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PRESSE Buchinfo

 

Mo Hayder

Die Behandlung

Ein Jack-Caffery-Roman

Originaltitel: The Treatment
Originalverlag: Bantam Press
Aus dem Englischen von Christian Quatmann

Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 10 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-45626-0
9,95 | 10,30 | 14,90* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Goldmann

Erscheinungstermin: 1. Dezember 2003
Dieser Titel ist lieferbar.

 
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DIE BEHANDLUNG

Ein Jack-Caffery-Roman

 

»Geht so unter die Haut wie eine Autopsie bei Morgengrauen und wird die Fans von DI Jack Caffery und seinen Mitarbeitern begeistern. Hayder gelingt es, die Details der Ermittlungen, die Dialoge und die Handlung mit eindrucksvollem Können lebendig werden zu lassen. Sie hat mit ‚Die Behandlung' erneut einen Thriller geschrieben, der dem Leser eine Gänsehaut verursacht.«

Publishers Weekly

 

Buchinhalt

Mo Hayder suchte bereits mit fünfzehn Jahren das Abenteuer in London. Sie arbeitete in Bars und Kneipen, heiratete, zog nach Japan und jobbte eine Weile in Tokio, wo sie auch für eine englische Zeitung schrieb. Später bereiste sie weite Teile Asiens. Anschließend absolvierte sie ein Studium an einer amerikanischen Filmhochschule. Zurückgekehrt nach England, übernahm sie einen Job als Sicherheitsbeauftragte und begann in ihrer Freizeit mit der Arbeit an ihrem ersten Kriminalroman, „Der Vogelmann“.



Ihr nun vorliegender zweiter Thriller mit Detective Inspector Jack Caffery als Protagonisten liest sich noch abgründiger und noch verstörender als ihr Debüt, denn ein schockierendes Verbrechen stellt die Londoner Polizei vor ein Rätsel: Im Haus der Familie Peach muss sich Unaussprechliches zugetragen haben, bevor die Polizei die Wohnung stürmte, und bevor Rory, der kleine Sohn der Peaches,

entführt wurde. Doch die schwer verletzten Eltern können keine Angaben zu den Geschehnissen machen. Auch die Spuren im Haus lassen zunächst keine Schlüsse auf den Hergang des Verbrechens zu. Der Täter hat zwar eine Wand mit den Worten „Female Hazard“ beschmiert, doch sein Motiv liegt völlig im Dunklen.



Brockwell Park ist eine ausgedehnte Anlage im Süden Londons. Hier wohnen viele junge Familien, die sich eine Wohnung in vornehmeren Stadtteilen nicht leisten können. Familien wie die Peaches. Doch als die Polizei aufgrund eines Hinweises in das Haus der Peaches eindringt, geraten sie nicht in ein friedliches Alltagsszenario, sondern in einen Alptraum: Die Mutter wird gefesselt im ersten Stock gefunden, der Vater schwer verletzt im Erdgeschoss. Von dem achtjährigen Sohn Rory fehlt jede Spur. Die Ermittler, allen voran Detective Inspector Jack Caffery, sind sich sicher, dass der Eindringling den Jungen entführt hat und sich beide noch in dem sofort abgeriegelten Park befinden. Doch außer einem Schuh entdecken sie keine Spur des Jungen. Caffery hofft, von den Eltern zu erfahren, was sich in ihrem Haus abgespielt hat, aber der Zustand des Vaters ist so kritisch, dass sein Überleben fraglich ist. Und auch Mrs. Peach kann der Polizei nicht weiterhelfen. Sie kann sich an nichts erinnern, außer an einen eigenartigen Geruch im Haus, den sie bereits Tage vor dem Verbrechen wahrgenommen hatte, und an Geräusche, als hätte jemand einen Fotoapparat ausgelöst und einen Film zurückgespult. Auch die Spuren im Haus lassen zunächst keine Schlüsse auf den Hergang oder Sinn des Verbrechens zu. Der Täter hat zwar eine Wand mit den Worten „Female Hazard“ („Weibliche Gefahr“) beschmiert, doch sein Motiv liegt völlig im Dunklen.



