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SPECIAL zu Eva Siegmund »LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel«

Wenn dein Schicksal zu groß für dich scheint



Nachdem zerstörerische Kriege die Welt, wie wir sie kennen, erschüttert haben, hat sich der Unionsstaat des Lichts (UdL) nur einem Ziel verschrieben: dem Streben nach Wissen und Klarheit. In seiner technisierten, perfekten Hauptstadt Lúm zählen nur die Vernunft und die wissenschaftliche Forschung. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Alles, was nicht in dieses Weltbild passt, darf in Lúm nicht sein, sondern wird ausgegrenzt.

Eine Stadt namens Adeva
Oder – genauer gesagt – weggesperrt, in eine Reservat-artige, von einem Wald und einer Schlucht abgegrenzte Stadt, die von ihren Bewohnern Adeva genannt wird. In dieser Stadt, die im Laufe der Jahre zu einer Trümmerstadt zerfallen ist, leben Menschen, die ganz besondere Fähigkeiten besitzen, die wissenschaftlich nicht erklärt werden können. Menschen mit besonderen Gaben, deren Existenz in Lúm schlichtweg geleugnet wird. Menschen, die z.B. in die Zukunft blicken können (das „Auge“ haben), sich vor anderen unsichtbar machen können (die so genannten „Obskuranten“) oder Gedanken lesen können („Telepathen“). Und in Adeva lebt auch Meleike.

Ein Mädchen mit einer ungewöhnlichen Gabe
Die 15-jährige Meleike hat nicht die leiseste Ahnung davon, dass der Unionsstaat des Lichts und Lúm existieren. Als Tochter und Enkeltochter der berühmtesten Seherinnen von Adeva ist sie enttäuscht, dass sich bei ihr in ihrem fünfzehnten Jahr keine besondere Fähigkeit zeigt. Gewöhnlich offenbart sich eine Gabe in diesem Alter und wird auch als Zeichen auf dem Handgelenk sichtbar.
Aber Meleike irrt. Denn ihre Gabe ist anders und viel mächtiger als alle anderen. Sie muss ihr erst von ihrer Großmutter übertragen werden, was allerdings deren Freitod nach sich ziehen wird.
Doch dann wird Meleike von Visionen heimgesucht, deren Macht sie sich nicht mehr entziehen kann und die sie zutiefst erschrecken. Immer wieder sieht sie Adeva brennen und alle, die sie liebt, in den Flammen sterben. Weder versteht sie ihre Zukunftsvisionen, noch weiß sie, wie sie irgendetwas unternehmen kann, um Adeva zu retten. Bis sie Flynn kennenlernt.

Ein junger Seher
Flynn stammt aus Lúm und dort ist er nicht irgendwer. Er ist der Sohn von Dr. Walther Connor, dem Leiter des Medizinischen Forschungszentrums Med I, dem Wissenschaftler, der sein ganzes Leben der Aufgabe geweiht hat, zu verstehen, wieso es so etwas wie besondere Begabungen überhaupt geben kann – und wie man sie künstlich erzeugen und nutzen könnte. Er forscht heimlich, denn auch in Lúm dürfen nur Eingeweihte wissen, dass es Adeva überhaupt gibt, und er kennt keine Skrupel bei der Durchführung gefährlicher Experimente.
Als sein eigener Sohn Flynn in seinem fünfzehnten Jahr völlig unvermutet seherische Fähigkeiten (und ein Zeichen auf dem Handgelenk) entwickelt, schreckt Connor nicht davor zurück, sogar ihn den Zwecken der Forschung zu opfern. Zumal Flynn eine ganz besondere Gabe zu haben scheint, die Connor noch nie zuvor gesehen hat.

Zerstörerische Pläne
Aber die Mächtigen des Unionsstaates werden durch Flynn und andere plötzlich auftauchende Gaben unruhig. Sie fürchten, die so genannten „Anomalien“ könnten auf die „normalen Menschen“ übergreifen und die Geheimhaltung des Reservates könnte in Gefahr geraten. Auch Dr. Connor kann nicht verhindern, dass sie deshalb beschließen, Adeva endgültig zu zerstören. Und mit ihm die Menschen, die darin leben.
Nur seiner Mutter hat Flynn seine Rettung zu verdanken. Unter Einsatz ihres eigenen Lebens entführt sie ihren Sohn und bringt ihn nach Adeva, damit er sich dort verstecken kann - nicht ahnend, dass die Stadt dem Untergang geweiht ist.

Zwei wie Licht und Dunkel
Als sich Meleike und Flynn begegnen, stellen sie fest, dass sie beide dasselbe Zeichen auf dem Handgelenk tragen. Die besondere Gabe, die sie für einzigartig hielten, ist in Wahrheit eine doppelte Gabe, die die beiden auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
Schnell finden sie heraus, welche Kraft sie gemeinsam haben: dass sie ihre Visionen zur Gewissheit lenken können und dass nur sie das Unheil von ihrer Welt abhalten und die Pläne der Mächtigen in Lúm durchkreuzen können.
Ihre anfängliche Skepsis dem anderen gegenüber weicht allmählich tiefem Vertrauen, und Meleike und Flynn verlieben sich ineinander.

Gefährliche Gegner
Um Adevas Zerstörung verhindern und die Einwohner des Reservats retten zu können, müssen Meleike und Flynn gleich an mehreren Fronten kämpfen: Es gilt Ben-Di auszuspielen, den gefährlichen und betrügerischen Anführer von Adeva, der Meleike zudem mit seinem eigenen Sohn verkuppeln will. Und sie müssen gegen die mächtigsten Drahtzieher des UdL vorgehen – und gegen Flynns eigenen Vater.
Meleike und Flynn brechen in Richtung Lúm auf. Eile ist geboten, denn Flynns Mutter ist zum Tode verurteilt, weil sie ihrem Sohn zur Flucht verholfen hat. Und auch Meleikes bester Freund, Aman, schwebt in Lebensgefahr. Er ist den beiden heimlich nach Lúm gefolgt und wurde von den Grenzposten aufgegriffen. Während Meleike und Flynn versuchen, die Hinrichtung von Flynns Mutter zu verhindern, liegt Aman schon auf einem der OP-Tische von Walther Connor.
Die Ereignisse überschlagen sich. Wird es Meleike und Flynn gelingen, die Menschen, die ihnen nahestehen zu retten? Werden sie den Untergang von Adeva verhindern können?

Ein fesselndes Fantasy-Leseabenteuer und das
beeindruckende Debüt einer jungen Autorin.