Originalausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
384 Seiten,
13,5 x 21,5 cm,
78 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-424-63060-2
18,99
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19,60
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27,50*
(* empf. VK-Preis)
empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Kailash
Erscheinungstermin:
10. September 2012
Dieser Titel ist lieferbar.
Rosi Gollmann ist eine der ganz großen Persönlichkeiten in der entwicklungspolitischen Szene Deutschlands. Die heute 85jährige hat vor gut 50 Jahren die Andheri-Hilfe Bonn ins Leben gerufen, die bis heute auf fast 4.000 erfolgreich abgeschlossene Projekte und Programme in den Armutsgebieten Indiens und Bangladeschs zurückschauen kann. Rosi Gollmanns Leben gehört den Ärmsten dieser Welt: Ihre Unterstützung sieht sie nicht als Almosen, ihr geht es in den Förderprojekten – derzeit sind es 150 – immer um „Hilfe zur Selbsthilfe“. Für ihre beeindruckende Leistung erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Nun erzählt sie erstmals die Geschichte ihres abenteuerlichen und unkonventionellen Lebens.![]()
Begonnen hat alles 1959 mit einem Zeitungsartikel über die Not indischer Findelkinder in einem Waisenhaus in Andheri, einem Vorort von Bombay (heute Mumbai), den eine Schülerin Rosi Gollmanns mit in den Religionsunterricht brachte. Diese initiiert daraufhin gemeinsam mit ihren Schülern eine Päckchenaktion, um die damals 400 Kinder des St. Catherine’s Home mit dem Nötigsten zu versorgen. Im Sommer 1962 reist sie selbst nach Andheri, per Schiff. Sie wird in Indien mit erschütternden Schicksalen und unvorstellbarem Elend konfrontiert. Das verändert ihr Leben: Das soziale Engagement für die Bedürftigen sieht sie künftig als ihre Lebensaufgabe.![]()
Nach Hause zurückgekehrt, berichtet sie über die Not der Menschen im fernen Indien, motiviert zum Teilen und zur Verantwortung für unsere „eine Welt für Alle“. 1967 gründet sie mit Gleichgesinnten die Andheri-Hilfe Bonn als gemeinnützigen Verein. War das Ziel der Andheri-Hilfe zunächst, jedem der Heimkinder die „tägliche Handvoll Reis“ zu sichern, ging es bald darum, über die Symptome von Hunger, Krankheit und Not hinaus die Ursachen der Armut zu bekämpfen. Dabei stehen vor allem die beiden größten benachteiligten Gruppen im Fokus der Projektarbeit: Kinder und Frauen. 1973 kommt mit der „Blindenhilfe Bangladesch“ ein weiteres Projekt hinzu. Von der unübersehbar großen Zahl der blinden Menschen lässt sich Rosi Gollmann nicht entmutigen, sie fängt einfach mit dem Ersten an – und kann heute auf fast 1,3 Mio. erfolgreiche Augenoperationen zurückschauen. Fast zeitgleich beginnt sie bahnbrechend mit der Vergabe von Mikrokrediten an indische Kleinstfarmer und Frauen. Förderprogramme für Leprakranke kommen hinzu, später auch für AIDS/HIV-Infizierte und für Menschen mit Behinderungen, und schließlich die Öffnung für Maßnahmen zum Ressourcenschutz. Aus der gezielten Wiederaufbauhilfe nach dem verheerenden Tsunami 2004 wurde nachhaltige Entwicklungsförderung.![]()
Rosi Gollmann gibt Millionen Menschen eine neue Perspektive. In ihrer berührenden Geschichte erzählt sie – unterstützt von Beate Rygiert als Co-Autorin – von Werten, die unsere Zeit vergessen zu haben scheint. Und die wir nötiger haben denn je.
© Rosi Gollmann
Rosi Gollmann, geboren 1927 in Bonn, studierte Theologie und arbeitete als Religionslehrerin an berufsbildenden Schulen. Seit mehr als 50 Jahren widmet sie sich, erst neben ihrem Beruf, dann in vollem Einsatz ehrenamtlich der Entwicklungszusammenarbeit. 1967 gründete sie in Bonn die Andheri-Hilfe, 2002 die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung. 2001 übergab sie den 1. Vorsitz der Andheri-Hilfe an Elvira Greiner, blieb dem Verein aber als Ehrenvorsitzende erhalten, der es nach wie vor ein Anliegen ist, aktiv mitzuwirken an der Gestaltung einer menschlicheren Welt. In den Medien ist sie durch viele Auftritte und Interviews bekannt, in denen sie über ihre Arbeit berichtet und um Unterstützung für ihre Projekte wirbt.
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