Originalausgabe
Gebundenes Buch, Pappband,
224 Seiten,
12,5 x 20,0 cm,
11 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-630-87343-5
16,99
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17,50
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24,50*
(* empf. VK-Preis)
empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Erscheinungstermin:
27. September 2010
Dieser Titel ist lieferbar.
Roman eines Kindes
„Ein zauberhaftes Kleinod, das wie aus der Zeit gefallen wirkt“.
Der Spiegel
In seinem im Herbst 2009 erschienenen autobiographisch gefärbten Roman „Die Erfindung des Lebens“ hat Hanns-Josef Ortheil die Geschichte eines in seinen ersten Kinderjahren stummen Kindes erzählt, das sich mit Hilfe der Musik, der Sprache und des Schreibens aus der frühkindlichen Isolation befreit.
Mit „Die Moselreise“, der Mitschrift einer Wanderung, die er als Elfjähriger zusammen mit dem Vater gemacht hat, legt der Autor nun ein autobiographisches Dokument vor, das auf eindrucksvolle Weise erkennen lässt, wie der junge Ortheil durch seine danach früh erwachte Obsession für die Sprache und das Schreiben aus dem Stummsein in die Welt fand. Gespiegelt wird diese Mitschrift durch die Beschreibung derselben Reise Jahrzehnte später, und zum „Roman eines Kindes“ wird sie durch eine dritte Erzählung, in der Ortheil versucht, zu den Hintergründen seiner Faszination durch bestimmte Städte und Landschaften vorzudringen.
So führt „Die Moselreise“ den Entwicklungs- und Künstlerroman „Die Erfindung des Lebens“ fort und gibt Einblicke in die Geheimnisse jener frühesten, familiären Bindungen, die einen Menschen lebenslang prägen.
© Lotta Ortheil
wurde 1951 in Köln geboren. Da seine Mutter aufgrund traumatischer Kriegsereignisse (seine vier älteren Brüder kamen ums Leben) an einer Sprachstörung litt, wuchs Ortheil in einer Art autistischer Sprachlosigkeit auf, die sich erst durch den frühen Schreibunterricht seines Vaters langsam behob. Schon im Alter von acht Jahren veröffentlichte Ortheil seine ersten Erzählungen in Tageszeitungen, das Schreiben wurde immer mehr zu einem existentiellen Medium des Überlebens. (Ausführlich hat er diese Jahre seiner frühen Kindheit in dem Buch Das Element des Elephanten. Wie mein Schreiben begann dargestellt.)
Neben der Literatur hatte die Musik für den anfangs Sprachlosen die größte Bedeutung. Er erhielt früh Klavierunterricht und setzt seine pianistische Ausbildung später als Schüler von Daniela Ballek und Claudia Arrau fort. In Wuppertal und im Westerwald aufgewachsen, machte er 1970 in Mainz Abitur und ging danach für längere Zeit nach Rom. Dort finanzierte er sein pianistisches Studium als Organist an einer deutschen Kirche; seit 1970 arbeitete er auch als Film- und Musikkritiker. Nach einem krankheitsbedingten Abbruch seiner pianistischen Laufbahn begann er ein Studium der Musikwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Mainz, Rom, Göttingen und Paris, das er 1976 in Mainz mit der Promotion abschloß.
Von 1976 bis 1988 war er Assistent am Deutschen Institut der Universität Mainz, seit 1990 ist er Dozent für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 1988 war er „Writer in residence“ an der Washington-University in St. Louis/Missouri. In den Jahren 1991 und 1993 verweilte er als Villa Massimo-Stipendiat in Rom. 1993/94 hielt er die Poetik-Vorlesung an der Universität Paderborn und 1994/95 an der Universität Bielefeld. Im Jahre 1998 übernahm er die Heidelberger Poetik-Dozentur. 2002 wurde er in Hildesheim zum Professor berufen. Hanns-Josef Ortheil lebt seit 1982 in Stuttgart.
» Abschied von den Kriegsteilnehmern
» Agenten
» Bilder.Geschichten
» Das Element des Elephanten
» Das Glück der Musik
» Das Kind, das nicht fragte
» Das Verlangen nach Liebe
» Die Erfindung des Lebens
» Die geheimen Stunden der Nacht
» Die große Liebe
» Die Moselreise
» Die Nacht des Don Juan
» Die weißen Inseln der Zeit
» Faustinas Küsse
» Fermer
» Hecke
» Im Licht der Lagune
» Im Licht der Lagune / Die Nacht des Don Juan
» Lesehunger. Ein Bücher-Menu in 12 Gängen
» Liebesnähe
» Lo und Lu
» Mozart im Innern seiner Sprachen
» Schwerenöter
» Wie Romane entstehen
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