Mit Nachwort von Alice
Reinhard-Stocker
Aus dem Englischen
von
Andrea
Ott
Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag,
376 Seiten,
9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2258-4
19,95
|
20,60
|
28,50*
(* empf. VK-Preis)
empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Manesse
Erscheinungstermin:
27. September 2010
Dieser Titel ist lieferbar.
Erzählungen
«Eine absolute Meisterin psychologisch stimmiger, spannender Geschichten» (Brigitte)
Elizabeth Gaskell porträtierte das Leben und Lieben in der englischen Provinz – ebenso klug und unterhaltsam wie Jane Austen. Ihrem scharfen Blick blieb keine Seelenregung verborgen, die Schwächen ihrer Helden entrollt sie mit Nachsicht und Humor. Gaskells schönste Erzählungen präsentiert dieser Band in einer exklusiven Auswahl.
Seine ersten Tage als Landarzt hatte sich Dr. Harrison weniger turbulent vorgestellt. In London aufgewachsen, provoziert er bei den unverheirateten Damen von Duncombe arglos Missverständnis um Missverständnis – und findet sich plötzlich dreifach verlobt. Erst nach zahlreichen Geständnissen ist der Weg frei für die große Liebe. In «Cousine Phillis» zeigt sich der jugendliche Erzähler betört vom ländlich-einfachen Charme seiner reizenden Verwandten. Gerade sein wohlmeinender Rat setzt deren Lebensglück jedoch ein tragisches Ende. Die Geschichte vom «Schafscherer in Cumberland» führt uns schließlich auf einem heiteren Spaziergang durchs sommerliche Nordengland. Hier versteht es die viktorianische Autorin, mit schwelgerischen, sinnenfrohen Landschaftsbeschreibungen zu begeistern.
Elizabeth Gaskell (1810–1865), Frau eines Geistlichen und fünffache Mutter, schrieb vierzig Erzählungen, sieben Romane (darunter das populäre «Frauen und Töchter») und eine vielbeachtete Biographie über ihre Freundin Charlotte Brontë. Mit ihrem psychologischen Scharfsinn und Wissen um die Lebensbedingungen ihrer Zeitgenossen gilt sie heute als eine der bedeutendsten Chronistinnen Nordenglands.
Elizabeth Gaskell wurde 1810 als Elizabeth Stevenson in London geboren, aufgewachsen ist sie in Knutsford (Cheshire) bei ihrer Tante. 1832 heiratete sie William Gaskell, einen unitarisch freikirchlichen Geistlichen und Universitätsdozenten in Manchester, mit dem sie fünf Kinder hatte. Während sich ihr Mann für die Bildung der Arbeiter engagierte, ist in Elizabeth Gaskells Korrespondenz immer wieder von den sozialen Härten des Frühkapitalismus die Rede. Ihr Erstlingsroman "Mary Barton" verhalf ihr zur Bekanntschaft mit Dickens, für dessen Zeitschrift "Household Words" sie von nun an literarische Beiträge lieferte. Ihr Erfolg brachte dem nicht gerade reichlich ausgestatteten Haushalt der Gaskells eine finanzielle Entlastung; nun konnte die Schriftstellerin Reisen unternehmen und in den literarischen Salons von London verkehren. Ein halbes Dutzend Romane und rund vierzig Erzählungen entstanden, außerdem eine Biographie von Charlotte Bronte. Elizabeth Gaskell starb 1865.
© Verlagsgruppe Random House GmbH
Kontakt Presse Buchhandel Download Literatur Blog Newsletter