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Morgen ist es vorbei Stories

Kundenrezensionen (7)

€ 14,99 [D]
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-630-87494-4

Erschienen: 10.08.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Liebeskummer ist ein Bumerang aus Stacheldraht

Mit ihrem literarischen Debüt »Drüberleben« hat Kathrin Weßling 2012 Furore gemacht. »Da hat sich jemand die Seele aus dem Leib geschrieben «, urteilte WDR West ART, und Arte Yourope befand: »Mit ihrem Erstlingswerk hat sie einen Nerv der Zeit getroffen. « Das Buch wurde 2013 in Freiburg unter der Regie von Daniel Wahl auch als Theaterstück uraufgeführt, und eine Hörspielfassung ist in Vorbereitung.

Kathrin Weßlings neues Buch ist eine Sammlung von Stories über die unerträgliche Fragilität der Liebe und des Liebens. »Morgen ist es vorbei«, das sind 13 Geschichten über die Liebe. Über die Sehnsucht, sich im anderen zu verlieren. Und über den Schmerz, verlassen zu werden. Kathrin Weßling erzählt mit großer psychologischer Klarsicht und zugleich mit hoher emotionaler und sprachlicher Kraft von gebrochenen Herzen und von solchen, die andere brechen, von Tränen und vom Kämpfen, vom Hoffen und vom Warten, von Erleichterung und Glück, vom Wahnsinn wilder Herzen eben. Die Protagonisten ihrer Stories wissen: Liebeskummer ist ein Bumerang aus Stacheldraht. Der kommt zurück, egal, wie sehr du schreist und rennst und bebst und kämpfst. Und manchmal ist da diese winzige Ahnung, die dich nicht schlafen lässt: Morgen ist es vielleicht vorbei. Und manchmal ist der einzige Gedanke, der dich durch die langen Nächte in der Stadt rettet: Morgen ist es besser, morgen wird ein besseres Morgen sein, morgen ist es endlich vorbei.

Kathrin Weßling versteht es wie kaum eine zweite, Gefühle zu erzählen. »Morgen ist es vorbei« ist ein Buch, das unter die Haut geht. Ein Buch für gebrochene Herzen in der Großstadt, für traurige Männer und Frauen. Und über die eine Sache, die fast jeder kennt: Liebeskummer, schlaflose Nächte, Angst und das Gefühl, dass das nie wieder vergeht.

"Weßlings Worte und Sätze entwickeln eine Kraft, die ähnlich leidende Lesende fertigmacht."

Daniela Chmelik / Missy Magazine (01.08.2015)

Kathrin Weßling (Autorin)

Kathrin Weßling, 1985 geboren, lebt in Hamburg und arbeitet dort als Social-Media Managerin beim stern und leitet die Redaktion eines digitalen Stadtmagazins. 2012 erschien ihr vielbeachtetes Buch „Drüberleben“, das 2013 unter der Regie von Daniel Wahl auch als Theaterstück am Theater Freiburg uraufgeführt wurde.

Kathrin Weßling gibt Workshops und hält Vorträge in den Bereichen Social Media, Blogs, Online-Redaktion und Blogger-Kooperationen. Sie bloggt unter http://kathrinwessling.de. „Morgen ist es vorbei“ ist ihr zweites Buch.

"Weßlings Worte und Sätze entwickeln eine Kraft, die ähnlich leidende Lesende fertigmacht."

Daniela Chmelik / Missy Magazine (01.08.2015)

"Emotional!"

Jolie (03.09.2015)

"In hoch konzentrierter Prosa erschafft sie dazu Alltagsbilder von Sehnsucht und Obsession, zwischen Schlaglicht und Dunkelstelle, fremd und doch oft vertraut."

Reimar Biedermann / Szene Hamburg (30.07.2015)

"Kathrin Weßling kann Sätze, die Gefühle verhandeln. Sie kann aber, und das ist die wichtigste Erkenntnis nach der Lektüre dieses Geschichtenbandes, wahnsinnig gut beschreiben."

Jochen Overbeck / Musikexpress (13.08.2015)

"Schonungslos ehrliche Abrechnungen mit der Liebe, wenn man nicht mehr auf Wolke 7 ist und die Geigen auch schon längst vom Himmel verschwunden sind."

Mike Litt / einslive.de (08.08.2015)

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ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 208 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-630-87494-4

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 10.08.2015

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Morgen ist es vorbei

Von: Fantasie und Träumerei Datum: 23.10.2015

fantasie-und-traeumerei.blogspot.de/

"Morgen ist es vorbei" ist ein Roman, der mich auf eine ganz besondere Weise erfasst hat. Der Verlag betitelt ihn mit den schönen Worten "eine Sammlung von Stories über die unerträgliche Fragilität der Liebe und des Liebens". Für mich persönlich ist es vor allem einer der glaubhaftesten Romane des Jahres. Kathrin Weßling spricht die Wahrheit aus. Die nun eben mal mehr, mal weniger schön ist. Für manchen Leser mit bitterem Beigeschmack, aber so ist es nun mal mit der Liebe. Sie kommt unverhofft und manchmal verschwindet sie auch wieder.

