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Heute sind wir Freunde

Ab 14 Jahren

Kundenrezensionen (13)

€ 14,99 [D]
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-16410-5

Erschienen: 28.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Gute Freunde fallen manchmal doch vom Himmel

Nell, Leo, Chris, Anton und Valeska sind so verschieden wie Tag und Nacht. Da werden sie versehentlich in der Schule eingesperrt. Gar nicht so schlimm denkt sich Nell, ist sie doch schon lange in Leo verknallt. Super, findet Chris, ist er doch schon ewig in Nell verknallt. Kein Bock hier den Aufpasser zu spielen, denkt sich Streber Anton. Die haben doch keine Ahnung, wer ich wirklich bin, denkt sich Schulschönheit Valeska. Und Leo? Der ist einfach zu cool für diese Welt. Oder doch nicht? Am nächsten Morgen ist nicht nur ein Liebespaar aus der Nacht hervorgegangen, sondern auch fünf Freunde, die es gestern noch nicht waren, aber heute sind … und es vielleicht sogar bleiben.

"Ich bin verliebt in jeden einzelnen Protagonisten, denn sie sind alle etwas Besonderes und ganz anders als erwartet."

traumweltlesen.blogspot.de (29.03.2016)

Patrycja Spychalski (Autorin)

Patrycja Spychalski, 1979 in Polen geboren, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Mit "Heute sind wir Freunde" erscheint bereits ihr sechstes Jugendbuch bei cbt.

"Ich bin verliebt in jeden einzelnen Protagonisten, denn sie sind alle etwas Besonderes und ganz anders als erwartet."

traumweltlesen.blogspot.de (29.03.2016)

"Eine großartige Sommer-Lektüre für alle, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Charakteren und einer unterhaltsamen Handlung sind."

lauras-leseecke.blogspot.de (31.03.2016)

"Dieses Buch wurde wirklich nie langweilig und konnte mich von vorne bis hinten begeistern."

sophias-bookplanet.blogspot.de (03.04.2016)

"Eine wunderbare und außergewöhnliche Geschichte, die durch individuelle Charaktere überzeugt."

annasalvatoresbuchblog.blogspot.de (01.04.2016)

"Ich kann euch Patrycja Spychalski sehr ans Herz legen - sie schreibt wundervolle Jugendbücher. Vor allem hat sie einen tollen, jugendlich-poetischen Schreibstil."

thebookstorys.blogspot.de (09.04.2016)

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ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-16410-5

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbt

Erschienen: 28.03.2016

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Realitätsnah und berührend

Von: Clee Datum: 19.05.2016

https://cleesbuecherwelt.wordpress.com/

Patrycja Spychalski neuester Roman Heute sind wir Freunde zeigt mir einmal mehr, warum ich die Jugendbücher dieser Autorin so sehr schätze. Sie versteht sich wie kaum eine andere darauf, Geschichten, die zeitmäßig oft nicht mehr als einen Tag in Anspruch nehmen, so aufzubauen, dass du als Leser das Gefühl hast, letztendlich eine ganzes Jahr mit ihren Charakteren verbracht zu haben. So auch in Heute sind wir Freunde. Hierin erzählt Spychalski die Geschichte von fünf Jugendlichen, die innerhalb einer Nacht zu Freunden werden. Das mag unrealistisch klingen und lässt vermuten, dass dabei eher oberflächliche Bande zwischen den Jungs und Mädels geschlossen werden, doch dem ist nicht so.

„Vielleicht konnten Freundschaften sich einfach aus dem Nichts entwickeln, aus einer Sympathie heraus, aus einem Augenblick, aus einer Sturmnacht, in der man zusammen eingeschlossen, auf den kalten Fliesen in der Schultoilette sitzt.“ (Spychalski, Heute sind wir Freunde, S. 190-91)

Obwohl Anton, Leo, Nell, Valeska und Chris nicht unterschiedlicher sein könnten, ergänzen sie sich wundervoll. Jeder von ihnen hat eine Eigenschaft, die alle anderen in einem Freund brauchen, ob sie es wissen oder nicht. Jeder von ihnen schaft es, die anderen charaktermäßig weiterzubringen, zu erden und sogar zu einem stärkeren Menschen zu machen. Solche Bücher sollten die Schüler heutzutage in den Schulen zu lesen bekommen. Bücher, die zeigen, dass wahre Freunde in den unerwartesten Gestalten auftreten können, wenn man sich mal die Zeit nimmt, seine Vorurteile beiseite zu schieben und die Menschen in seinem Umfeld genauer zu betrachten.

