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David Graeber

Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus

Es gibt Alternativen zum herrschenden System

Originaltitel: Revolutions in Reverse
Originalverlag: Autonomedia
Aus dem Englischen von Katrin Behringer

Paperback, Klappenbroschur, 192 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-570-55197-4
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis

Verlag: Pantheon

Erscheinungstermin: 2. April 2012
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David  Graeber - Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus
 

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Die Behauptung von Wirtschaft und Politik, dass es zum bestehenden System keine Alternative gibt, wird von David Graeber in diesem Buch systematisch demontiert. Eine andere Wirtschaft, ein anderes Modell menschlicher Gemeinschaft ist nicht nur denkbar, sondern auch möglich und machbar.

Der Kapitalismus in seiner bisherigen Form ist an einem für uns alle spürbaren Ende angekommen. Nicht nur die Länder der Dritten Welt, sondern auch unsere unmittelbaren Nachbarn tragen Schuldenlasten, die nie wieder zu begleichen sind; ganze Kontinente sind quasi bankrott. Aber auch nahezu jeder Einzelne ist verschuldet. Schulden, sagt David Graeber, sind nur Versprechungen, und die Welt ist momentan voll von Versprechungen, die nicht gehalten wurden. Jeder Umsturz beginnt mit Schulden und für Graeber als bekennenden Anarchisten auch mit der Frage: Welche Versprechungen wollen sich freie Menschen künftig geben und wie schaffen wir eine neue, bessere Welt?

Wem das naiv erscheint, der möge sich nur anschauen, wo es in den letzten Monaten gegärt hat: Von den Protesten gegen Stuttgart 21 bis zur »Occupy Wall Street«-Bewegung organisieren sich ganz normale Menschen und begehren auf gegen die Selbstherrlichkeit von Wirtschaft und Politik und damit auch gegen die Herrschaft des Kapitals.

In den Vororten und Reihenhaussiedlungen wird die Revolution zuletzt ankommen, so Graeber. Aber dass sie ihren Weg auch dorthin finden wird, daran besteht für ihn kein Zweifel.

»Die Lektüre des vergleichsweise schmalen Buches empfiehlt sich, denn es steckt voller Warnungen - geschrieben von dem teilnehmenden Beobachter der Occupy-Bewegung, als der sich Graeber auch versteht. Besonders aufschlussreich sind die theoretischen, scharf in der Sache, aber locker im Ton gehaltenen Auseinandersetzungen mit den linken Ikonen des anti-kapitalistischen Widerstands.«

Frankfurter Rundschau, 01.06.2012

 
 
 
 
 

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