Unterdessen läuft die Suche nach Rory auf Hochtouren, Hubschrauber suchen den Park mit Wärmesensoren ab, und Polizeitruppen durchkämmen das ganze Gebiet. Vergebens. Erst nach Tagen entdeckt man den Jungen – hoch in einem Baum, an den Stamm gefesselt und tot. Die Obduktion ergibt, dass er sexuell missbraucht wurde und nach seiner Entführung noch einige Tage lebte. Offensichtlich ist er nicht seinen Verletzungen erlegen, sondern verdurstet, nachdem man ihn nicht rechtzeitig gefunden hatte. Caffery hofft nun, mit Hilfe einer DNA-Analyse dem Täter auf die Spur zu kommen. Auch weist der Junge eine tiefe Bisswunde an der Schulter auf, deren Abdruck später bei der Überführung des Mörders von Bedeutung sein könnte.



Für den Detective entwickelt sich der verstörende Fall immer mehr zur psychischen Belastung. Zum einen, weil er die Vorfälle im Haus der Peaches einfach nicht begreifen kann, aber auch, weil durch die Ermittlungen alte Wunden wieder aufreißen, die nie ganz verheilt waren: Das Schicksal von Rory erinnert Caffery an die Entführung seines eigenen Bruders Ewan, die zwar lange zurückliegt, ihm

aber bis heute keine Ruhe lässt. Ewan verschwand, als er noch ein kleiner Junge war, und Caffery ist überzeugt, dass er einem Verbrechen zum Opfer fiel. Als Täter kommt für ihn kein anderer als der damals bereits einschlägig vorbestrafte Ivan Penderecki in Frage, der Nachbar der Familie Caffery, dem allerdings nie etwas nachgewiesen werden konnte. Caffery ist niemals aus dem Haus seiner Eltern ausgezogen, und eine fast krankhafte Obsession hält ihn in selbstzerstörerischem

Kontakt mit Penderecki, der seinerseits nichts unversucht lässt, um Caffery zu quälen. So schickt er ihm immer wieder neue briefliche Erklärungen zum angeblichen Schicksal Ewans, die sich stets als falsch erweisen.



Während Caffery hofft, eine Verbindung zwischen Rory und seinem Bruder zu finden, nimmt der Fall Peach eine dramatische Wendung: Die DNA-Analyse lässt keinen Zweifel zu, das Rory von seinem eigenen Vater missbraucht wurde. Zugleich stellt sich heraus, dass der Vater bereits eine Vorstrafe wegen sexueller Übergriffe auf Minderjährige verbüßt hat. Dennoch bleiben Unstimmigkeiten, die Peach entlasten. So stimmt beispielsweise sein Gebissabdruck nicht mit Rorys Wunde überein. Peach selbst, der nach einem Rückfall erneut im Krankenhaus liegt, ist jedoch zu all dem kein Kommentar zu entlocken.



Anders als der Polizei, ist den Kindern in der Umgebung des Parks allerdings längst klar, wer der Täter ist: Immer wieder erzählen sie von dem „Troll“, der hier sein Unwesen treiben und kleine Kinder fressen soll. Doch die Polizei weiß mit diesen Aussagen wenig anzufangen. Da tauchen Hinweise auf, dass vor vielen Jahren bereits ein ähnliches Verbrechen geschehen ist – und dass etwa zeitgleich Fotos von einem Kind und einem Mann gefunden worden waren, die zwar nichts mit dem damals missbrauchten Jungen zu tun hatten, aber ebenfalls an den jetzigen Fall erinnern. Unklar ist, um wen es sich bei den abgebildeten Personen handelte, und da es seinerzeit auch keine Anzeigen bei der Polizei und keine Vermisstenmeldungen gab, wurden die Bilder als makabrer Scherz abgetan. Immerhin gelingt es Caffery, das damalige Vergewaltigungsopfer aufzuspüren, das die Attacke seines Angreifers überlebt hatte. Auch seine Aussagen schließen Peach zumindest als damaligen Täter aus. Allerdings wird nun klar, warum die sich Kinder vor einem „Troll“ fürchten: Der Junge hatte seinen Vergewaltiger so bezeichnet, weil er ihm so furchterregend und hässlich erschienen war. Im Laufe der Zeit hatte der Spitzname dann Eingang in die Kindermythen der Gegend gefunden.