„Ich frage mich, wie das kommt mit diesen Schubladen, in denen wir alle stecken.“ (Spychalski, S. 151)

Auch zeigt Heute sind wir Freunde, wie vielschichtig jeder Mensch sein kann. Am Anfang präsentiert uns die Autorin ihre Charaktere als die klassischen Stereotypen, wie man sie an jeder Schule zu sehen erwartet: Valeska, die unterkühlte Schulschönheit. Sexy Leo, der zu cool für diese Welt ist und nichts allzu ernst nimmt. Anton der ‚Streber‘, der nur in hässlichen Hemden herumrennt und spricht, als hätte er duzende Wörterbücher und Fachartikel verschluckt. Die unscheinbare Nell, die darauf wartet, beachtet zu werden, um endlich wer zu sein – ob von anderen Personen oder dem Leben selbst. Und der immer-liebe und etwas nerdige Chris, der für das Knipsen von Fotos lebt.

Auch die Charaktere selbst sehen zunächst nur diese menschlichen Schablonen aus Vorurteilen, wenn sie sich gegenseitig betrachten. Dann jedoch nimmt Spychalksi diese Stereotypen, dröselt sie auf und setzt die Bilder, die die Jugendlichen von sich selbst und in den Augen der anderen haben, neu zusammen. Sie veranschaulicht, dass Stereotypen Trugbilder sind – eben dass kein Mensch nur eine Seite an sich hat und es sich lohnt, tiefer zu graben.

Zudem betont die Autorin auch, dass jeder ein Stückchen zu der Weisheit des anderen beitragen kann und dass Jugendliche keinesfalls nur faule ‚Socken‘ sind, die kein Bock auf Schule haben und sich nur mit oberflächlichen Dingen wie Partys, etc. beschäftigen. Ausgerechnet der Weiberheld dieser Truppe überrascht damit, dass er von einem Leben mit der ‚Richtigen‘ träumt. Ein anderer verabscheut es, wie viele Erwachsene irgendwann auf ihr jugendliches Ich zurückblicken und dieses verleumden oder lächerlich machen und damit eigentlich nur sich selbst verletzen. Oder dass viele nicht mit dem zufrieden sind, was sie im Leben haben und anstatt das Beste aus ihrer Situation zu machen, in „was wäre, wenn“-Vorstellungen schwelgen.

Auch für den Leser lassen sich somit viele Weisheiten, Wahrheiten und Anregungen zum Nachdenken aus diesem Buch ziehen.

„Ich finde, im Kuss ist alles so klar. Beide wissen ganz genau, was sie wollen. Es gibt keine Fragezeichen im Kopf, kein Damals und auch kein Später, und es ist egal, ob die Zeit stehen bleibt oder die Welt untergeht – solange man im Kuss nicht gestört wird, ist alles recht.“ (Spychalski, S. 271)

Das einzige, was mich beim Lesen etwas gestört hat, war die Sprechweise der fünf Charaktere (und die Nutzung von mehreren Ausrufezeichen hin und wieder), besonders in der wörtlichen Rede. Vieles klang aufgesetzt oder zu betont cool. So wie ein ‚Erwachsener‘ sich vorstellt, dass Jugendliche sprechen, diese es aber eigentlich nicht tun. Zumindest nicht alle:

„Na, die hat doch bestimmt voll einen an der Waffel, so wie die rumrennt.“

„Was denn für eine Waffel?“

„Mann, das sagt man doch nur so! Ich meine, vielleicht ist sie manisch-depressiv oder so?“

„Wie kommst du denn auf den Schwachsinn?“

„Jeder hat so seine Problemchen!“ (Spychalski, S. 15)

Letztendlich fällt das jedoch nicht ins Gewicht und hat mein Lesevergnügen in keinster Weise geschmälert. Heute sind wir Freunde ist ein ruhiges, aber vergnügliches Leseabenteuer, das zum Mitfiebern und Nachdenken anregt. Ich freue mich schon auf das nächste Buch aus der Feder dieser Autorin!