"Ich will, dass es nicht aufhört, ich war doch der, der nachts bei dir geklingelt hat, um zu sagen: Bitte geh nicht. So schlicht wird man nämlich in seinen Gefühlen, so heruntergebrochen und einfach."

Ich mag die Worte, die Autorin Kathrin Weßling, deren Debüt "Drüberleben" viele positive Kritikerstimmen einheimsen konnte, für ihre Kurzgeschichten benutzt. Klare, echte Worte, die verdeutlichen, mit welcher Härte Trennungen häufig zuschlagen. Für den Verlassenen fühlt es sich fast immer unverhofft an. Nichts ahnend lebt er seine Beziehung nach seinen Vorstellungen, bis er kalt und brutal in die Realität geholt wird. Wer nichts gemerkt hat, könnte seine eigene Wahrnehmung überdenken. Aber nein, einfacher ist es, nur dem Gegenüber die Schuld zuzuschieben.

"Hätte ich damals natürlich schon ahnen können, dass das nichts Gutes bedeutet, wenn einer immer abhauen will, auch, wenn er es meistens nicht tut. Hätte mir damals schon auffallen müssen, dass das eine ganz bestimmte Art Mensch ist, die es nicht aushält, etwas tun zu müssen, und wenn es nur das Bleiben ist."

So leidet es sich auch viel einfacher. Viel schöner. Genießen wir nicht auch ein bisschen das Leid des Liebeskummers? Die Melancholie, in der wir uns so gern begraben, indem wir passende Musik hören, Bilder anschauen, auf denen wir gemeinsam zu sehen sind und Orte besuchen, die wir gern zu zweit besucht haben? Ist es nicht so, dass uns das Leid, das Liebe auslösen kann ebenso fasziniert, wie das damit einhergehende Glück? Sind es nicht die Emotionen der Liebe, die wir so sehr lieben, wie die Liebe selbst? Emotionen, die wir spüren wollen. Die uns zeigen, dass wir lebendig sind. Von Kathrin Weßling eindringlich und lebensnah herausgearbeitet, so wie ich es noch nie zuvor in einem Buch erlebt habe. Ohne Schnörkel ohne drumherum zu reden. Worte, die mich immer wieder dazu bringen, zu sagen:"Ja, genau so ist es!"

"Denn das ist, wie diese Geschichten enden: keine dramatischen Szenen, kein Applaus, kein letzter Akt. Keiner verbeugt sich, keiner gewinnt etwas. Am Ende liegt man nur im Bett und schläft ein."

Kathrin schöpft für ihre Geschichten aus dem Leben. Wer kennt es nicht? Das weinerliche Telefonat mit der besten Freundin? Den Kummer wegtrinken. Im Suff peinliche Nachrichten an den Ex schreiben. Die Telefonnummer löschen und am nächsten Tag Freunde anflehen, diese wieder herauszurücken. So ist es mit dem Liebeskummer. Er ist da, er gehört zur Liebe und zum Leben dazu und Kathrin Weßling hat ihn für alle greifbar auf's Papier gebracht.

"Dass am Ende nicht alles toll wird, dass Enden einfach Enden sind, die parallel zu Anfängen geschehen, dass diese ganze Spur, die wir ablaufen und Leben nennen, dass die eigentlich aus ganz vielen Spuren besteht und irgendwo setzt irgendwann irgendein Takt ein und ein anderer hört auf, vielleicht gibt es noch einen versteckten Bonus-Track, nachdem zehn Minuten Stille war."

Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang. Wir können nicht an allem festhalten, was uns im Leben begegnet. Bei jedem Menschen bleiben, den wir einmal kennengelernt haben. Nicht immer besteht die Möglichkeit sich gemeinsam weiterzuentwickeln.

Ohne eine Träne zu vergießen, sondern eher mit einem Schmunzeln auf den Lippen habe ich Kathrin Weßlings Geschichten gelesen. Nicht alle auf einmal, denn ich wollte mir die Möglichkeit offen halten, jeden Liebeskummer einzeln zu genießen. Ganz ohne bösen Hintergedanken, sondern mit dem Vergnügen mich verstanden zu fühlen.

