Kösel

Jaya Herbst

Schon wieder ich!

Über die Opferrolle und wie wir uns davon befreien

Mit Fotos / Illustrationen von Peter Herbst

Paperback, Broschur, 208 Seiten, 13,5 x 21,0 cm
Mit Illustr.
4. Aufl. 2008
ISBN: 978-3-466-30578-0
€ 15,95 [D] | € 16,40 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis

Verlag: Kösel

Erscheinungstermin: 21. März 2002
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Schluss mit der Opferhaltung!

Wir alle kennen das Gefühl, uns als Opfer der anderen oder der Umstände zu fühlen, sei es im Beruf, in der Partnerschaft oder in der Familie. Immer scheinen die anderen bevorzugt zu sein, mehr Glück zu haben und überhaupt auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Nur wir armen Schweine nicht – wie ungerecht!

Jaya Herbst zeigt anhand vieler praktischer Beispiele, wie diese Opfergefühle entstehen, in welchen Lebensbereichen sie bevorzugt auftreten, wie sie wirken und die Kommunikation – auch mit den »Tätern« – beeinflussen. Um den Teufelskreis aus Scham und geringer Selbstbewertung zu durchbrechen, stellt sie konkrete Wege vor, wie wir uns selbst besser annehmen und destruktive Emotionen konstruktiv nutzen können.

"Ein schlechtes Selbstwertgefühl, frühere Erlebnisse und eine falsche Sichtweise sind manche der Gründe, weshalb man sich als Opfer fühlen kann. Schließlich bekommen stets die anderen die Lohnerhöhung, werden anerkannt oder geliebt, während man selbst im dunklen Winkel sitzt und sich unbeachtet, nicht richtig wahrgenommen fühlt. Gleichgültig, inwiefern diese Urteile teilweise zutreffen mögen, ist derjenige, der uns in die Opferrolle drängt, wir selbst durch unsere Einstellung. Um dieses System zu erkennen, hat die Psychotherapeutin Jaya Herbst ihren Erfahrungsschatz in “Schon wieder ich!“ aufgeschrieben.

Im ersten Teil des Buches beschreibt die Autorin, wie Opfergefühle überhaupt entstehen. Sie erzählt von den Erwartungen unserer Umwelt und dem Teufelskreis der negativen Selbstbewertung, wenn wir unseren eigenen Wert am Vergleich mit anderen festmachen. Ebenso räumt sie mit den alten Denkmustern der Geschlechter auf, die für viele ein weiterer Grund für Probleme mit ihrer Identität sind. Aber sie zeigt auch auf, welchen Gewinn man davon hat, ein Opfer zu sein und weshalb uns dieses Verhalten so lohnenswert scheint.

Der zweite Teil des Buches befasst sich mit dem schwierigen Thema der Selbsterkenntnis. Hier wird erläutert, wie man erkennen kann, aus welchen Gründen man seine Verhaltensmuster anwendet und wie sie wirken. Letztendlich ist der Abschnitt des Erkennens und des wertfreien Annehmens der schwierigste, da es leicht ist, eben aufgrund des Wissens, dass man sich selbst zum Opfer gemacht hat, sich abermals abzuwerten und in einer neuen Denkschleife zu landen. Kleine Schritte und Aufgaben, die von der Autorin vorgeschlagen werden, helfen, aus dieser Falle zu entkommen.

“Schon wieder ich!“ ist ein Buch, das jeden angeht. Denn jeder Leser hat sich aufgrund von Erfahrungen in Muster eingelebt, die ihn in seiner eigentlichen Entwicklung hemmen und behindern. Und da der Zusammenhang, die Entstehung und die Erkenntnis der Opferrolle in klaren und verständlichen Worten beschrieben werden, verstehen auch Laien, was die Autorin ihnen mitteilen möchte. Sehr hilfreich sind hierbei die Übungsteile nach jedem Abschnitt des Buches. Hier kann man das Gelesene reflektieren und selbstkritisch auf sich anwenden. Damit das Buch nicht zu ernst wird, bereichern lustige und sehr anschauliche Illustrationen den Text.

Ein Sachbuch, das den Leser viel weiter bringt. Man deckt veraltete Verhaltensmuster auf und lernt zu erkennen, welche eigenen Denkvorgänge das Leben schwer machen."

mediamania.de, Daniela Hanisch

 
 

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