Margit Miosga, RBB
In "EINE HIMMLISCHE LIEBE" erzählt Lisa See von den "liebeskranken Frauen" im China des 17. Jahrhunderts - dem Werther-Phänomen Chinas - und der Bedeutung der Peking-Oper "Der Päonien-Pavillon" für Schriftstellerinnen.Mitte des 17. Jahrhunderts erschienen im chinesischen Yangzi-Delta mehr Werke weiblicher Autoren als in der restlichen Welt zu dieser Zeit. Und nie wieder wurden soviele Frauen in China veröffentlicht wie zu jener Zeit. Die historischen Hintergründe.
Basierend auf historischen Begebenheiten erzählt Lisa See in ihrem neuen Roman "EINE HIMMLISCHE LIEBE"
von liebeskranken und schreibenden Frauen, Freundschaft, Liebe und der Kraft des Wortes im China im 17. Jahrhundert.
Mit "Der Seidenfächer" ist der amerikanischen Autorin chinesischer Abstammung ein internationaler Bestseller gelungen - er wurde in 36 Sprachen übersetzt. Im März erscheint auf Deutsch "Eine himmlische Liebe" - der Roman über schreibende und liebeskranke Frauen im alten China stieg in den USA bei Erscheinen unter die ersten Zehn der Bestsellerliste ein.
In China wird der Drei-Schluchten-Damm, ein Staudamm, gebaut, das teuerste und gigantischste Bauprojekt Chinas seit der Großen Mauer. Doch der Dammbau wird nicht von allen geliebt, bedeutet seine Vollendung doch die Überschwemmung dreier Täler, in denen sich unermessliche Schätze der chinesischen Frühkultur verbergen. Und so arbeitet ein internationales, archäologisches Team fieberhaft daran, möglichst viel davon zu retten. Bis einer der Truppe, ein Amerikaner, tot den Jangtse abwärts treibt. Gleichzeitig wird ein wertvolles Artefakt vermisst, ein Symbol des chinesischen Selbstverständnisses …
> Zur Entstehung von Seidenfächer
> Vorab-Pressestimmen aus den USA
> Kurzbiographie der Autorin
> Fakten zur Frauenschrift Nushu
"Ich bin, was sie in unserem Dorf 'eine, die noch nicht gestorben ist', nennen - eine Witwe von achtzig Jahren." So beginnt Lilie Lu die Geschichte ihres Lebens. Als Kind einfacher Bauern war ihr Weg zur wohlhabenden Matriarchin alles andere als vorgezeichnet. Doch die Heiratsvermittlerin entdeckte Lilies perfekt geformte, kleine Füße. Um ihre Chancen auf dem Heiratsmarkt noch zu erhöhen, schließt sie für Lilie einen rituellen Freundschaftsbund. Schon bald erhält Lilie einen Seidenfächer mit einer Nachricht von Schneerose, einem bezaubernden Mädchen aus einer wohlhabenden und angesehenen Familie. Die beiden schreiben sich - über ihre arrangierten Ehen, ihre Einsamkeit, die Freuden und auch Tragik des Mutterseins. Während Lilie gesellschaftlich immer weiter aufsteigt, steigt Schneerose immer weiter ab. Schließlich kommt es zu einem Missverständnis zwischen den beiden. Am Ende der gemeinsamen Jahren bleibt nichts als Reue und Bedauern.
Frauen im alten China war das Schreiben und Lesen verboten. Im Südwesten, in der Provinz Hunan, haben sie jedoch - über ein Jahrtausend von den Männern unbemerkt - Nushu entwickelt. Es ist die weltweit einzige geschlechtsspezifische Schriftsprache. Mädchen und Frauen malten Briefe auf Seidenfächer, stickten sich Nachrichten auf Taschentücher, schrieben sich Gedichte und Lieder, um ihr Leid, ihre Hoffnungen und ihre Sehnsüchte zu teilen. Lisa See ist von diesem Phänomen der Nushu-Schrift und seiner Kultur fasziniert und hat die letzte Frau in Hunan besucht, die diese Geheimschrift noch beherrschte.![]()
In ihrem Roman »Der Seidenfächer« entführt uns Lisa See in die abgeschiedene Welt im China des 19. Jahrhunderts ...
© Verlagsgruppe Random House GmbH
Kontakt Presse Buchhandel Download Literatur Blog Newsletter