Originaltitel: Letters to My Daughters
Originalverlag: Michel Lafon
Aus dem Englischen
von
Anne
Emmert
Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
352 Seiten,
13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-424-63048-0
19,99
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20,60
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28,50*
(* empf. VK-Preis)
empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Kailash
Erscheinungstermin:
12. September 2011
Dieser Titel ist lieferbar.
Afghanistans Präsidentschaftskandidatin erzählt ihre Geschichte
Ausgesetzt, um unter der sengenden Sonne zu sterben; am Leben geblieben, um ihr Land zu verändern – Afghanistans künftige Präsidentschaftskandidatin erzählt ihre Geschichte.![]()
Als Fausia Kufi 1975 in Badachschan, einer Provinz im Nordosten Afghanistans und als eines von 23 Kindern geboren wird, ist der Empfang alles andere als herzlich: „Es ist nur eine Tochter“, heißt es bei ihrer Geburt. Eine Reaktion, die in Afghanistan durchaus üblich ist, wenn die Mutter dem Familienoberhaupt keinen Stammhalter schenken kann. Doch die kleine Fausia trifft es noch härter: das ungewollte Baby wird ausgesetzt, um unter der gleißenden Sonne zu sterben.![]()
Doch Fausia überlebt – wie sie noch viele bedrohliche Situationen überleben wird. Und sie wird zum Lieblingskind ihrer Mutter, die alles dafür tut, damit ihre Tochter gesund heranwachsen, sich entwickeln und vor allem lernen kann. Als einziges Mädchen in ihrer Familie besucht Fausia die Schule, später die Universität. Durch ihren Vater, der wie sein Großvater ein angesehener Politiker war und sich für das Wohl seiner Provinz einsetzte, bekommt sie früh einen Zugang zur Politik, die für sie zur Lebensaufgabe wird.![]()
Bevor es soweit ist, muss Fausia allerdings noch viele Schicksalsschläge und ein Leben in Angst und auf der Flucht erdulden: Ihr Vater wird von den Mudschahedin getötet und die Familie flieht nach Kabul. Aber auch hier sind sie ihres Lebens nicht sicher: Die Taliban gewinnen immer mehr Macht, Repressalien, der Mord an ihrem Bruder und ständige Gefechte machen den Alltag zu einem beständigen Überlebenskampf. Dennoch lässt sich Fausia den Traum von Freiheit nicht nehmen. Sie heiratet einen Mann, den sie liebt, und bringt zwei Töchter zur Welt. Als ihr Mann an den Folgen von Folter stirbt, wagt sie das Unvorstellbare: Sie geht in die Politik und wird 2005 ins Parlament gewählt. Seither setzt sie sich unermüdlich für die Rechte von Kindern und Frauen ein.![]()
Doch ihr politisches Engagement verlangt Opfer: ständig muss sie damit rechnen, dass die Taliban versuchen werden, sie zu töten. Nie weiß sie vorher, ob sie von ihren Reisen zurückkehren wird. Und so schreibt sie vor jeder Reise einen Brief an ihre Töchter, um ihnen etwas zu hinterlassen und sie zu einem Leben als offene, loyale und engagierte Frauen zu ermutigen.
Fausia Kufi wurde 1975 in Badachschan, einer Provinz im Nordosten Afghanistans, geboren. Sie studierte Medizin und arbeitete als Beauftragte für Kinder- und Frauenrechte für die UNICEF und andere soziale Organisationen. Seit 2005 ist sie Mitglied des afghanischen Parlaments und nahm an mehreren internationalen Debatten zur politischen Lage Afghanistans teil. Sie gilt als aussichtsreichste Kandidatin für die Präsidentschaftswahl 2014.
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