Sehr aufrichtig und gewinnend-gefühlvoll

Von: Damaris Datum: 12.05.2016

www.damarisliest.de

Patrycja Spychalskis Jugendbücher, dieses ist bereits ihr sechstes, sind für mich zu einem Lesemuss geworden. Denn sie haben alle eine ganz hervorstechende Eigenschaft - Realismus. Dieser kommt nicht beschönigt oder aufgesetzt daher, sondern überzeugt mit einer spröden Natürlichkeit. Die Situationen in den Büchern könnten jedem von uns passieren oder man hat sogar einen konkreten Bezug dazu. Ob es nun realistisch ist, dass die fünf Jugendlichen aus "Heute sind wir Freunde" ohne Aufsichtsperson in der Schule eingeschlossen werden, sei mal dahingestellt. Aber das ist auch nicht die primäre Mitteilung des Buches. Vielmehr geht es um Mut, Akzeptanz und Freundschaft.

Meist ist es doch so: Wir denken in Schubladen, beurteilen nach dem Äußeren, können andere Meinungen nur schlecht akzeptieren. Nicht anders geht es den fünf Jugendlichen, die notgedrungen eine Nacht zusammen verbringen müssen. Während des Schulalltags haben sie so gut wie nichts gemeinsam, laufen sich allenfalls im Klassenzimmer mal über den Weg. Denn jeder von ihnen entspricht einem Klischee, einer Meinung, die sich andere gebildet haben. Valeska - die kühle und arrogante Schulschönheit, Anton - das Muttersöhnchen, der immerwährende Nerd oder Leo - Mädchenschwarm und Obermacker. Einige Jugendliche leben diese Klischees gerne, während anderen die Charakterstärke fehlt, sie zu widerlegen.

Es passiert einiges in "Heute sind wir Freunde", während der Sturmnacht, die fünf Teenager alleine in der Schule verbringen. Trotzdem liest sich das Buch ruhig, ohne die forcierten Dramen eines Katastrophenromans. Jugendliche Leser werden ihn kennen, den typischen Geruch des Lehrerzimmers, den surrenden Snackautomaten oder die Bühne in der Aula. Ältere Leser werden sich erinnern. Denn da ist sie wieder, die Natürlichkeit oder Normalität, die ganz typisch ist für die Bücher der Autorin.

Abwechselnd, immer in gleichen Rhythmus, wird die Geschichte aus der Sicht der Jugendlichen erzählt. Nachdem jeder ein Mal zu Wort kam, war mir klar, wie sie nach außen hin wirken, bzw. welche Meinung jeder von den anderen hat. Ich konnte mich einfühlen, realisierte sofort, dass in allen mehr steckt, als die Fassade vermuten lässt. Dieser Knoten löst sich während der Geschichte Stück für Stück. Jeder der fünf findet den Mut, Vertrauen zu fassen, sich zu entschuldigen oder falsche Meinungen/Eindrücke zu revidieren. Das gelingt jedem von ihnen anders, mal schroff, mal herzlich, und ebnet den Weg für Freundschaften, die unter normalen Umständen nicht möglich gewesen wären. Das Gefühl, mit dem man sich am Ende von den Protagonisten verabschiedet, ist verständnisvolle Zufriedenheit.

Fazit
"Heute sind wir Freude" unterscheidet sich nicht nur äußerlich von den bisherigen Romanen von Patrycja Spychalski. Die Autorin legt den Fokus bewusst nicht auf Einzelpersonen oder eine vorrangige Liebesgeschichte. Fünf unterschiedliche Jugendliche begegnen sich hier, die notgedrungen die Möglichkeiten bekommen, sich weiterzuentwickeln, mutig zu sein, Akzeptanz zu erfahren und Freundschaften zu schließen. Das ist sehr aufrichtig, manchmal anstrengend und insgesamt gewinnend-gefühlvoll. Unbedingt ausprobieren! 4 von 5 Punkte von mir.

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