Bald darauf hat sich der Täter von neuem ein Opfer gesucht. Wieder ist es eine Familie, die in der Nähe des Parks wohnt, wieder handelt es sich um ein Ehepaar mit einem kleinen Jungen. Und wieder gelingt es dem „Troll“, unbemerkt in deren Wohnung einzudringen und alle zu überwältigen. Caffery ahnt, dass der Täter in der Zwischenzeit erneut zugeschlagen hat, doch noch immer fehlen konkrete Spuren, die zu ihm führen könnten. Unermüdlich durchforstet er Akten zu einschlägig

Vorbestraften, sucht nach brauchbaren Daten und denkbaren Motiven für die rätselhafte Tat. Immer kleiner wird der Kreis der Verdächtigen, doch nach wie vor ist nicht klar, was Peach selbst mit der Tat zu tun hat, und weshalb er zu den Ereignissen in seinem Haus so beharrlich schweigt. Da kommt endlich der entscheidende Hinweis. Mr. Gummer, ein etwas verschrobener Schwimmlehrer, der Caffery immer wieder bedrängt hatte, die Hinweise der Kinder auf den „Troll“ ernst zu nehmen, gesteht, mehr über den geheimnisvollen Unbekannten zu wissen. Denn Gummer erweist sich als der Erwachsene auf den vor Jahren gefundenen „Scherz“-Fotos, das Kind als sein Sohn. Und Gummer beschreibt Caffery nun auch die perfide Vorgehensweise des Täters: Der „Troll“ zwingt Väter, ihre Söhne zu vergewaltigen, indem er die Kinder andernfalls zu töten droht. Und er macht Photos von seinen Verbrechen. Gummer hatte den Fall damals auf Drängen seiner Frau nicht angezeigt, der Fall wurde nie publik.



Nach weiteren Hinweisen, Auswertungen von Computerdaten und Unterlagen, kann Caffery die Identität des „Trolls“ schließlich feststellen: Es handelt sich um den psychisch kranken Roland Klare, der sich noch immer im Haus seiner jüngsten Opfer aufhält. In letzter Sekunde gelingt es der Polizei, den Täter zu überwältigen und ein weiteres Verbrechen zu verhindern. Klare wird verhaftet und in die Psychiatrie gebracht. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung findet die Polizei ein Notizbuch mit dem Titel „Die Behandlung“, in dem er Planung und Durchführung seiner Verbrechen aufgezeichnet hatte.



Caffery ist zwar erleichtert, den Fall abgeschlossen zu haben, doch Ruhe findet er noch immer nicht. Bei der Suche nach dem „Troll“ hatte er auch Hinweise auf das Schicksal seines Bruders entdeckt, Ewan selbst, der womöglich noch lebt, jedoch nicht aufspüren können. Nun allerdings stirbt Ewan durch eine unglückliche Verkettung von Umständen, ohne dass Caffery, der ihm schon so nahe war, etwas davon erfährt. Nur ein plötzliches Gefühl der Erlösung lässt ihn ahnen, dass Ewans Martyrium endlich ein Ende gefunden hat.

 
 

Kurzvita

Mo Hayder wurde in Essex geboren, verließ mit fünfzehn ihr Zuhause, um in London das Abenteuer zu suchen, und hat später viele Jahre im Ausland verbracht. Sie arbeitete in Bars und Kneipen, heiratete, zog nach Japan und jobbte eine Weile in Tokio, wo sie auch für englische Zeitungen schrieb. Später bereiste sie weite Teile Asiens und absolvierte anschließend ein Studium an einer amerikanischen Filmhochschule. Mo Hayder lebt heute als freie Schriftstellerin mit ihrem

Lebensgefährten in London. Ein weiterer Roman ist bereits in Vorbereitung.

 
 

Titelübersicht

» Atem
» Der Vogelmann
» Die Behandlung
» Die Sekte
» Haut
» Mordsstimmen lesen Krimi-Bestseller
» Ritualmord
» Tokio
» Verderbnis

 
 

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KONTAKT

Goldmann

Katrin Cinque

Tel: +49(89)4136-3452
Fax: +49(89)4136-3723

 
 
 

MEHR ZUM THEMA

www.mohayder.net Mo Hayder - Official Website

Mo Hayder - Official Website www.mohayder.net

 
 
 

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