben nutzen wollte, schien niemand Verständnis zu haben. Soll es denn wirklich so sein, dass jede Frau aus der Natur der Sache heraus in der Mutterschaft voll aufgeht und alles was sie vorher in ihrem Leben wichtig und schön fand, beruhigt verworfen werden kann?

Die sehr reflektierte Sicht auf das Mutterleben in Deutschland, dadurch, dass die Autorin soviel gereist ist, macht einen großen Reiz des Buches aus. Ihre persönliche Geschichte ist außerdem angereichert mit hilfreichen Hintergrundinfos und Statistiken, die bei der Einordnung ihrer Erfahrungen helfen.

Ich empfehle das Buch allen Frauen und interessierten Männern weiter. Es spricht die an, die wie ich noch entscheiden müssen. Und wenn es nur auf die zu erwartenden Hindernisse besser vorbereitet. Es dürfte denen ein Trost sein, die sich ähnlich fühlen und hier mit ihren Gefühlen ernst genommen werden. Und letztendlich ist es ein Buch für alle Mütter, denn Frau Fischer kämpft damit dafür, die Situation der Mütter in Deutschland zu verbessern! Dabei enthält es wunderbare Bilder, treffende, geistreich formulierte Beobachtungen, und liest sich wie Erdbeereis – schwupp, und weg.

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