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Josef Pieper

Josef Pieper (1904–1997), einer der großen Autoren des Kösel-Verlags, war einer der bekanntesten christlichen Philosophen der Gegenwart. Am 6. November 2007 jährte sich sein Todestag zum 10. Mal. 1959 erfolgte Piepers Berufung zum ordentlichen Professor für "Philosophische Anthropologie" an der Universität Münster. Mehrere Rufe an in- und ausländische Universitäten lehnte er ab und blieb Zeit seines Lebens Münster sehr verbunden. Dort lehrte er auch über seine Emeritierung im Jahre 1972 hinaus weiter, und seine Vorlesungen zählten bis kurz vor seinem Tod zu den bestbesuchten der ganzen Universität. T.S. Eliot, der das Vorwort für die englische Ausgabe schrieb, charakterisierte Piepers Bedeutung folgendermaßen: "Er setzt in den gebührenden Rang innerhalb der Philosophie das wieder ein, was der schlichte Verstand unnachgiebig dort anzutreffen verlangt: Einsicht und Weisheit." Piepers Schriften wurden in viele Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von weit über einer Million Exemplare. Sie wurden nicht nur in akademischen Kreisen gelesen, sondern erfreuen sich bis heute einer breiten Leserschaft. Gerade durch seine einfache, verständliche Sprache führte er viele Leser und Hörer zur philosophischen Erschließung der Welt: "Piepers Sprache ist lakonisch genau, durchsichtig, nirgends unnötig schwer oder künstlich leicht – sie hat etwas Ausgeruhtes, Normales" (Hans Maier).
Josef Pieper

© Hilde Schürk-Frisch

 
 
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