Bumerang aus Stacheldraht oder Morgen ist es vorbei

Von: Kapriziös Datum: 11.10.2015

www.kapri-zioes.de

Ein großes Ziehen in der Brust, absolute Leere im Kopf, Brennen in den Augen. So fühlt es sich an, wenn der Bumerang aus Stacheldraht wieder einmal zurückgekehrt ist und wie immer voll das Herz getroffen hat. Bumerang aus Stacheldraht? Das ist die Metapher, die Kathrin Wessling für Liebeskummer verwendet in einer ihrer Geschichten aus dem Buch „Morgen ist es vorbei“. Und Liebeskummer gibt es in diesem Buch sehr viel, versprochen.

Im Buch lassen sich viele kleine Episoden des Weltuntergangs finden. Frauen und Männer werden verlassen oder verlieben sich ohne Erwiderung ihrer Liebe. Es ist eine Tragödie, die schon tausendmal erzählt und beschrieben wurde und doch immer noch fasziniert.

Eigentlich könnte man sich fragen, was hat Kathrin Wessling dieser urtypischen Handlung noch hinzuzufügen oder abzuringen? Es ist doch schon alles Wichtige gesagt wurden; Überraschungen gibt es schon längst nicht mehr.

Eigentlich war ihnen alles egal, eigentlich kauten sie nur unablässig auf ihren Haarsträhnen und alten Gedanken, die sie als neue, als ihre ausgaben. Und ich war eine von ihnen. –S. 114

Jeder Kummer ist anders

Deutlich wird in „Morgen ist es vorbei“, dass jeder Liebeskummer einzigartig ist. Es wird nicht langweilig. Der unglücklich Verliebte glaubt auch noch nach der zehnten zwischenmenschlichen Katastrophe, dass die Welt sich gewiss nicht weiterdrehen wird. Nein, sie kann sich nicht weiterdrehen und das Elend wird niemals mehr vorübergehen. Dieser Schmerz ist einzigartig in seiner Tiefe, das wird jeder bestätigen, der ihn schon einmal gefühlt hat. Die Rahmenhandlung ändert sich jedoch.

Es ist toll, wie Kathrin Wessling genau diese Tatsache verdeutlicht. Seit den Leiden des jungen Werthers hat sich eben alles und zugleich nichts verändert. Wessling hätte ihren Stoff auch in einer zusammenhängenden Geschichte erzählen können, sie zog es aber vor, sich immer wieder neue Umstände des Unglücks auszudenken und damit auch immer neue Facetten in das alte Thema hineinzubringen. Das ist beim Lesen sehr abwechslungsreich und ich habe das Buch während einer Zugfahrt durchgelesen, so faszinierend war es für mich.

Nein, wäre es nicht. Und du weißt das auch. Du weißt, dass am Ende immer alles schiefgeht. Dass man am Ende immer verliert und dass dann nur hässliche Fratzen und wütendes Gerede übereinander bleibt. Dich wollte ich behalten. – S. 150

Im Zug musste ich mir Mühe geben, die Füße stillzuhalten zwischen den engen Sitzen, die Verzweiflung war manchmal groß. Der Bumerang aus Stacheldraht traf auch schon mich und beim Lesen traf er mich wieder. Ich habe mit Leo, Anna, Julia und Max gelitten.

Wer soll das nur lesen?

Nach dem Lesen habe ich mich gefragt, wer sich von diesem Buch in der Buchhandlung angesprochen fühlen könnte. Wahrscheinlich bin ich mit Mitte 20 und als Frau genau der Kern der Zielgruppe. Zumindest suggeriert mir der Verlag das mit seiner Covergestaltung. Weiß und rosa. Wo bleibt die feministische Krawalltruppe, wenn man sie mal braucht? Lieber Luchterhandverlag, musste das sein? Muss ein Buch immer in eine gewisse Schublade gedrängt werden?

Weil Menschen wie ich sagten: „Ich verlasse mich auf niemanden.“ Und am Ende waren wir nur eines: verlassen. – S. 181

„Morgen ist es vorbei“ ist ein unaufgeregtes Buch, obwohl es vom größten Drama des Menschen erzählt. Dieser universelle Wunsch, eine Person zu haben. Nicht im Sinne von Besitzen, sondern von Existieren. Und das beschränkt sich nicht nur auf Frauen. Männer können das Buch von Kathrin Wessling genauso lesen, denn sie kommt in ihren Beschreibungen ohne Kitsch und Pathos aus. Ihr Schreibstil ist klar, jung und irgendwie nüchtern. Keinesfalls überdreht. In diesem Zusammenhang ist „Morgen ist es vorbei“ wohl die Hymne für alle jungen Großstadtmenschen.

Fazit

„Morgen ist es vorbei“ ist nicht nur für Menschen mit einem Bumerang aus Stacheldraht im Herzen geeignet.

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