Paperback, Klappenbroschur,
176 Seiten,
13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-579-06693-6
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Verlag:
Gütersloher Verlagshaus
Erscheinungstermin:
24. Oktober 2011
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Der Weg aus der Geschlechterfalle
Mädchen mögen pink, pflegen mit Hingabe Puppen und Tiere, träumen sich in schöne, heile Welten; Jungen lieben die Kraft von Baggern, Autos und Pistolen, brauchen Action und gehen keinem körperlichen Zweikampf aus dem Weg – typisch weiblich, typisch männlich? Angeborene Eigenschaften, denen nicht zu entkommen ist? Oder erlernte Geschlechterrollen, die sich auch heute noch hartnäckig halten?
Natürlich hat sich in den letzten Jahren viel in Sachen Gleichberechtigung getan. Doch warum kommen die Mädchen und Frauen auf ihrem Weg zu echter Gleichberechtigung nicht wirklich voran? Und warum werden Jungen zu den klaren Verlierern dieser Entwicklung?
Der renommierte Kinder- und Jugendforscher Axel Dammler zeigt mit vielen anschaulichen Beispielen, dass das Verhalten der Geschlechter durch fundamentale Grundbedürfnisse angetrieben wird. Und er zeigt, dass der Weg aus der Geschlechterfalle mit ihren überholten Rollenmodellen vor allem deswegen versperrt ist, weil diese Grundbedürfnisse nicht richtig angesprochen werden:
Mädchen stecken in der Konsensfalle, weil ihr natürliches Bedürfnis nach Integration und Kooperation durch die Erziehung sogar noch verstärkt wird – doch so kann weder gesunde Egozentrik noch der heute so wichtige Mut zu Individualität entstehen. Jungen sind immer noch Opfer ihres "Wettkampf-Genes", weil es nicht gelingt, ihr Bedürfnis nach Status und Anerkennung in Motivation für die Dinge zu kanalisieren, die in unserer Gesellschaft wirklich wichtig sind.
Axel Dammler beweist in seinem spannenden Buch, dass geschlechtsspezifische Grundbedürfnisse zwar einerseits angeboren sind, andererseits aber eben auch auf vielfältige Weise angesprochen und bedient werden können. So können gerade diese angeborenen Bedürfnisse zur perfekten Motivation werden, um der Geschlechterfalle zu entkommen und tradierte Stereotypen und Rollenzuweisungen aufzubrechen. Und nur dann ist echte Gleichberechtigung möglich: Nicht gegen die angeborene Veranlagung, sondern im Einklang damit.
„Eigentlich sind weder Jungen/Männer noch Mädchen/Frauen mit ihren spezifischen Grundbedürfnissen wirklich zukunftsfähig: Den Jungs fehlt die Fähigkeit zur Kooperation, den Mädchen die notwendige Egozentrik. Zukunftsfähigkeit heißt heute, die Balance zu finden zwischen Wettbewerbsfähigkeit, einem gesunden Egoismus und Mut zur Individualität einerseits sowie der Fähigkeit zur Integration und Kooperation andererseits. Nur wenn beide Seiten gestärkt werden, sind unsere Kinder vorbereitet für die Herausforderungen einer globalen Welt.“
Axel Dammler
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